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Ein Tag am Strand kann je nach Destination richtig teuer werden. Bild: Pixabay.

Welche Strände sind am teuersten, welche am günstigsten?

Von Tinga Horny

Wer im Winter für Sonne und Meer in die Ferne fliegt, kann bereits an den Strandkosten ablesen, wie kostspielig die Ferien werden.

Vor allem die Tropen empfehlen sich im Winter als sonnensichere Klimazone, badewannenwarmes Wasser mit eingeschlossen. Nun geht noch darum, den Überblick über die Kosten zu behalten. Ein gutes Barometer dafür sind die Nebenkosten am Strand. Hier zeigt sich schnell, wie teuer die Ferien werden können. Das Reiseportal Travelbird hat in einer Studie die Kosten für einen Warenkorb aus Sonnencreme (200 ml), Eis, Bier (0,33 cl), Trinkwasser (0,5 l) und Mittagessen (mit Getränk und Dessert) von über 300 Stränden in mehr als 70 Ländern untersucht.

Demzufolge gilt für die tropischen Strände dieser Welt grundsätzlich: Je schwieriger sie zu erreichen sind, desto höher sind die Kosten.

Richtig teuer wird der Strandtag auf Tahiti, den Seychellen und Barbados

So verwundert es wenig, dass die Südseeinseln Moorea mit Mareto Plage Publique und Tahiti mit La Plage de Maui auf Spitzenwerte von je über 55 Euro pro Tag für den Warenkorb kommen. Tahitis Plage de Maui darf sich zugleich rühmen, mit rund 7,07 Euro das teuerste Bier weit und breit zu verkaufen. Zum Glück ist Hopfensaft kein Pflichtgetränk und Wasser mit 1,90 Euro pro Flasche zwar nicht billig, aber es kommt noch lange nicht an den Spitzenpreis von 2,43 Euro am Mullins Beach auf Barbados. Nicht viel preiswerter ist Bier mit glatt 7 Euro dagegen am Anse Vata, dem Strand der Hauptstadt Noumea in Neukaledonien. An diesem Küstenabschnitt ist auch das Mittagessen mit 26,99 Euro kostspielig.

Bondi Beach, Copacabana und Long Beach sind ebenfalls nichts für Schnäppchenjäger

Mit 6,81 Euro ist eine eisgekühlte Dose Bier auch auf den Seychellen nicht gerade etwas für Sparfüchse. Die Sonnencreme auf den exklusiven Seychellen vergessen zu haben, kommt allerdings einem Bussgeldbescheid für Falschparken gleich. An den Stränden von Anse Georgette auf Praslin und Anse Soleil Beach auf Mahé wird der Erwerb einer mickrigen 200-Milliliter-Tube mit je 25,12 Euro geradezu bestraft. Darauf bitte einen grossen Schluck Wasser, das zwischen 89 und 94 Cents kostet - geradezu ein Schnäppchen!

Konsequent hochpreisig mit durchschnittlichen Gesamtkosten zwischen 41 und 45 Euro pro Tag sind auch populäre Strände wie Bondi Beach bei Sydney, Copacabana in Rio de Janeiro, Long Beach in Kalifornien, die Fidschis in der Südsee und West Palm Beach, Florida. In Palm Beach sind es vor allem die Kosten von 26,99 Euro für das Lunch, die das Strandleben pekuniär in die Höhe treiben.

Indien, Thailand, Bali und Mexiko sind günstig

Und wo ist es nun am günstigsten? Vietnam, Indien und Thailand, sodann mit etwas Abstand Bali und die Dominikanische Republik gehören zu den Ferienzielen, die mit niedrigen Preisen locken.

Mit durchschnittlichen Strandkosten von 12,43 Euro pro Tag führt der Cua Dai Beach im vietnamesischen Hui'an die Hitliste an. Es folgen Varkala Beach in Kerala und Benaulim Beach in Goa mit einem Preisniveau um die 16 Euro, Railay Beach auf Krabi mit 18,23 Euro sowie Punta Cana, Dominikanische Republik, und Nusa Dua auf Bali, mit je etwa 19 Euro.

Bei den Einzelausgaben wird am Cua Dai Beach die günstigste Sonnencreme für 1,84 Euro geboten. Nur 29 Cent kostet die Flasche Wasser in Goa. Wer Bier mag, sonnt sich am besten am Cua Dai Beach oder in Tulum, Mexiko. An beiden Stränden kostet der Hopfensaft 1,92 Euro.

Auch Kuba und Punta Cana lassen die Touristen nicht bluten

Leute, die gerne ausgiebig essen, bevor sie eine Siesta einlegen, kommen am günstigsten mit 6,46 Euro pro Mahl mit Getränk und Dessert an Malaysias Coral Bay auf Pangkor weg. Wer bereit ist, zwischen sieben und acht Euro für das Mittagessen auszugeben, der hat die Wahl zwischen Cua Dai Beach, Tulum, Cancun, Kuba und Punta Cana.

Übrigens, wer denkt, nur Asiens Stände wären besonders erschwinglich, der irrt. Auf der Travelbird-Liste der günstigsten Strände nimmt Büsum in Schleswig-Holstein mit im Schnitt 17,96 Euro Strandkosten täglich Platz 14 ein. Und selbst die Hörnumer Nehrung im angeblich so teuren Sylt kann bei einem Tagesdurchschnittspreis von 18,19 Euro durchaus mit Thailand und Bali konkurrieren. Das Dumme ist nur, dass Nord- und Ostsee um diese Jahreszeit nicht ganz so warm sind.