Flug

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Die Umweltschutzkommission des Ständerates bringt den Vorschlag zuf Flugticket-Abgabe erneut ins Rollen - diesmal fällt die Gebühr deutlich höher aus. Bild: Nils Nedel

Flugtickets könnten bald 30 bis 120 Franken mehr kosten

Während der Nationalrat eine CO2-Abgabe ablehnte, ist die Umweltkommission des Ständerates nun aber dafür. Sie hat noch weitere Ideen, wie der schädliche Ausstoss einzudämmen ist.

Im Winter letztes Jahr fanden verschiedene Verhandlungen zu einem neuen Klimaschutzgesetz im Nationalrat statt. Schlussendlich scheiterten die Vorschläge bei der Schlussabstimmung. Nun stellt die Umweltkommission des Ständerates Massnahmen vor, wie das Klima künftig besser geschützt werden kann.

Demnach soll im neuen CO2-Gesetz nun doch eine Flugticketabgabe zwischen 30 und 120 Franken verankert werden, wie der «Tagesanzeiger» berichtet. Doch damit nicht genug: auch die Autofahrer sollen mit 10 Rappen pro Liter für Benzin und Diesel einen Beitrag leisten. Im Jahr 2025 könnte dieser sogar auf 12 Rappen steigen.

Die Einnahmen fliessen in den Ausbau der Infrastruktur von Elektroautos, wie zum Beispiel der Bereitstellung neuer Ladestationen. Die Strombetriebenen Autos will man künftig nämlich fördern. Für die anderen Fahrzeuge wie Autos, Lastwagen und Lieferwagen werden die CO2-Grenzwerte mit den EU-Richtlinien abgeglichen.

Geld fliesst in Gebäudesanierung

Noch immer verbrauchen die Gebäude in der Schweiz viel Energie, weshalb die energetische Sanierung schneller vorangehen sollte. Deshalb wird ein Teil der Abgaben in die Erneuerung der Bauten und Innovationsprojekte fliessen. Die Grenzwerte für den Emissions-Ausstoss soll der Bundesrat laut Kommission auch in diesem Bereich verschärfen – zum Beispiel mit einer Abgabe auf Heizöl von bis zu 210 Franken.

Mit diesen Massnahmen strebt die Umweltkommission an, die Senkung der Treibhausgas-Ausstosse der Schweiz um 60 Prozent gegenüber 1990 bis in das Jahr 2030 zu erreichen. Bis in das Jahr 2050 strebt man sogar an, die Ausstösse auf null zu reduzieren.

Die Umweltkommission des Ständerats diskutiert die Entscheidungen noch einmal im September. Danach behandelt der Ständerat das neue CO2 Gesetz in der Herbstsession.

(NWI)