Destinationen

erbeben.jpg
Das Erbeben vom Sonntagabend war mit 6.9 noch stärker als das Beben vor einer Woche mit 6.4. Bild: Youtube.

Fast 150 Tote nach erneutem Erdbeben auf Lombok

Nur eine Woche nach dem letzten grossen Erbeben, wurde die Ferieninsel von einem weiteren heftigen Beben erschüttert. Auch auf Bali wurden Hunderte verletzt. Fast 900 Touristen werden derzeit von den Gili-Inseln evakuiert.

Am Sonntag kam es gegen 19.46 Uhr Ortszeit zum zweiten Mal innert nur sieben Tagen zu einem heftigen Erbeben auf der Ferieninsel Lombok: Mit der Stärke 6,9 auf der Richterskala war der Erdstoss noch heftiger als der letzte. Die Folge: Bislang wurden auf Lombok 142 Todesopfer gezählt, die Zahl dürfte weiter steigen, wie der örtliche Katastrophenschutz mitteilt. Die meisten Opfer wurden von Trümmerteilen tödlich getroffen. Mehrere Hundert Menschen wurden verletzt. 

Das Epizentrum lag laut der US-Erbebenwarte im Meer – 18 Kilometer nördlich von Lombok in 15 Kilometer Tiefe. Die grössten Schäden wurden an der Nordküste sowie in der Hauptstadt Mataram verzeichnet. Im Anschluss an das Beben wurde eine Tsunamiwarnung ausgesprochen, die viele Touristen und Einheimische dazu bewog, die Nacht in der Höhe im Freien zu verbringen. Die Warnung konnte mittlerweile wieder aufgehoben werden.

Hunderte Verletzte auf Bali - Touristen werden von Gili-Inseln evakuiert

Gemäss einer Mitteilung des EDA liegen derzeit keine Meldungen über betroffene Schweizer vor. Das Beben war auch im rund 100 Kilometer entfernten Bali deutlich zu spüren: Auch hier soll es mehrere Hundert Verletzte geben. Der Flughafen Denpasar wurde ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen, der Flugbetrieb läuft aber normal.

Rund 900 Touristen befanden sich zum Zeitpunkt des Erdbebens auf den benachbarten Gili-Inseln. Die Touristen werden mit Booten evakuiert und nach Lombok gebracht. Von dort aus soll der Grossteil nach Hause fliegen. Auch auf den Gili-Inseln soll es mehrere Verletzte geben. Mehrere Hotels wurden beschädigt.

Laut einer Mitteilung der lokalen Destination Management Company Asian Trails mangele es zurzeit an Booten, die Gäste von den Gilis nach Lombok bringen. Man warte darauf, dass die Regierung zusätzliche Flüge ab Lombok bestätige. Bali gelte als sicher – dasselbe hat Asian Trails allerdings auch nach dem ersten Erbeben über Lombok gesagt. Damals hiess es: «Geologen erwarten kein weiteres Beben. Wir halten die Reise nach Lombok daher für sicher und alle Buchungen werden wie gewohnt abgewickelt.» Einige Touristen dürften mit dem jüngsten Erdbeben gleich zwei in einer Woche erlebt haben. 

(LVE)