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Nehmen dem Zugpferd Jungfraujoch ziehen bei chinesischen Touristen vermehrt auch Orte wie Appenzell, Gruyère oder Rapperswil. Bild: TN

STC liegt 15 Prozent im Plus – dank Chinesen

Beim Switzerland Travel Centre ist die Hochsaison überaus gut angelaufen. Die Schweiz zieht mehr denn je Touristen aus China an.

Der grösste Reiseveranstalter für Ferien in der Schweiz, Switzerland Travel Centre, verzeichnet über 15 Prozent Wachstum gegenüber dem Vorjahr. Zwar nehmen Gruppenreisen ab, dagegen steigt der Individualtourismus an. So stehen längst nicht mehr nur noch die klassischen Ziele wie Jungfraujoch, Schwanenplatz Luzern oder Zermatt auf der «Bucket-List», sondern immer öfter Orte wie Appenzell, Gruyère oder Rapperswil, meldet STC in einer Mitteilung.

Seit November 2017 verkauft STC als erstes touristisches Unternehmen hierzulande eigene sowie ausgewählte Produkte von Partnern auf einem der grössten chinesischen Online-Reiseportale, dem «Fliggy Shop». Ende 2014 vom chinesischen Online-Grosshändler «Alibaba» lanciert, hat sich die chinesische Power-Plattform mit über 200 Millionen Nutzern inzwischen zu einem der grössten Reiseportale der Welt entwickelt. Dennoch ist «Fliggy Shop» (vormals «Alitrip») in der Schweiz noch weitgehend unbekannt. Das Switzerland Travel Centre hat als erstes touristisches Unternehmen hierzulande das grosse Potenzial eines Direktvertriebs im chinesischen Onlinemarkt erkannt: So werden seit November 2017 neben eigenen Rundreisen und dem Swiss Travel Pass auch Produkte der starken touristischen Zugpferde Titlis-, Jungfrau- oder Gornergratbahn via «Fliggy Shop» angeboten.

Kein Ende des Booms chinesischer Individualtouristen

Obwohl sich der Vertrieb der Produkte zu einem grossen Teil im digitalen Raum abspielt – 77 Prozent der Käufe werden heute in China nur noch über die Mobile-Apps abgewickelt –, spielt die persönliche Beratung auch beim Switzerland Travel Centre in China eine grosse Rolle: Bis zu zwanzig Chat-Nachrichten werden pro Kauf zwischen den Reisenden und dem Beratungsteam verschickt, über die Hälfte der häufig allgemeinen touristischen Anfragen gehen zwischen sechs Uhr abends und Mitternacht ein. Gekauft werden die Produkte rund um die Uhr, und zwar von Schweiz- und Reisebegeisterten aus ganz China: «Die meisten Produkte verkaufen wir in Shanghai, Peking und Guangzhou, die kaufstärkste Gruppe bilden zurzeit Frauen zwischen 18 und 25 Jahren», sagt David Yang, Fliggy Shop Operations Manager für das Switzerland Travel Centre in Peking.

Eine Ende des Booms chinesischer Individualtouristen scheint nicht in Sicht. Aufgrund der steigenden Nachfrage, unter anderem auch im «Fliggy Shop», hinsichtlich touristischer Angebote und Produkte aus der Schweiz wird 2019 in Hongkong das erste Büro von Switzerland Travel Centre im asiatischen Raum eröffnet. Eine neue Niederlassung mit zusätzlichen Beratungs- und Verkaufsmitarbeitenden vor Ort soll es dem Switzerland Travel Centre und seinen Partnern aus der Schweizer Tourismusbranche künftig noch leichter machen, via lokale Reiseveranstalter und über das Online-Reiseportal «Fliggy Shop» Zugang zum wachsenden chinesischen Markt zu erhalten.

Aber auch in der Schweiz ist vorgesorgt: Das gegenwärtige Team von drei Chinesisch sprechenden Mitarbeitern am Hauptsitz in Zürich bleibt bestehen, womit das Switzerland Travel Centre einen globalen Rundumservice für den chinesischen Wachstumsmarkt ermöglicht.

(TN)