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Simbabwe lockt mit seinen spektakulären Victoria Falls und ist für Safaris eine beliebte Destination. Bild: Pixabay.

Simbabwe darf wieder bereist werden

Der langjährige Präsident, Robert Mugabe, hat seinen Rücktritt verkündet, das EDA die Reisewarnung aufgehoben. Während Knecht Reisen die Destination noch nicht aktiv verkauft, hat Private Safaris schon wieder erste Buchungen entgegengenommen.

Simbabwe macht momentan Schlagzeilen: Ein Militärputsch sorgt in der Hauptstadt Harare für die Präsenz von Panzern der Armee. Die Bevölkerung, das Militär und die Regierungspartei forderten den Rücktritt des Langzeit-Präsidenten Robert Mugabe. Diesem Wunsch ist Mugabe am Dienstag nachgekommen.

Aufgrund der politischen Situation hatte das Eidgenössische Department für auswärtige Angelegenheiten (EDA) von Reisen nach Simbabwe abgeraten. Jetzt kam für Reiseveranstalter und Afrikafans die freudige Nachricht: Das EDA rät nicht mehr von touristischen und anderen nicht dringenden Reisen ab.

«Hätte das Land gerne weiterhin angeboten»

Claudio Nauli, CEO von Private Safaris, ist erleichtert: «Wir haben nach der Aufhebung der Reisewarnung bereits wieder eine Buchung erhalten. Ich hätte Simbabwe auch gerne zuvor weiterhin angeboten», aber aus rechtlichen Gründen müsse man als Reiseveranstalter bei einer Warnung des EDA die Destination aus dem Angebot nehmen.

Reisende konnten vor der Aufhebung der Reisewarnung das Land natürlich trotzdem besuchen, mussten aber in diesem Fall unterschreiben, dass sie dies auf eigene Gefahr tun. «Das verunsicherte die Kunden verständlicherweise. Eine Person hatten wir deshalb umgebucht. Unsere beiden Kunden, die beim Aussprechen der Reisewarnung im Land waren, haben hingegen unterschrieben und ihre Reise ohne Probleme fortgesetzt», sagt Nauli. Nun ist er froh, dass die Reisewarnung aufgehoben wurde und die Kunden wieder «normal» ins Land reisen können.

Die politische Situation sei im Land schon länger kritisch. Die Bevölkerung sehe den jetzigen Wandel gemäss seinen Informationen aber sehr positiv und die Stimmung sei optimistisch. Harare selber sei dann auch kein für Touristen attraktiver Ort – insofern würden sich Reisende ohnehin nicht im wohl am meisten gefährdeten Gebiet aufhalten.

«Wir verkaufen das Land nicht aktiv»

Auch Knecht Reisen hat die Destination kurzzeitig aus dem Angebot genommen. Marcel Gehring, CEO Knecht Reisen AG, sagt: «Wir beobachten die Situation in Simbabwe genau und stehen auch laufend in Kontakt mit unseren lokalen Agenturen. Die Lage im Moment scheint ruhig, jedoch unübersichtlich zu sein. Die von uns vermittelten Leistungen (vor allem in den Nationalparks Hwange und Mana Pools sowie Victoria Falls) sind von den teilweise stattfindenden Demonstrationen nicht betroffen.»

Zurzeit weise Knecht Reisen Kunden auf die Situation in Simbabwe hin und verkaufen das Land nicht aktiv. Kunden, die trotzdem reisen möchten, vermittele man seit der Aufhebung der Reisewarnung durch das EDA die entsprechenden Leistungen aber wieder.

Die Entwicklung der Lage ist ungewiss

Das EDA schreibt in den am 20. November aktualisierten Reisehinweisen:

«Seit dem 15. November 2017 besteht in Harare eine erhöhte Präsenz der Armee und anderer Sicherheitskräfte. Armee, Regierungspartei und Bevölkerung fordern den Rücktritt von Präsident Mugabe. Es kommt zu zahlreiche Demonstrationen. Die Entwicklung der Lage ist ungewiss.»

  • Lassen Sie in Simbabwe grösste Vorsicht walten und seien Sie nach Einbruch der Dunkelheit nicht unterwegs.
  • Meiden Sie Massenveranstaltungen und Demonstrationen jeder Art grossräumig.
  • Informieren Sie sich in den Medien über die Entwicklung der Lage und bleiben Sie in Kontakt mit Ihrem Reiseveranstalter.
  • Befolgen Sie die Anweisungen der lokalen Behörden.

(LVE)