Flug

JCRPlanes (8).JPG
Morgen und übermorgen bleiben infolge des angekündigten Streiks zahlreiche Lufthansa-Maschinen am Boden. Bild: JCR

Lufthansa-Streiks: Trotz Sonderflugplan sind auch viele Flüge ab der Schweiz betroffen

Heute Donnerstag und morgen Freitag finden 4700 von 6000 Flügen statt. Trotzdem werden rund 180'000 Fluggäste betroffen sein. Auch ab Schweizer Flughäfen fallen zahlreiche Flüge aus. Derweil streben Lufthansa und die Gewerkschaft UFO eine Schlichtung an.

Die Gewerkschaft Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) hat für Donnerstag (7. November) und Freitag (8. November) zu ganztägigen Streiks bei Lufthansa aufgerufen. Die Lufthansa hat daraufhin einen Sonderflugplan aktiviert und mitgeteilt, dass heute von rund 3000 geplanten Lufthansa-Group-Flügen deren 2300 durchgeführt würden und am morgigen Freitag 2400 statt 3000 Flüge stattfinden. Durch den Streikaufruf werden somit rund 180'000 Fluggäste von insgesamt rund 1300 Flugstreichungen betroffen sein.

Der Streik macht sich natürlich auch in der Schweiz bemerkbar. Heute Donnerstag fallen sechs Flüge zwischen Zürich und Frankfurt aus. «Geplant sind noch vier Rotationen der Lufthansa zwischen Zürich und München», sagte eine Lufthansa-Sprecherin dem Portal nau.ch, «diese sollten jedoch wie geplant durchgeführt werden können.» Dies, weil die Lufthansa für diese Flüge eine zusätzliche Airline beizieht. Allerdings gab es mindestens bei einem Flug nach München bereits eine erhebliche Verspätung. Interessanterweise scheinen übrigens die Flüge ab dem Basler EuroAirport nach Frankfurt und München nicht betroffen zu sein und werden normal durchgeführt.

Die Gruppen-Airlines Swiss, Edelweiss, Eurowings, Germanwings, Sunexpress, Lufthansa Cityline, Austrian Airlines, Air Dolomiti und Brussels Airlines werden nicht bestreikt. Deren Flüge werden planmässig stattfinden. Aktuell wird geprüft, auf welchen Strecken diese Airlines grössere Flugzeuge einsetzen können, um vom Streik betroffenen Passagieren alternative Reisemöglichkeiten bieten zu können.

Grundsätzlich gilt für Lufthansa-Passagiere aktuell, dass man zuerst den Online-Flugplan konsultieren sollte, bevor man sich zum Flughafen begibt. Unabhängig davon, ob der Flug von einer Flugstreichung betroffen ist, können alle Passagiere der Lufthansa Group, die für heute Donnerstag (7. November) und Freitag (8. November) einen Flug von/nach oder über Frankfurt und München gebucht hatten, diesen ab sofort einmalig kostenlos auf einen Lufthansa Group Flug innerhalb der nächsten zehn Tage umbuchen.

Schlichtung wird angestrebt

Die Lufthansa ist derweil um Schadensbegrenzung bemüht. Der Vorstandsvorsitzende Carsten Spohr hatte am Mittwochabend die Spitzenvertreter der Gewerkschaften Verdi und CU (Cabin Union) zu einem gemeinsamen Austausch getroffen. Dazu erklärte Spohr: «Nach dem konstruktiven und erfolgreichen Spitzengespräch mit Verdi und IGL-CU sehen wir uns jetzt in der Lage, Gespräche mit allen drei Gruppen aufzunehmen. Dieses schliesst ausdrücklich auch wieder Gespräche mit der UFO ein – mit dem Ziel, im Interesse unserer Kunden und Mitarbeiter die gestern von der UFO angebotene Schlichtung zu vereinbaren.»

(JCR)