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Ryanair hat bereits ein turbulentes Jahr 2018/19 hinter sich. Bild: Anastasia Dulgier

Ryanair: Gewinn ist um 29 Prozent abgesackt

Der irische Billigflieger hat im abgelaufenen Geschäftsjahr massiv Gewinn eingebüsst. Bei Prognosen für das laufende Geschäftsjahr gibt sich die Airline vorsichtig.

Ryanair hat heute (20. Mai) ihre Jahreszahlen für das im März beendete Geschäftsjahr bekannt gegeben. Diese sind nicht schlecht, aber auch nicht besonders gut: Der Gewinn nach Steuern betrug satte 1,02 Milliarden Euro (), was jedoch im Vergleich zum Vorjahresergebnis einen Rückgang um 29 Prozent bedeutet.

Dieses Ergebnis kam zustande, obwohl der Ladefaktor um einen Prozentpunkt auf 96 Prozent verbessert wurde und man insgesamt auch mehr Passagiere (139 Millionen, +7 Prozent) beförderte. Auch der Umsatz war um 7 Prozent auf 7,56 Milliarden Euro gewachsen. Nota bene: In diesem Gewinn sind die 139,5 Millionen Euro «Start-Up-Verlust» im Zusammenhang mit der Übernahme von Lauda noch nicht berücksichtigt. Aus den Zahlen geht zudem hervor, dass mit Lauda die Passagierzahl bei 142 Millionen Gästen gelegen hätte, die Lauda selber also rund 3 Millionen Passagiere beförderte.

Ryanair-Chef Michael O'Leary erklärte die Gewinneinbussen mit den niedrigen Ticketpreisen - unter anderem bedingt durch das Fehlen des Ostergeschäfts im vierten Quartal, also Anfang 2019, aber vor allem aufgrund des knallharten Konkurrenzkampfs auf innereuropäischen Flügen. Der Durchschnittspreis pro Ticket sei im abgelaufenen demnach Geschäftsjahr um 6 Prozent auf noch 37 Euro gefallen. Ryanair hatte ein schwieriges Jahr 2018/19: Zwei Mal musste die Fluggesellschaft ihre Prognosen senken - im Herbst wegen Streiks und teurerer Kerosinkosten und zuletzt im Januar, wo der Gewinnrückgang bereits angekündigt wurde.

Die gestiegenen Kerosin-Preise standen mit 440 Millionen Euro zu Buche und trugen das ihre zum Gewinnverlust bei. Ryanair rechnet hier mit weiter steigenden Kosten. Allerdings wird auch mit weiter steigenden Passagierzahlen gerechnet - für das aktuelle Geschäftsjahr bis März 2020 rechnet Ryanair mit 153 Millionen Passagieren (+ 8 Prozent). Der Gewinn wird indes zwischen 750 Millionen und 950 Millionen Euro vorangeschlagen, also nochmals etwas tiefer. Die Börse hat diesen Ausblick heute Morgen mit einem Absacken des Kurses quittiert.

(JCR)