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Brigitte Roux: «Es geht darum, ein Bewusstsein zu erzeugen für die Schönheit unserer Natur und dafür, wie gefährdet sie ist.» Bild: zVg

Ein Lichtspektakel für die ganze Familie

Das kostenlose Lichtspektakel «Rendez-vous Bundesplatz» in Bern findet demnächst zum elften Mal statt. Travelnews hat sich mit der Produzentin und Veranstalterin Brigitte Roux zum beliebten Event unterhalten.

Urwälder bewachsen die Parlamentsfassade, Mammuts ziehen an den Besuchern vorbei und der Morteratschgletscher schmilzt mitten auf dem Bundesplatz dahin: Diese und weitere Illusionen erwarten die Zuschauer am diesjährigen Lichtspektakel Rendez-vous Bundesplatz (16. Oktober bis 20. November). «Planet Hope – Comeback» greift das Motto des vergangenen Jahres wieder auf, nachdem das Spektakel 2020 nur wenige Abende lang gezeigt werden konnte.

Travelnews hat sich mit der Produzentin und Veranstalterin des Rendez-vous Bundesplatz, Brigitte Roux, unterhalten.


Frau Roux, das Lichtspektakel «Rendez-vous Bundesplatz» findet diesen Herbst zum elften Mal statt. Wie fühlt sich das an, nachdem die Jubiläumsausgabe vergangenes Jahr nach acht Abenden den Corona-Einschränkungen zum Opfer fiel?

Da es momentan so aussieht, als ob tatsächlich alles wie geplant stattfinden kann, fühlt es sich gut an. Wir haben letztes Jahr so viele positive Reaktionen bekommen für unsere «Planet Hope»-Produktion. Es hat einen Nerv getroffen bei den Leuten. Unsere Geschichte erzählt von der Zerstörung unserer wunderbaren Natur, vermittelt aber auch Freude und Hoffnung. Gerade im Coronajahr 2020 waren da viele Emotionen im Spiel. Umso schöner ist es, dass in diesem Herbst – hoffentlich – sehr viele Menschen das Lichtspektakel bewundern können.

Die elfte Ausgabe steht unter dem Motto «Planet Hope – Comeback». Sehen wir nun nochmals dasselbe Programm wie 2020?

Viele der sehr eindrücklichen Szenen – vom Wal, der aus der Parlamentsfassade auf uns zu schwimmt, bis zum Windkraftwerk, das auf dem Bundesplatz emporwächst – zeigen wir sehr gerne nochmals. Schliesslich haben wir all das in monatelanger Arbeit auf die Beine gestellt und es haben nur wenige Menschen zusehen dürfen. Aber es gibt auch zwei neue, zusätzliche Szenen und somit wird die Show auch etwas länger.

Eine der Szenen ist der im Zeitraffer schmelzende Morteratschgletscher. Wollen Sie den Schweizer Zuschauern dieses Mal auch direkt den Spiegel vorhalten?

Wir wollen niemandem den Spiegel vorhalten und auch nicht mahnend den Zeigefinger erheben. Allerdings geht es schon darum, ein Bewusstsein zu erzeugen für die Schönheit unserer Natur und dafür, wie gefährdet sie ist. Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung, die Sustainable Development Goals, stehen im Zentrum der Geschichte um die Arche «Planet Hope». Alle UNO-Mitgliedstaaten sollten diese Ziele bis 2030 angehen oder sogar erreichen – auch die Schweiz. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg.

Das Spektakel kostet keinen Eintritt. Wie aufwändig ist es, jedes Jahr genügend Geldgeber zu finden, um diesen Gratis-Kulturanlass auf die Beine zu stellen?

Ganz ehrlich? Sehr aufwändig. Und es wird jedes Jahr schwieriger. Die Stadt Bern hat jedoch wieder einen Beitrag gesprochen und wir werden von langjährigen Sponsoren wie Migros Kulturprozent/Migros Aare, der Stiftung Vinetum sowie dem Kulturförderfonds der Berner Kantonalbank unterstützt. Ganz neu sind Engadin St. Moritz Tourismus und die ETH mit von der Partie. Aber keine Angst, das Lichtspektakel wird keine wissenschaftliche Abhandlung, sondern wie immer ein eindrückliches Erlebnis für die ganze Familie.

Spektakulär: Das Lichtspektakel des Rendez-Vous Bundesplatz in Bern. Bild: zVg

(TN)