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Der Treasure-Hunt-Event in Kuba war ein voller Erfolg. Bild: JG

Kuba hautnah erlebt

Von Yves Eberli

61 Schweizer Reiseprofis waren vom 12. bis 17. April 2018 unterwegs auf einem Treasure Hunt in Kuba. Das sind die schönsten Eindrücke und Bilder des Trips.

Wir fahren im alten US-Cabrio durch die Strassen von Havanna, Buenavista Social Club im Ohr, die vielerorts bröckelnden Fassaden ziehen vorbei. Eindrücklich präsentiert sich Kubas Hauptstadt. Und mittendrin: 61 Reiseprofis aus der Schweiz.

Treasure Hunt nennt sich das Format, welches von Caribbean Tours organisiert wurde. Zwischen dem 12. bis 17. April stellte das Team rund um Javier Gonzalez und Barbara Eichinger eine Schatzsuche in Kubas Hauptstadt zusammen, welche die Reiseprofis ins Schwitzen brachte. Im Video äussert sich Javier Gonzalez zu Sinn und Zweck des Treasure-Hunts:

Treasure Hunt Cuba

Tag 1

Nach einem 11-stündigen Direktflug ist der Airbus A333 von Edelweiss sicher am «Aeropuerto Internacional José Martí» gelandet. Während dem Landeanflug auf den etwas ausserhalb von Havanna gelegenen Flughafen sieht man zahlreiche Plantagen und die Küste. Unten angekommen, geht es nach Kontrolle der zuvor ausgefühlten Touristenkarte und einem benötigten Porträt-Bild für die Einreise weiter auf die Suche nach dem Gepäck. Beim Busterminal erwartet Javier Gonzalez die insgesamt 61 Teilnehmer des erstmals in dieser Form durchgeführten FAM-Trip.

Während der Busfahrt vom Flughafen in Richtung Grand Hotel Manzana Kempinski heisst Gonzalez die Teilnehmer in Kuba willkommen. Nach einer 30-minütigen Fahrt und ersten gewonnenen Eindrücken von Kubas Haupstadt, finden wir uns im ersten Luxushotel Havannas wieder. Es liegt sehr zentral, ist sehr gross, entspricht europäischem Standard und ist mit allen Notwendigkeiten ausgestattet. Unmittelbar nach unserer Ankunft wurden die bereits vorreservierten Zimmer von den jeweiligen Teilnehmern bezogen, bevor es kurze Zeit später auf der Dachterrasse des Kempinski zu einem ersten Kennenlernen kommt.

Über den Dächern von Havanna wartet abends das ganze Organisations-Komitee rund um Javier Gonzalez mit vielen kleinen Häppchen sowie Mojito, Bier und Wein. Auch der Hoteldirektor Alessandro Benedetti heisst uns mit einer kurzen Ansprache herzlich willkommen. Haben wir bisher noch kaum kubanische Musik gehört, so lässt der DJ kurze Zeit später erste Rhythmen ertönen und lockt die Gäste auf die Tanzfläche. Es wird getanzt, getrunken, geschwatzt – doch allzu spät soll es aber noch nicht gleich werden.

Über den Dächern von Havanna kommt es zum ersten Kennenlernen. Bild: TN

Tag 2

Wegen der 6-stündigen Zeitverschiebung sind die ersten Teilnehmer schon etwas früher als geplant wach. Haben es die restlichen Teilnehmer auch aus den Federn geschafft, wird ein köstliches Frühstück gegessen, bevor wir alle um 9 Uhr im Briefing-Room erwartet werden. Zuvor werden die Treasure Hunter von Barbara Eichinger, Director of Business Development & Sales Europe bei Caribbean Tours, in Kleingruppen eingeteilt. Kurze Zeit später stellt Javier Gonzalez den Gruppen das volle Programm für die kommenden zwei Tage in einer humorvoll gehaltenen Präsentation vor.

Nachdem alle Fragen beantwortet sind, stürzen sich die Reiseprofis auf die alten US-Cabrios, Taxis oder jegliche weitere Form von Transportmittel und machen sich auf zu ihren ersten Posten. Diese variieren je nach Team stark. Die Einen zieht es in die Altstadt, andere posieren bereits ein erstes Mal mit Einheimischen auf einem Selfie und auch über den Dächern von Havanna gibt es einige Aufgaben zu lösen. Die Vielfalt der Posten gibt uns beste Möglichkeiten, Kuba live und hautnah kennenzulernen.

Nach einem kleinen Mittagessen in einem der zahlreichen kleinen Restaurants in Kubas Altstadt, führt es die Gruppen wieder auf die Strassen von Havanna. Bei strahlendblauem Himmel werden die Treasure Hunter am Nachmittag bei über 30 Grad in der Sonne grilliert. Gut wurde auf dem Packbefehl mehrmals auf Sonnencreme hingewiesen. Nachdem alle der insgesamt 14 Posten des ersten Treasure-Hunt-Tags gemeistert sind, geht es für die Gruppen zurück ins Hotel.

