Flug

AdobeStock_240124566.jpeg
Die Fluglotsen wollen in Italien streiken - um der Luftfahrtbranche zu helfen... Bild: AdobeStock

Massive Streiks in Italien angekündigt

Am Dienstag, 14. Januar wird es voraussichtlich zu massiven Ausfällen im Flugverkehr kommen.

Unsere Nachbarländer halten die Transportbranche mit Streiks in Atem. Nun ist wieder Italien an der Reihe - immerhin sind es dieses Mal doch drei Monate her seit unserem letzten Streik-Artikel dort. Dieses Mal droht am kommenden Dienstag (14. Januar 2020) wieder ein grosser Streik, den Flugverkehr massiv zu beeinträchtigen.

In einer gemeinsamen Notiz erläuterten vier Gewerkschaften (Filt Cgil, Fit Cisl, Uiltrasporti und Ugl Ta) die Gründe für den Streik, an welchem zahlreiche Luftverkehrsunternehmen und Luftfahrtunternehmen sowie die Flugsicherheitsbehörde ENAV teilnehmen sollen, folgendermassen: «Der Luftfahrt-Sektor befindet sich seit einiger Zeit in einer schweren Krise. Es liegt ein ineffizientes System vor, aufgrund des Fehlens notwendiger Initiativen seitens dieser und der vorherigen Regierung.» Beanstandet werden auch das «Lohndumping» und der wilde Wettbewerb zwischen Bodendienstunternehmen und Luftfahrtunternehmen. Es sei wichtig, die notwendigen Bedingungen zu schaffen, welche einen Neustart und die nachhaltige Entwicklung italienischer Unternehmen und Fluggesellschaften, einschliesslich Alitalia und Air Italy, ermöglichen.

Um solche Anliegen durchzusetzen, wird ein Streik als effektivstes Mittel angesehen. Es wird sogar mit Initiativen über den Streik des 14. Januars hinaus gedroht. Sicher ist: In der gesamten kommenden Woche ist mit Problemen im italienischen Luftverkehr zu rechnen. An zahlreichen Flughäfen - darunter Rom, Venedig, Lamezia Terme oder Catania - wird gestreikt.

Wer Italien nächste Woche bereist, sollte sich vorgängig (also vor Antritt der Reise) bei der entsprechenden Fluggesellschaft oder dem Ab-/Ankunfts-Flughafen über aktuelle Fluginformationen erkundigen. Aktuelle Hinweise auf die Streiklage bietet die Website des italienischen Verkehrsministeriums.

(JCR)