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Amsterdam will weniger Touristen und solche, die mehr Geld ausgeben. Bild: Fotolia.

Amsterdam hat die Nase voll: Billig-Touristen nicht mehr erwünscht

In Amsterdams Innenstadt dürfen keine weiteren Geschäfte eröffnen, die sich an Touristen richten. Ausserdem soll die Touristensteuer erhöht und das Kreuzfahrtterminal aus dem Zentrum verlegt werden.

Genug ist genug: Amsterdam geht rigoros gegen den Massentourismus vor. Die Stadtverwaltung verbietet das Eröffnen von neuen Shops in der Innenstadt, die sich an Touristen richten. Betroffen sind 40 Strassen. Das heisst konkret: Keine weiteren Eisdielen, keine Velo-Verleihs und keine neuen Ticketshops. Auch Fastfood-Läden werden nicht gestattet. Es gebe bereits 280 solcher Läden, das sei mehr als genug, lautet die Begründung.

Im Jahr 2016 verzeichnete die 850‘000 Einwohner zählende Stadt insgesamt 17 Millionen Touristen. Das Problem: Viele der Besucher gehören der Kategorie Low-Budget an. Sie würden kaum Geld ausgeben und wenn, dann nur für billigen Alkohol und Fastfood. Anstatt Museen zu besuchen und schön essen zu gehen, machen die Touristen in erster Linie Party.

Das will man ändern. Im Jahr 2019 soll die Touristensteuer auf bis zu 10 Euro pro Nacht erhöht werden. Der Neubau von Hotels will man künftig einschränken, Privatvermietungen via Airbnb besser überwachen und das Kreuzfahrtschiff-Terminal soll aus dem Zentrum verlegt werden.

(TN)