Flug

SAS_Aircraft-on-ground.jpg
Heute und in den kommenden Tagen bleiben zahlreiche SAS-Maschinen am Boden. Bild: Scandinavian Airlines

Die SAS-Piloten haben den Streik angetreten

Rund 1400 Piloten von Scandinavian Airlines sind heute Freitag wie angekündigt in den Streik getreten. Allein heute fallen 673 Flüge aus - darunter auch solche in die Schweiz.

Anfangs April drohten die Piloten von Scandinavian Airlines (SAS) mit einem Streik, den sie allerdings erst nach dem wichtigen Ostergeschäft antreten wollten. Die Zeit dazwischen konnte offenbar nicht für eine Einigung genutzt werden: Seit heute Morgen sind 1400 SAS-Piloten in Streik getreten.

In der Nacht von Donnerstag auf heute Freitag (26. April) lief eine gesetzte Frist aus. In Dänemark und Norwegen entschieden sich die Piloten für eine Fristverlängerung und verhandelten zunächst noch weiter; in Schweden hingegen waren die Fronten schon ab Mitternacht verhärtet. Inzwischen sind aber auch die Verhandlungen mit den norwegischen und dänischen Piloten definitiv gescheitert, so dass das Pilotencorps nun fast vollständig in den Ausstand getreten ist. Über 1400 SAS-Piloten sind demnach heute nicht am Arbeiten.

Laut schwedischen Medien bot SAS den Piloten eine Lohnverbesserung von 2,3 Prozent an und versprach, sich die Arbeitseinsätze genauer anzusehen (was die Piloten gefordert hatten). Allerdings hatten die SAS-Piloten Lohnerhöhungen von 13 Prozent angestrebt. In Norwegen und Dänemark dürften die Forderungen und Angebote und damit die Diskrepanz in einem ähnlichen Rahmen liegen.

72'000 betroffene Passagiere

Aktuell wurden 673 Flüge annulliert; laut SAS sollen rund 72'000 Passagiere betroffen sein. Darunter sind auch Schweizer Passagiere: Ein Blick auf den Flugplan am Flughafen Zürich zeigt, dass zwar die frühen Morgenflüge ab Zürich nach Stockholm, Oslo und Kopenhagen noch abflogen, jedoch spätere Flüge in diese Städte annulliert sind.

In einer Pressemitteilung, die um 03.30 Uhr verschickt wurde, entschuldigt sich SAS-Sprecherin Karin Nyman für die Umstände und verweist darauf, dass SAS immer noch verhandlungswillig ist - obwohl die Erfüllung der Forderungen der Piloten «stark negative Konsequenzen für das Geschäft der Fluggesellschaft» haben würde. Primär gehe es nun darum, betroffenen Passagieren Hilfe zu leisten.

Betroffen sind sowohl inländische, europäische als auch interkontinentale Strecken. 334 Flüge, welche von Partnern durchgeführt werden, können immerhin wie geplant durchgeführt werden. SAS ist jedenfalls vorbereit, auf einer speziellen Landingpage finden sich alle notwendigen Informationen für betroffene Passagiere.

(JCR)