Flug

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Der Flughafen Atlanta Hartsfield-Jackson, der Haupthub von Delta Air Lines, verzeichnete im letzten Jahr über 107 Millionen Passagiere. Bild: Miguel Angel Sanz

Atlanta holt zum 21. Mal den Titel

Der Flughafen mit dem weltweit grössten Passagieraufkommen befindet sich weiterhin in den USA. Dies und weitere spannende Infos gehen aus dem jüngsten «Annual World Airport Traffic Report» hervor.

Der Flughafen Atlanta Hartsfield-Jackson (ATL) bleibt in Sachen Passagieraufkommen das Mass aller Dinge. Bereits zum 21. Mal in Folge besetzt der Flughafen in dieser Kategorie den weltweiten Spitzenplatz, wie aus dem jüngsten «Annual World Airport Traffic Report» des Airports Council International hervorgeht.

Aus diesem geht hervor, dass im letzten Jahr (2018) rund 107,4 Millionen Fluggäste den Flughafen Atlanta nutzten, was eine weitere Steigerung um 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Aus Platz 2 folgt Peking International mit rund 101 Millionen Passagieren, auf Platz 3 Dubai mit 89,1 Millionen Passagieren.

Aus dem Report geht auch hervor, dass die Passagierzahlen global 2018 auf 8,8 Milliarden stiegen - eine Steigerung um 6,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dazu wurden fast 100 Millionen Flugbewegungen registriert. Die globale (Flug-)Reisetätigkeit ist also ungebrochen, obwohl sich das Wachstum etwas verflacht. Es lag dennoch noch über dem durchschnittlichen Jahresmittel von 5,8 Prozent, welches der Flugpassagierverkehr zwischen 2010 und 2018 verzeichnet hat.

Ein wesentlicher Beitrag dazu kommt von den so genannten «Emerging Economies». Zwar machen die «Advanced Economies» immer noch 52,8 Prozent des globalen Luftverkehrs aus; jedoch betrug dort das Wachstum 4,8 Prozent, während in den «Emerging Economies» das Wachstum 8,4 Prozent betrug. Konkret sah dieses Wachstum regional folgendermassen aus:

  • Asien-Pazifik: 3,3 Milliarden (+8,1 Prozent)
  • Europa:2,4 Milliarden (+6,4 Prozent)
  • Nordamerika: 2 Milliarden (+5,0 Prozent)
  • Lateinamerika & Karibik: 651 Millionen (+5,0 Prozent)
  • Naher und Mittlerer Osten: 396 Millionen (+0,7 Prozent)
  • Afrika: 214 Millionen (+9,4 Prozent)

Warnung vor Protektionismus

Spannend ist auch, dass der ACI als grösste Probleme der Luftfahrt den erwachsenden staatlichen Protektionismus, das sich verlangsamende globale Wirtschaftswachstum sowie geopolitische Spannungen angibt - jedoch kein Wort von dem wachsenden Druck infolge der Klimadebatte. Es gehe vor allem um offene Märkte und koordinierte Luftverkehrskontrolle, um weiterhin Wachstum zu garantieren.

Immerhin hat ACI vor wenigen Wochen eine neue Untersuchung namens «Climate Change Resilience and Adaptation Survey» lanciert, auf deren Ergebnisse man gespannt sein darf.

(JCR)