Die Posten waren zum Teil ziemlich versteckt. Daher sollte man lieber ein zweites Mal auf die Beschreibung zurückgreifen. Bild: TN

Nun ist es an der Zeit, die Sozial-Media-Kanäle zu befüllen. Die geschossenen Bilder und Selfies werden allesamt auf Facebook, Instagram und Co. hochgeladen und mit diversen Hashtags wie #treasurehuntcuba, #hotelplansuisse oder #dertouristiksuisse bestückt. Während einige noch mit dem uploaden der Sozialen Netzwerke beschäftigt sind, bleibt für die schnellen «Socializer» unter uns noch genügend Zeit für eine kurze Abkühlung im Infinity-Pool. Sind die Haare gestylt und die richtige Kleiderauswahl getroffen, geht es zum ersten Abend-Event, welcher von Allianz Global Assistance gesponsert wird.

Nach einem Empfang mit Blumenkette und einem ersten Getränk, folgen wir der Musik und machen uns auf den Weg ins Innere der Party-Location «Espacios». Die etwas hüftsteiferen unter uns (mich eingeschlossen) suchen schnell einmal die ersten Sofas auf, um sich den talentierten kubanischen Tänzern zu entziehen – in der Hoffnung, die körperliche Einschränkung mit etwas Mojito und kleinen Häppchen zu lösen. Angeführt von Javier Gonzalez machen aber etwas hemmungslosere Reiseprofis auf der Tanzfläche eine ausserordentlich elegante Figur.

Tag 3

Auch am dritten Tag des in dieser Form erstmals durchgeführten Treasure-Hunt-Events steht alles im Zeichen des Posten-Laufs. Wiederum werden die 61 Reiseprofis um 09.00 Uhr im Briefing-Raum des Kempinski Hotels erwartet, bevor es erneut auf Schatzsuche geht. Der Ablauf des heutigen Tages wiederspiegelt sich mehr oder weniger in dem des Gestrigen. Einzig bei der Route der Posten hat sich was geändert. Wer gestern in der Altstadt unterwegs war, wird heute sicherlich an einem anderen Ort zu finden sein. Die Organisatoren haben ganze Arbeit geleistet und ein geniales Format auf die Beine gestellt, welches sich abwechslungsreich, innovativ und kreativ präsentiert.

Der Plaza de San Francisco in Havannas Altstadt. Bild: TN

Nach weiteren sonnigen und schweisstreibenden Stunden in Kubas Hauptstadt neigt sich auch dieser Tag langsam aber sicher dem Ende zu. Wer jetzt auf einen gemütlichen Abend im Hotel hofft, wird eines Besseren belehrt. Auch für den heutigen Abend hat sich das Caribbean-Tours-Team einen geselligen Abend im Nachtleben Havannas überlegt. Bei der Wahl der Location haben Sie sich diesmal selbst übertroffen. Nahe einem riesigen Silo, steht uns für den heutigen Abend die moderne «El Cocinero Rooftop Bar» zur Verfügung, welche sich bei Sonnenuntergang noch schöner präsentiert.

Ist die Sonne untergegangen, geht am heutigen Party-Event die Post erst so richtig ab. Der DJ weiss mit einem bunten Mix aus Reggaeton, Electro und Klassikern zu überzeugen. Seine Rhythmen zwingen fast jeden Reiseprofi dazu, sich mindestens einmal auf der Tanzfläche zu bewegen. Die extra für den Event organisierte Tanzgruppe «Havana Queens» sorgt für zusätzliches Schweisstreiben und fordert den eine oder andere Treasure Hunter auch zu einem «Dancebattle» heraus. Ich würde nicht sagen, dass ich den Hüftschwung so beherrsche wie die Kubaner, aber für meine Ungelenkigkeit habe ich mich, so glaube ich, recht ordentlich geschlagen.

Tag 4

Nach zwei Tagen in der kubanischen Hauptstadt geht es am dritten Tag des Treasure-Hunt-Events für die Schweizer Reiseprofis nach Varadero. Für Frühaufsteher steht das Frühstücks-Buffet ab 07.00 Uhr bereit – Abfahrt ist um 08.30 Uhr. Wer den Mojito und die vielen Tanzschritte des letzten Abends noch in den Knochen spürt und daher lieber etwas länger im Bett bleiben will, dem steht während der Fahrt ein Sandwich und einige Früchte zur Verfügung, welche den Rausch vom Vorabend vergessen machen soll. Die Entdeckung des lang gezogenen Landes bringt längere Fahrten mit sich. Gut, wenn der Reisebegleiter etwas zu erzählen hat, wie in unserem Fall. Jesus Lorenzo, so heisst der gute Mann, kennt jedes Detail des Landes, redet über die Lohnverhältnisse von Kuba, äussert sich zu den Lebenserwartungen von Mann und Frau und erklärt, warum Kubaner ihr Land so lieben wie es ist.

