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Am Sonntag kam es in Surabaya zu Anschlägen auf mehrere Kirchen. Der jüngste Terror in Indonesien hat auch Bali in Alarmbereitschaft versetzt. Bild: Youtube.

Bali in höchster Alarmbereitschaft

Nach den Bombenanschlägen in Surabaya verschärft auch Bali die Sicherheitskontrollen am internationalen Flughafen und allen Zugangspunkten zur Insel.

Auf der indonesischen Insel Java sind in Surabaya am Sonntagmorgen bei einer Serie von Explosionen 10 Menschen getötet und über 40 Menschen verletzt worden. Am Montagmorgen kam es in der zweitgrössten Stadt Indonesiens zu einem weiteren Selbstmordanschlag mit zwei Mopeds auf die Polizeizentrale. Bei den vier Toten soll es sich um die Attentäter handeln, mindestens zehn Menschen erlitten Verletzungen.

Nicht nur in Jakarta wurden in der Folge die Sicherheitsvorkehrungen verschärft, auch Bali ist in höchster Alarmbereitschaft und hat am internationalen Flughafen sowie an allen Zugangspunkten der Insel (Gilimanuk, Padangbai sowie allen anderen Häfen) mehr Sicherheitspersonal aufgeboten und strengere Kontrollen verhängt. Auch in den Touristengebieten, Kulturstätten und den Konsulaten wurden die Sicherheitsvorkehrungen hochgefahren.

An Jakartas Internationalem Flughafen wurde die Zahl der Sicherheitskräfte von 500 Personen auf 700 erhöht. An den beiden grössten Flughäfen Indonesiens laufe der Flugbetrieb aber ohne Einschränkungen.

85 Prozent der indonesischen Bevölkerung sind Muslime. Immer wieder kommt es zu Anschlägen, die meistens werden von Tätern mit Verbindungen zur Terrororganisation Islamischer Staat (IS) verübt. Die jüngsten Anschläge in Surabaya sollen von einer einzigen Familie mit vier Kindern verübt worden sein, die der Extremistengruppe Jamaah Ansharut Daulah (JAD) angehörte. Die JAD unterstützt den IS, der die Anschläge dann auch für sich reklamiert hat. Indonesiens Präsident Joko Widodo fordert nun eine rasche Verschärfung des Anti-Terrors-Gesetzes.

(TN)