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Sie überbrachten Good News aus Abu Dhabi ins Zürcher Volkshaus (v.l.): Sandra Praschak und Elisa Hehn vom Department of Culture & Tourism von Abu Dhabi. Bild: TN

Starkes Nachfragewachstum für Abu Dhabi aus der Schweiz

Das Gastland des diesjährigen Arabian Souk etabliert sich immer mehr als Reiseziel.

Abu Dhabi ist das grösste Emirat der Vereinigten Arabischen Emirate, mit einer Fläche, welche ungefähr jener der Schweiz entspricht. Dass das Emirat einerseits ab der Schweiz mit Etihad Airways nonstop erreichbar ist und andererseits extrem viele (kulturelle) Sehenswürdigkeiten und Attraktionen zu bieten hat, schlägt sich inzwischen deutlich in den Besucherzahlen nieder, wie Sandra Praschak (Department of Culture & Tourism, Abu Dhabi) im Rahmen einer Pressekonferenz zum Arabian Souk im Zürcher Volkshaus am Dienstag verlauten liess.

Laut Praschak kamen im abgelaufenen Jahr rund 24'000 Schweizer nach Abu Dhabi, was einem Wachstum von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. «Das ist exorbitant gut, betrug doch das durchschnittliche Besucherwachstum in allen Märkten bloss 4,8 Prozent», freut sich Praschak und verweist darauf, dass das prozentuale Wachstum das deutlich stärkste im deutschsprachigen Raum ist. Insgesamt wurden 92'813 Übernachtungen von Schweizern registriert, und bei einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von 4 Nächten kommt man so auf rund 24'000 Einreisen.

Die Kreuzfahrtgäste sind in obigen Zahlen übrigens nicht integriert, da sie keine Übernachtung vor Ort tätigen (und wenn doch, vor oder nach der Reise, figurieren sie doch in der Statistik). Laut Praschak kamen im abgelaufenen Jahr genau 4078 Schweizer Gäste per Kreuzfahrtschiff nach Abu Dhabi - das klingt bescheiden, doch ist man damit auf Rang 9 der besucherstärksten Kreuzfahrtmärkte, mit rund 2 Prozent Marktanteil. Insgesamt kamen 346'000 Kreuzfahrtpassagiere nach Abu Dhabi, bei insgesamt 118 Anläufen mit 18 Schiffen. Drei Reedereien machen in Abu Dhabi übrigens sogar «Homeporting», nutzen also Abu Dhabi als Ausgangshafen: MSC, AIDA und Celebrity.

Als zusätzlichen Faktor für gute Nachfrage aus der Schweiz dürfte wirken, dass Abu Dhabi bei einer Untersuchung des Nortel-Instituts und des World Economic Forum Davos bei einem globalen Ranking der sichersten Länder auf den weltweiten Platz 2 kam, geschlagen nur von Finnland. «Da Schweizer beim Reisen auch Wert auf Sicherheit legen, ist dies ein weiteres gutes Argument für Ferien in Abu Dhabi», sagt Praschak.

Special Olympics in Abu Dhabi

Auf ein sportliches Highlight darf sich Abu Dhabi übrigens in einem Jahr freuen. Nein, nicht die Formel 1 oder irgendein Fussball-Event - vom 14.-21. März 2019 werden im Emirat die «World Summer Games» der Special Olympics durchgeführt. Dies durfte Bruno Barth, Geschäftsführer Schweiz von Special Olympics, im Plenum sowie in der Pressekonferenz ankündigen. Etwas irritiert war Barth darüber, dass weiterhin sehr vielen Schweizern nicht bekannt sei, was die Special Olympics überhaupt seien - diese gehören zur Olympia-Familie und sind die Olympischen Spiele für Menschen mit geistiger Beeinträchtigung; im Gegensatz zu den Paralympics, den Olympischen Spielen für Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung. Die Special Olympics sind übrigens der grössere Anlass als die Paralympics.

Der grosse Sportanlass wird Menschen aus 70 Ländern in Abu Dhabi zusammenbringen, wo sie sich in 24 Sportarten messen. Die Schweiz wird natürlich auch mit einer grossen Delegation mit dabei sein. Es ist übrigens das erste Mal, dass die Special Olympics in einem Land aus dem arabischen Raum ausgetragen werden.

Faszinierende Stadt am Golf: Abu Dhabi. Bild: DCT Abu Dhabi

(JCR)