Nach einer dreistündigen Busfahrt sind wir äusserst pünktlich in Varadero angekommen. Das 8000 Seelendorf zählt zu einem der beliebtesten Badedorte auf der Karibikinsel und lockt jährlich über eine halbe Million Touristen an. Für uns wird es mit dem Baden aber vorerst nichts, denn zunächst stehen einige Hotelbesichtigungen auf dem Programm. Hierzu wird in Kürze ein ausführlicher Artikel über die vier Hotels folgen.

Am vierten Tag geht es nach Varadero, wo einige Hotelbesichtigungen auf uns gewartet haben. Bild: TN

Im letzten der vier besichtigten Hotels, dem Paradisus by Melia, steht wiederum ein Treasure-Hunt auf dem Programm. Die 61 Reiseprofis werden von Javier Gonzalez und Dominik Jaworski, Activities Manager im Meliá Hotels International Division Cuba, über den Ablauf der Schatzsuche instruiert. Zuerst müssen die Teilnehmer ohne fremde Hilfe das zugeloste Hotelzimmer in der riesigen Hotelanlage finden. Ist dies geschafft, machen sich die Teams bei erneutem Traumwetter auf die Suche nach den vorgegebenen Posten. Von Yoga, über das flechten einer Rose bis hin zu einem Autorennen – auch hier haben die Organisatoren einmal mehr der Kreativität freien Lauf gelassen.

Für unseren letzten gemeinsamen Abend in Kuba haben sich das Team rund um Javier Gonzalez und Barbara Eichinger gleich selbst übertroffen. Am Strand des Paradisus by Melia ist eine wunderbare Location aufgebaut worden, welche keine Wünsche offen lässt. (Siehe Bildgalerie) Für musikalische Unterhaltung wurde auch hier gesorgt. Nach erfolgter Feuershow kommt es zur Entscheidung, welche Gruppe den Hauptpreis, ein Upgrade für die Business-Class für den Rückflug, gewinnt. Vorab bestimmt das Ziehen eines Tickets drei Teams, welche in die engere Auswahl kommen. Nachdem uns der DJ mit bester Musik unterhält, bleibt noch ein kurzer Tanz am Sandstrand, bevor die Reisebusse um 22.00 Uhr zurück nach Havanna aufbrechen.

An unserem letzten Abend sorgte eine Feuershow für Nervenkitzel. Bild: CT

Tag 5

Nachdem die Reiseprofis die ganze Schatzsuche brav mitgemacht haben, steht der heutige Tag zur freien Verfügung. Die Einen entscheiden sich, Havanna nochmals auf eigene Faust zu erkunden. Andere hingegen haben sich für den Tagesausflug angemeldet, welcher von Caribbean Tours als «Rustikale Entdeckungsreise» betitelt wird.

Die Tagestour bietet spannende Einblicke in das staatliche Landwirtschaftssystem von Kuba. Am Morgen geht es mit dem öffentlichen Zug in den Süd-Westen Havannas in den vom Tourismus noch unberührten Ort El Cano. Ein Grossteil der Bewohner lebt hier vom Töpferhandwerk, wie bei dem Besuch einer Keramikwerkstatt deutlich wird. Weiter geht die Reise mit den Besuchen eines Zentrums für Forschung und Entwicklung von Heilpflanzen, eines Gartens mit dekorativen Produkten und einer Produktionsstätte für die Konservierung landwirtschaftlicher Produkte. Den Schluss der Tour bildet der Besuch einer Finca, auf der Bananen, Avocados, Salat, Minze und weitere Produkte angebaut werden.

Gegen Abend reicht es noch für eine letzte Abkühlung im Infinity-Pool des Kempinski. Nachdem die Koffer gepackt, die Rucksäcke gefühlt und die Haare gestylt sind, geht es mit dem Bus zurück an den Flughafen. Noch ein letztes Mal wird mit dem Mojito angestossen, bevor der Airbus A333 von Edelweiss mit etwas Verspätung um 20.30 Uhr Ortszeit in Havanna den Boden verlässt. Gute neun Stunden später ist die Maschine sicher am Zürcher Flughafen gelandet. Dann heisst es Abschied nehmen.

Das sagen die Teilnehmer zum Treasure Hunt:

Kuba versprüht viel Charme und bietet kulturellen Reichtum. Wie travelnews.ch die Sehenswürdigkeiten und Eigenheiten Kubas wahrgenommen hat, lesen Sie in einigen Tagen.