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Der Himmelssee an der Grenze zwischen Nordkorea und China ist der Kratersee des Vulkans Paektu, dessen Besuch bisher streng geregelt war und nun etwas gelockert wird. Bild: asorrell80

Nordkorea: Touristen zelten am Kraterrand des Paektu

Das abgeschottete Land öffnet sich vorsichtig für Touristen. Ausländische Besucher dürfen am «Revolutionsvulkan» erstmals abseits der Touristenpfade ihre Zelt aufschlagen.

Für Touristen erschliesst sich eine bislang unzugängliche Seite Nordkoreas: Erstmals dürfen Besucher den Paektu, den grössten Vulkan des Landes, nicht nur besuchen, sondern abseits der touristischen Wege auch ihre Zelte aufschlagen. Bislang war das Programm für Besucher des Bergs streng kontrolliert: Touristen wurden von nahe gelegenen Unterkünften an der Krater chauffiert, durften die Landschaft mit dem eindrücklichen See nur in Begleitung eines Tour-Guides bewundern und mussten danach zurück.

Am Samstag trat eine erste kleine Camper-Gruppe ihre sechstägige Wandertour an. Die Touristen erklommen unter der Führung des Neuseeländers Roger Shepherd, Gründer des Tour Unternehmens «Hike Korea», den Berg, wagten einen Blick hinab in den Kratersee und zogen über ein Vulkan-Plateau weiter, um ihre Zelte aufzustellen. Shepard, welcher seit langem durch die Berglandschaften der koreanischen Halbinsel wandert, konnte die Regierung Pjöngjangs überzeugen, seine Gäste auch abseits der Touristenpfade führen zu dürfen.

Die Gegend um den Paektu an der Grenze zu China gilt als eine der schönsten Nordkoreas. Der Vulkan ist zwar noch aktiv, grössere Eruptionen gab es aber in den letzten Jahren nicht. Der Berg im abgeschotteten Land wird wegen seiner Bezüge zur regierenden Kim-Familie verehrt und gilt als geistige Wiege der koreanischen Revolution.

(YEB)