Ferienland Schweiz
Verpasste Chance für viele Schweizer Regionen und Anbieter
42'000 Schweizer Reiselustige haben sich während vier Tagen über ihre kommenden Reisen und Ferienaufenthalte in der Messe Zürich schlau gemacht. Ein Mysterium bleibt die geringe Präsenz von Schweizer Ausstellenden. Denn die Fespo-Besucher hätten durchaus Interesse, sich verstärkt Schweizer Regionen zu widmen für die Planung des angelaufenen Reisejahres.
Doch der Aufmarsch ist gering, die Anzahl Schweizer Aussteller ist an zwei Händen abzuzählen. Klar, es ist in den Wintersportorten gerade Hochsaison und die besten Leute für einige Tage an eine nicht ganz billige Messe zu delegieren, ist eine Krux.
Travelnews hat mit einigen Schweizer Ausstellern, die an der Fespo '26 präsent waren, gesprochen. Und die sind über die neuen Kontakte und das ausgelöste Interesse an ihrer Destination oder ihrem Hotel sehr angetan.
«Wir hatten eine gute Messe»
Bernhard Aeschbacher, Direktor der Tourismus Engadin Scuol Samnaun Val Müstair AG, zieht ein positives Fazit: «Wir waren dieses Jahr mit einem grösseren Stand vor Ort und konnten dadurch deutlich mehr Präsenz zeigen und viele gute Gespräche führen. Ich würde mir wünschen, dass künftig noch mehr Schweizer Anbieter an der Fespo & Golfmesse vertreten sind.»
«Wir hatten eine gute Messe», sagt Nadja Meisser vom Belvédère Strandhotel Spiez, «interessant war festzustellen, welch unterschiedliche Leute je nach einzelnen Tagen bei uns am Stand waren. Am Donnerstag waren eher ältere Leute und Pärchen hier, am Sonntag waren es vermehrt Familien mit Kindern.»
Nadin Wenger vom Deltapark Vitalresort am Thunersee, findet: «Hier in Zürich erreichen wir die von uns gewünschten Zielgruppen und die Kontakte waren qualitativ gut.»
«Für uns wars super», sagt Carolin Keuling, Event- und Kulturmanagerin der Bergtrotte Osterfingen. «Wir haben sehr viele potenzielle Kunden kennengelernt. Tendenziell am besten war für uns der Donnerstag. «Für uns als Eventlocation ging's darum, uns vorstellen zu können. Wir verfügen über zwei Säle und ein Restaurant. Seit einem Jahr managen wir die Location und verfügen über ein neues Gruppengeschäft und ein neues Kulturprogramm».
Auch Dorette Provoost, Geschäftsführerin von BnB Switzerland, war vor allem mit dem Donnerstag sehr zufrieden: «Man merkt, dass nicht mehr so viele Eintritte verschenkt werden. Und am Wochenende hatten wir viele Influencer am Stand, die uns ihre Zusammenarbeit anboten.