Flug

Eurowings.jpg
Mit Eurowings geht's unter anderem bald zu Sonnenzielen wie Las Vegas oder Phoenix. Bild: Eurowings

Eurowings fliegt also doch weiter Langstrecken

Noch vor wenigen Wochen präsentierte die Lufthansa Group eine neue Strategie für Eurowings, bei der auf Kurzstrecken gesetzt werden sollte. Nun aber wurde ein Ausbau der touristischen Langstrecke ab Frankfurt und München in Kooperation mit Eurowings vorgestellt. Damit folgt Eurowings definitiv dem Beispiel von Edelweiss.

Ende Juni liess die Lufthansa Group gegenüber Analysten verlauten, dass sich Eurowings künftig auf Point-to-Point-Europaverkehr konzentrieren werde und das Langstreckengeschäft den Hauptmarken Lufthansa, Swiss und Austrian Airlines überlassen wird. Anscheinend ist das bereits wieder Makulatur: Mit der Ankündigung der Lufthansa Group über den Ausbau des Langstreckenangebots ab München und Frankfurt im Sommerflugplan 2020 gehen auch neue Langstreckenziele von Eurowings einher.

Der Schwerpunkt liegt auf nordamerikanischen Destinationen – hier erweitert die Lufthansa Group ab dem nächsten Sommer ihr Angebot mit den Zielen Las Vegas, Phoenix, Anchorage, Orlando, Seattle, Detroit. Eurowings wird die neuen Routen Frankfurt-Phoenix (ab dem 29. April 2020 fünfmal pro Woche – jeweils montags, dienstags, mittwochs, freitags und sonntags) sowie Frankfurt-Anchorage (ab dem 1. Juni 2020 dreimal pro Woche – jeweils montags, donnerstags und samstags) bedienen, darüber hinaus auch die neuen Routen München-Las Vegas (ab dem 6. April 2020 zweimal die Woche –jeweils montags und freitags) und München-Orlando (ab dem 7. April 2020 dreimal pro Woche – jeweils dienstags, donnerstags und sonntags). Zudem werden die bereits ab dem Winterflugplan 2019/2020 angebotenen Routen ab Frankfurt nach Las Vegas sowie Windhoek (Namibia) auch im Sommer 2020 weitergeführt.

Natürlich können die Flüge ab München und Frankfurt ideal mit dem Kurzstrecken-Netzwerk der Lufthansa verbunden werden. Bislang bediente Eurowings ihre fünf bestehende USA-Strecken ab Düsseldorf. Ab München bietet Eurowings bereits seit Sommer 2018 Langstreckenverbindungen zu ausgewählten touristischen Destinationen an; ab Frankfurt wird die Leisure-Airline ab dem Winterflugplan 19/20 präsent sein. Ab Ende Oktober wird Eurowings ab Frankfurt Flüge zu den Ferieninseln Barbados, Mauritius sowie (wie erwähnt) nach Las Vegas und Windhoek anbieten.

«Wir werden über das bereits geplante Angebot ab Herbst 2019 hinaus unser Langstreckenangebot ab München und Frankfurt gemeinsam mit Eurowings deutlich ausbauen. Über die Zubringerflüge der Lufthansa und die Drehkreuze Frankfurt und München können unsere Gäste künftig noch einfacher die schönsten Plätze der Welt erreichen», sagt Harry Hohmeister, Mitglied im Vorstand der Deutschen Lufthansa AG und Chief Commercial Officer Network Airlines. Lufthansa werde bei der Vermarktung der neuen Eurowings Langstreckenziele mit ihrer weltweiten Vertriebsstärke sowie qualitativ hochwertigen Serviceprozessen am Boden unterstützen.

Ein Modell wie Edelweiss

Der Ausbau betrifft, wie anfangs erwähnt, natürlich nicht nur Eurowings. Ab München werden im Sommerflugplan 2020 unter der Hauptmarke Lufthansa neu auch Seattle (ab 1. Juni 2020 täglich ausser donnerstags) und Detroit (ab 4. Mai 2020 fünfmal pro Woche – jeweils montags, mittwochs, donnerstags, freitags und samstags) angeflogen. Ab dem 31. März 2020 fliegt Lufthansa zudem fünfmal pro Woche (dienstags, donnerstags, freitags, samstags und sonntags) in die indische Metropole Bangalore. Diese Städte werden alle erstmals ab München mit dem hochmodernen Airbus A350-900 angeflogen.

«Mit den neuen Sommerzielen 2020 ab München und Frankfurt zeigen wir einmal mehr, wie wir die Stärken der beiden Airlines zum Vorteil unserer Kunden kombinieren: Mit einem für Urlauber und Familien massgeschneiderten Angebot und einem frischen, modernen und innovativen Bordprodukt von Eurowings - unterstützt von der Marketing- und Vertriebspower der Lufthansa. Damit sind wir exzellent aufgestellt und positionieren die Lufthansa Group im wachsenden Markt der touristischen Fernreisen», sagt Thorsten Dirks, Mitglied des Vorstands der Deutschen Lufthansa AG und CEO von Eurowings.

Damit scheint die Lufthansa Group das in der Schweiz bewährte Modell von Edelweiss Air definitiv auch in Deutschland anzuwenden - beim Konzept wie auch teils bei den Destinationen, welche Edelweiss bereits in der Schweiz ab Zürich anbietet (Las Vegas, Orlando etc.). Offenbar hatte es ein internes Projekt namens «Edelwings» gegeben...

(JCR)