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Aktuelle Satellitenbilder zeigen das deutlich ausgeprägte Auge des Taifuns. Bild: Youtube.

Super-Taifun nimmt Kurs auf Taiwan

UPDATE: Mit 198 Stundenkilometer ist «Maria» im Anmarsch. Der Sturm soll gegen 17 Uhr den Norden Taiwans treffen. Zahlreiche Flüge sind am Dienstag von/nach Taiwan gestrichen. Der Super-Taifun dürfte danach in Richtung China ziehen.

UPDATE, 10.7.2018: Das Central Weather Bureau (CWB) schätzt, dass «Maria» mit 90-prozentiger Wahrscheinlichkeit am Dienstag zwischen 17 und 18 Uhr Ortszeit in Nord- und Nord-West-Taiwan auf Land treffen wird. Der Super-Taifun dürfte einen ganzen Tag brauchen, bis er Taiwan passiert hat.

Das CWB sprach eine See- und Landwarnung aus. Alle Schulen im nördlichen und östlichen Taiwan werden am Dienstag-Nachmittag geschlossen. Für den Dienstag wurden am Taiwan Taoyuan International Airport sowie am Taipei Songshan Airport bereits zahlreiche Flüge gestrichen, viele sind verspätet. 161 internationale Flüge und 117 Indlandflüge sind bislang annulliert worden, darunter Flüge der Cathay Pacific Airways, Air China und EVA Airways.

Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 Stundenkilometern

«Maria» heisst der Super-Taifun, der sich aktuell mit Windgeschwindgikeiten von bis zu 200 Stundenkilometern Taiwan nähert. Die Vorboten sind im Land bereits zu spüren: An der Nord- und Ostküste hat der Wellengang deutlich zugenommen. Auch die Philippinen spürt den Taifun, der hier den lokalen Namen «Gardo» bekam. Mehrere öffentliche und private Schulen blieben am Montag aufgrund schwerer Regenfälle geschlossen.

Aktuellen Berechnungen zufolge, könnte der Taifun am Dienstagabend knapp die nördliche Spitze Taiwans treffen, wo auch die Hauptstadt Taipeh liegt. Zuvor könnte «Maria» aber noch die zum südlichen Japan gehörenden Inseln mit voller Wucht treffen. Und auch auf der Rest des sonst schon gebeutelten Japans könnte die Auswirkungen des Super Taifuns zu spüren bekommen.

In Taiwan bereiten sich 30‘000 Soldaten auf den Ernstfall vor, die Öffentlichkeit wurde angewiesen, sich in Evakuationsbereitschaft zu halten und aufmerksam zu sein. Es werden starke Regenfälle erwartet, die Schlammlawinen und Überschwemmungen mit sich bringen könnten. Bereits am Montag wurden Dutzende Fährverbindungen zu den Inseln in der Umgebung unterbrochen.

Hat der Sturm Taiwan passiert, dürfte er Kurs in Richtung östliches China nehmen.

(LVE)