Flug

boeing-747-884424_1920.jpg
Die Routen-Annullierung durch Air China kam überraschend. Bild: UXWI

Air China suspendiert den Flug Zürich-Peking

Die Flotte soll effizienter eingesetzt werden. Die Flüge nach Genf bleiben bestehen.

Air China hat die Reisebranchen-Partner informiert, dass vier Flugrouten aufgehoben werden, «um die Ressourcen-Verwendung und Effizienz der Flotte zu steigern». Konkret geht es dabei um die Nonstopstrecke zwischen Zürich und Peking (Flugnummer CA781/2), welche ab dem 14. Oktober 2019 suspendiert wird. Diese betreibt Air China aktuell im Codesharing mit Swiss, welche auch eigene Flüge nach Peking anbietet. Der letzte Flug ab Zürich geht am 13. Oktober. Die Route Genf-Peking (ebenfalls im Codeshare mit Swiss) bleibt indes unangetastet.

Weiter werden auch die Strecken Chengdu-Kunming-Yangon, Chengdu-Lhasa-Kathmandu und Hangzhou-Surat Thani (allesamt ab dem 27. Oktober) eingestellt. In den GDS-Systemen sollen diese Änderungen demnächst nachgeführt sein. Noch nicht gebrauchte Tickets für die genannten Routen werden kostenlos erstattet oder umgebucht - via die verbleibenden europäischen Gateways Genf, Frankfurt, München, Mailand, London, Paris, Wien, Budapest, Warschau, Madrid oder Barcelona (mit LH/LX-Feederflügen) - oder man bucht den Peking-Nonstopflug von Swiss, auf welchem der Code von Air China bestehen bleibt.

Das Verkaufs- und Support-Büro in Zürich bleibt bestehen. Air China glaubt der Mitteilung nach weiterhin an das Potenzial des Deutschschweizer Marktes. Der Fokus liege nun aber auf dem Genf-Flug sowie auf dem Joint-Venture mit der Lufthansa Group.

Gibt es dafür bald mehr Genf-Flüge?

Über die exakten Gründe für die Aufgabe der Peking-Flüge - es handelt sich dabei nicht wie andernorts gemeldet nur um eine Winterflugplan-Streichung - lässt sich nur spekulieren. Natürlich liegt im Raum, dass Air China einerseits zahlreiche bestellte und bereits erhaltene B737MAX wegen deren globalem Grounding nicht wie geplant einsetzen kann und deshalb auf bestehendes Fluggerät zurückgreifen muss. Und da fallen relativ neue Routen wie Zürich schnell einmal zum Opfer. Deren Auslastung war möglicherweise noch nicht da, wo sich Air China dies vorstellte - wofür auch die zwischenzeitliche Streichung der Winterflüge im letzten Jahr spricht, was aber wiederum den Effekt hatte, für Unsicherheit bei Kunden zu sorgen.

Es ist aber nicht alles negativ. Zum einen könnten die seit Jahren bewährten Flüge ab Genf künftig aufgestockt werden, auf vier wöchentliche Flüge im Sommer. Entschieden ist hierzu noch nichts. Und nachdem Air China derzeit viele Airbus A350 einflottet (und z.B. in Shanghai bereits erfolgreich einsetzt), könnte es ja sein, dass in 2-3 Jahren Zürich wieder aufgenommen wird - dannzumal mit A350. Wobei dies zum jetzigen Zeitpunkt zugegebenermassen pure Spekulation ist.

(JCR)