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Der Volcán de Fuego ist ausgebrochen: ein Lavastrom hat das Dorf El Rodeo zerstört. Bild: Twitter

Vulkanausbruch in Guatemala: Mindestens 25 Tote

Der Feuervulkan Fuego ist dieses Mal besonders heftig ausgebrochen. Über 300 Menschen wurden verletzt. Der Flughafen Guatemala-Stadt musste wegen Asche auf der Landebahn geschlossen werden.

UPDATE

5.6.2018: Der örtliche Katastrophenschutz bestätigte die nach oben korrigierte Opferzahl von 65 Toten. Die Bewohner waren auf den Ausbruch nicht vorbereitet. Der Feuervulkan gilt als schwer zugänglich. Auf dem Vulkan war offenbar nur ein Seismometer installiert. Dieses Überwachungssystem gilt als rudimentär im Vergleich zu anderen Systemen, die mit Gasmessgeräten, Drucksensoren und Satelliten ergänzt werden. Im Gegensatz zum Vulkan Kilauea auf Hawaii, dessen Lava nur langsam herabströmt, spuckte Fuego einen sich schnell bewegenden pyroklastischen Strom aus - eine höchst gefährliche Mischung aus Asche, Gestein und vulkanischen Gasen. Pyroklastische Ströme können lawinenartig mit über Hundert Kilometer pro Stunde einen Vulkan hinunterrasen und dabei Temperaturen von 200 bis 700 Grad erreichen. Die Behörden warnen nun vor weiteren Schlammlawinen. Da das Gestein und die Asche auf dem Boden bleiben, können heftige Regenfälle diese Masse wieder fliessen lassen.

4.6.2018: Der etwa 40 Kilometer von Guatemala-Stadt entfernt liegende Feuervulkan ist so heftig ausgebrochen wie seit Jahren nicht mehr: Mindestens 25 Menschen starben, über 300 wurden verletzt. Die Behörden befürchten, dass die Opferzahlen noch weiter steigen.

Ein Lavastrom habe das Dorf El Rodeo zerstört, dabei seien Menschen in ihren Häusern verbrann, meldet der TCS. Die Opferzahl könne weiter steigen. Sacatepequez, Chimaltenango und Escuintla wurden vor Ascheregen gewarnt. Auch Guatemala-Stadt und Antigua Guatemala sind von Ascheregen betroffen.

Rund um den 3700 Meter hohen Berg mussten über 3000 Menschen in Sicherheit gebracht werden, insgesamt sind 1.7 Millionen Menschen vom Ausbruch betroffen. Der Vulkan liegt in der Nähe der bei Touristen beliebten Kolonialstadt Antigua, wo die Aschewolke deutlich zu sehen ist, wie Videos auf Twitter zeigen.

Eine riesige Rauch- und Aschewolke stieg bis zu sechs Kilometer hoch über dem Gebiet des Ausbruchs auf. Auch die einzige Piste des internationalen Flughafens La Aurora in Guatemala-Stadt wurde von einer Ascheschicht bedeckt. Der Flugverkehr musste unterbrochen werden. Die Reinigungsarbeiten laufen auf Hochtouren.

(LVE)