Flug

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Mit dem Geld das für die kompensierten Flüge zusammenkommt, werden zum Beispiel Hilfsprojekte in Kenia unterstützt. Bild: Myclimate

Myclimate berechnet CO2-Emissionen jetzt noch genauer

In einem Projekt hat die Umweltorganisation die aktuellen Daten zur Luftfahrtindustrie ausgewertet, damit die Kompensationen der Flüge noch genauer sind.

Seit dem Jahr 2005 haben Reisende die Möglichkeit, den CO2 Ausstoss ihrer Privat- oder Geschäftsreise kostenfrei zu berechnen und direkt mit aktuellen Klimaschutzprojekten zu kompensieren. In diesem Jahr boomt dieser Trend besonders, denn es wurde bereits ein Wachstum von 40 Prozent verzeichnet.

Doch welche Faktoren beeinflussen die Höhe des klimaschädlichen Ausstosses? Damit der Myclimate Flugrechner möglichst genaue Ergebnisse liefert, hat das Unternehmen seine Standards auf die Europäische Norm im Transport (DIN) EN 16258 angepasst. Dazu wurden die aktualisierten Daten zu den verschiedenen Flugzeugtypen und deren Treibstoffverbräuchen, Anzahl Sitzplätze und die durchschnittliche Auslastung der wichtigsten internationalen Airlines analysiert.

Datenlieferant für das Projekt war die UN Organisation des Luftverkehrs International Civil Aviation Organization (ICAO). Ebenfalls eingeflossen für die Berechnung sind die Emissionen, die mit der Flughafeninfrastruktur und die Herstellung, den Unterhalt und die Entsorgung der Maschinen anfallen.

Doch damit nicht genug: Den Einbezug der zusätzlich geflogenen Kilometer aufgrund des Flugraumcontrollings oder Warteschlangen machen das Ergebnis noch präziser. Auch wird die Auswirkung der transportierten Fracht und die Vorkette der Kerosinproduktion bei der Festlegung des Kompensationsbetrags nicht ausgelassen. Geplant und umgesetzt hat das Projekt Daniel Berking, Diplomingenieur für Technischen Umweltschutz bei Myclimate.

Die Kompensationen fallen tiefer aus

Besonders bei Langstreckenflügen zeigen sich veränderte Werte durch den Miteinbezug neuer Faktoren. Tendenziell fallen sie etwas geringer aus, dies ist auch darauf zurückzuführen,  dass die Flugzeuge in den letzten Jahren neuer und effizienter wurden.

Ein Hin- und Rückflug von Zürich nach New York in der Economy-Klasse entspricht neu einem persönlichen CO2-Ausstoss von genau zwei Tonnen. Zuvor wurde für dieselbe Strecke Emissionen von 2,3 Tonnen berechnet.

«Wir haben lange an der Aktualisierung unseres Onlinerechners gearbeitet, dafür umfangreiche Recherchen durchgeführt und die neusten Daten der Industrie berücksichtigt. Mit dem Ergebnis sind wir überzeugt, die umfassendste und genauste Berechnung zu CO2-Emissionen für Flugstrecken interessierter Privatpersonen und Unternehmenskunden anbieten zu können», sagt Daniel Kammerer, Bereichsleiter Beratung & Lösungen bei Myclimate.

(NWI)