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Ruhe vor dem Alltag – bei einem Spaziergang am Strand von Juist. Bilder: J. OLCHERS & OLIVER FRANKE

Sponsored «Hier gibt’s Nichts zu erleben» – und deswegen muss man hin!

Von Daniel Meyer

Rau im Herbst, stürmisch im Winter, frisch im Frühjahr und wenn man Baden will, ist Ebbe. Die Nordsee steht mit dem Wattenmeer seit 2009 auf der UNESCO Liste der Weltnaturerbe. Längst ist sie für viele Schweizer kein Geheimtipp mehr. Warum ist das so?

Als ich einmal im Herbst nach einem Spaziergang mit meiner Freundin am Strand von Juist in eines der gemütlichen Restaurants mit Meerblick einkehrte, war es trotz oder gerade wegen des kühlen und windigen Wetters erstaunlich voll. So haben wir freundlich gefragt, ob wir uns zu einem Pärchen setzen dürfen. «Gerne, ich bin der Reto, das ist die Claudia, setzt euch», sagte der freundliche Schweizer mit dem urtypischen Akzent.

Auch wir stellten uns kurz vor und fragten dann, was die beiden zu dieser Jahreszeit an die Nordsee ziehen würde? Claudia hatte eine erstaunliche Antwort parat: «Hier gibt’s nichts zu erleben. Hier bist du einfach ganz weit weg von deinem Alltag. Du hast hier deine Ruhe und keiner geht dir auf die Nerven. Keine Tram, keine Hektik und endlich mal abschalten. Nicht einmal Autos gibt’s hier, nur Pferdekutschen.»

Sie kommen beide aus Zürich, arbeiten dort viel und haben kaum Zeit mal in die Berge zu fahren. Im sonnigen Mittelmeer sei es ihnen im Herbst zu voll, genauso wie in der Stadt. Sie wollten abschalten und alles hinter sich lassen. Einfach entspannen, lesen, sich unterhalten und draussen den Wind und das Meer spüren.

Das Erlebnis ist die Natur...

Schon im vergangenen Jahr waren die beiden unterwegs an der Nordsee. Im Mai sind sie von Zürich für ein paar Tage nach Sylt geflogen. Direkt. Einsteigen, eine Stunde fliegen und ab ans Meer. Ich wusste gar nicht, dass es einen internationalen Flughafen auf der «Königin der Inseln» gibt. Sie haben dort eine Wattwanderung gemacht. Normalerweise erfährt man bei einer solchen Exkursion über den Meeresboden allerhand über die dort lebenden Pflanzen und Tiere, insbesondere über die Vögel und die berühmten Wattwürmer. Aber auf Sylt gibt es auch noch die «Sylter Royal». Eine pazifische Auster und damit eine ganz besonders wohlschmeckende Muschel. Direkt im Meer kann man sie probieren. Frischer geht’s nicht!

Nach der Wanderung waren die beiden noch im Erlebniszentrum Naturgewalten und haben sich die Ausstellung über das «Leben mit Naturgewalten», die «Kräfte der Nordsee» und unser «Klima» angesehen. Also irgendwie klingt das für mich nach vielen Erlebnissen und nicht nach «Nichts». Aber vermutlich ist das besondere Erlebnis eben die Natur. Man hat das Gefühl, dass es nichts gibt, ausser Weite, den Deich, den Strand und das Meer – und dann passiert da ja doch ganz schön viel in diesem Lebensraum.

An Nichts denken und einfach entspannen…

Im kommenden Winter soll es dann zum dritten Mal an die Nordsee gehen. In welchen Ort wissen Claudia und Reto noch nicht, denn es gibt entlang der gesamten Küste neue Hotels mit Atmosphäre, Wellness-und Thalassoanwendungen und Spitzen-Gastronomie. Eine Woche Entspannen im Dezember wäre schon ganz gut.

«Noch mal herauskommen aus dem Weihnachtstrubel», sagt sie. Claudia möchte gerne «Thalasso» kennenlernen. Sie hat gelesen, dass die frische und salzige Luft beim Strandspaziergang besonders im Herbst und Winter gut für die Atemwege ist und auch Meerwasserbäder oder Schlickpackungen in den Thalassozentren zum Wohlbefinden beitragen. Besonders schön findet sie die Vorstellung, dass man in der warmen Sauna sitzt und auf das Meer schaut, wenn es so richtig winterlich-kalt ist. Und dann ergänzt sie, dass ein Besuch auf einem der maritimen Weihnachtsmärkte zum Christmas-Shopping auch noch drin wäre.

Wenn man daran denkt, dass es «Nichts zu erleben gibt», haben sich die beiden in die weite Landschaft, die raue Natur und das erholsame «Nichts» an der Nordsee, fernab von der Hektik Zürichs, scheinbar richtig verliebt.