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Der Süden Kaliforniens, insbesondere das Santa Barbara County, kommt nicht zur Ruhe: nach den Waldbränden ist die Gegend nun von Sturzfluten betroffen. Bild: twitter

Südkalifornien: nach den Feuern die Sturzflut

Die Wassermassen trafen vielerorts genau die Gebiete, die erst vor wenigen Wochen mit verheerenden Bränden zu kämpfen hatten.

Der Süden Kalifornien ist von Schlammlawinen und Sturzfluten heimgesucht worden. Mindestens 13 Menschen haben ihr Leben verloren. Am Dienstag hatte ein kräftiger Sturm Erdrutsche ausgelöst. Betroffen ist vor allem Montecito im Santa Barbara County, nordwestlich von Los Angeles. Rettungskräfte durchkämmen die von Geröll beschädigten und zerstörten Häuser nach Überlebenden. Rund 300 Personen sassen in einem Canyon fest.

Die meisten Toten wurden in Montecito, einem exklusiven Vorort von Santa Barbara, in den Überresten ihrer Häuser gefunden. Gebäude wurden von Wasser und Geröll mitgerissen. Teilweise stand der Schlamm hüfthoch in den Strassen.

Nach Angaben der Polizei im Verwaltungsgebiet Santa Barbara wurden mindestens 25 Personen verletzt, wie die «Los Angeles Times» berichtete. Feuerwehr und Polizei hätten Dutzende von Personen gerettet, teils mit Einsätzen aus der Luft, hiess es. Tausende Anwohner waren aufgefordert worden, gefährdete Bezirke zu verlassen.

Die bei Santa Barbara lebende Talk-Show-Moderatorin Ellen DeGeneres postete am Dienstag eine Luftaufnahme von der überschwemmten Region. «Dies ist kein Fluss. Das ist die Autobahn 101 in meiner Nachbarschaft», schrieb sie zu dem Foto von einer schlammbedeckten Strasse.

Auslöser der Schlammlawinen und Sturzflut war selten heftiger Regen. Die Wassermassen trafen vielerorts genau die Gebiete, die erst vor wenigen Wochen mit verheerenden Bränden zu kämpfen hatten.

Nach den schweren Bränden habe die Oberfläche der Hügel Schlamm und Wasser nichts mehr entgegenzusetzen gehabt, hiess es. In Los Angeles fiel gemäss den Angaben so viel Regen wie seit vielen Monaten nicht mehr.

(AWP/SDA)