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Er blickt auf eine 800-jährige Geschichte zurück: Der Hof zu Wil ist seit jeher das Wahrzeichen der Stadt. Bild: Stiftung Hof zu Wil, Damian Haller

Der Hof zu Wil erfindet sich neu

Restaurant und Coworking laufen bereits, Ausstellung und Herberge folgen: Das Team vom sanierten Hof zu Wil eröffnet 2026 neue Angebote. So will sich das Kulturdenkmal zum gesellschaftlichen Treffpunkt mausern.

Wehranlage der Grafen von Toggenburg, Äbtesitz oder Bierbrauerei: Der Hof zu Wil hat in der Vergangenheit bereits die verschiedensten Funktionen erfüllt – und der Reigen geht munter weiter. Das 800-jährige Wahrzeichen der Stadt im Kanton St. Gallen ist nämlich nicht nur ein Kulturdenkmal, sondern bietet nach umfangreichen Umbau- und Sanierungsmassnahmen auch viel Raum für frische Ideen.

«Einerseits galt es, die Bausubstanz zu erhalten. Andererseits wollten wir auch innovative Konzepte umsetzen. Als Resultat können wir nun einen gesellschaftlichen Treffpunkt anbieten, der Alt und Neu verbindet», sagt Geschäftsleiterin Nancy Flury.

Raum für neue Nutzung

Es ist ein wahres Generationenprojekt: In den vergangenen drei Jahrzehnten hat der Hof zu Wil bereits mehrere Bauetappen durchlaufen. So wurde unter anderem das Restaurant ins Erdgeschoss verlegt und ein neuer Zugang für den Hofkeller geschaffen. Die Stadtbibliothek zog ins ehemalige Brauhaus ein, und mittlerweile sind auch das zweite und dritte Obergeschoss sowie weitere Trakte erschlossen. Das alles hat viel Raum für neue Nutzungen geschaffen. Schrittweise werden diese Angebote nun eingeführt.

Die mietbaren Arbeitsplätze sorgen für eine so historische wie inspirierende Umgebung. Bild: Stiftung Hof zu Wil, Damian Haller

Schon im Spätmittelalter war der Hof zu Wil ein Ort des regen Austauschs. Und daran wird 2026 nahtlos angeknüpft: Seit Januar 2026 steht in den Fürstabt-Logen schliesslich ein neuer Coworking-Space zur Verfügung. Neben den flexiblen Arbeitsplätzen verfügt das Areal auch über einen Gemeinschaftstisch, einen «Deep Work»-Saal», eine Lounge und verschiedene Meetingräume. Für Begegnung und Austausch ist also gesorgt – für das entsprechende Fürstabt-Flair ebenso.

Eintauchen und ausschlafen

Nach dem Coworking-Space folgen im Sommer weitere Eröffnungsphasen. Zum einen wird mit den «Hofwelten» eine museale Inszenierung lanciert: Ab Juli 2026 können Besucherinnen und Besucher im Hof zu Wil tief in die lokale Geschichte eintauchen. Im Zentrum stehen dabei Grafen und Fürstäbte, aber auch Brände, Kriege und die Braukunst.

Zum anderen sollen ab Sommer/Herbst 2026 auch die Unterkünfte der «Hofherberge» ihre Türen öffnen. Gäste stehen ab dann sechs gemütliche Zimmer hoch über dem Stadtweiher zur Auswahl – bei dieser Aussicht fühlt man sich sicherlich fürstlich erholt.

Mehr Informationen unter hofzuwil.ch und st.gallen-bodensee.ch.

(BHA)