Flug

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Ein Grossteil des benötigten Geldes ist da - noch ist das Zustandekommen von Projekt «FlyBair» aber nicht vollständig gesichert. Bild: FlyBair

Es sieht gut aus für FlyBair

Das Crowdfunding ist schon weit fortgeschritten, ebenso die Gespräche mit unternehmerischen Investoren. FlyBair-VR Urs Ryf ist «sehr zuversichtlich».

Als Anfang Monat der Flughafen Bern-Belp eine Crowdfunding-Kampagne für die Lancierung einer virtuellen Airline für Flüge ab Bern in den Mittelmeerraum und zu mindestens einem europäischen Hub ankündigte, reichten die Reaktionen aus der Branche von «grossartig» über «mutig» und «wahnisnnig» bis hin zu «chancenlos». Wie sieht es mittlerweile konkret aus?

Der Website von FlyBair ist zu entnehmen, dass am heutigen 26. November bereits über 865'000 Franken aus dem Crowdfunding zusammengekommen sind. Bis Sonntagabend (1. Dezember) will man 1 Million Franken zusammen haben und ist damit auf gutem Weg. Darüber hinaus läuft aber auch noch eine Investorensuche bei Firmen, von Grosskonzernen bis zum KMU - dort sind 1,25 Millionen Franken benötigt, wobei aber der Zeithorizont etwas breiter ist, die Zeichnungsfrist für die Aktienkapital-Erhöhung dauert bis zum 22. Januar 2020.

Auf Anfrage von Travelnews erklärt Urs Ryf (CEO Flughafen Bern und Verwaltungsrat von FlyBair), dass man mit dem Ergebnis der Crowdfunding-Kampagne sehr zufrieden sei und dass es auch von Firmenseite schon «viele Zusagen» gegeben habe. Die Situation dort scheint allerdings weniger klar zu sein: «Das Echo ist durchaus positiv und viele Firmen habe einen Aktienkauf in Aussicht gestellt, wobei nicht immer klar ist, in welcher Höhe sie einsteigen wollen - weil dies wohl noch durch alle Entscheidungsinstanzen hindurch muss», erklärt Ryf. Den bereits erzielten Betrag mag er nicht nennen, doch liege dieser noch unterhalb jenes, der per Crowdfunding erzielt wurde. Insgesamt ist Ryf allerdings «sehr zuversichtlich», dass das Projekt FlyBair zustandekomme und im kommenden Mai eine eigene Airline ab dem Belpmoos abheben kann.

Ryf erklärt aber auch, dass man nicht bis zuletzt mit einem Entscheid warten werde: «Die Reiseveranstalter wollen langsam in den Verkauf einsteigen und auch von der Öffentlichkeit wird Klarheit erwartet. Die Verwaltungsräte des Flughafens Bern sowie der FlyBair beurteilen die Entwicklung laufend und werden zeitnah entscheiden und kommunizieren. Ryf ist sehr zuversichtlich, dass die Ziele erreicht werden.

(JCR)