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In der Nacht auf Samstag dreht der Hurrikan Irma von der Nordküste Kubas ab und nimmt Kurs auf Florida. Bild: National Hurricane Center

«Wenn Sie jetzt noch zu Hause sind: Bitte gehen Sie»

Florida erwartet Irma: der Hurrikan dürfte in den nächsten Stunden die Küsten erreichen, zunächst die Florida Keys. In Kuba prallte der Monster-Hurrikan auf das Camaguey-Archipel.

Der US-Bundesstaat Florida bereitet sich auf das Schlimmste vor. Hurrikan Irma wird in der Nacht auf Sonntag erwartet. Die Behörden rufen fast sechs Millionen Menschen zur Evakuierung auf.  «Wenn Sie jetzt noch zu Hause sind: Bitte gehen Sie», forderte Floridas Gouverneur Rick Scott.

«Irma» wird mit dem Hurrikan «Andrew» verglichen, der am 24. August 1992 Florida verwüstete. Nur sind heute deutlich mehr Menschen betroffen, die Bevölkerungszahl Floridas hat massiv zugenommen.

In Erwartung von Irma hat das amerikanische Militär tausende Soldaten mobilisiert. Damit sollen Such- und Rettungsmissionen sowie Evakuierungen unterstützt werden. Mehrere grosse Navy-Schiffe bereiten sich auf Hilfseinsätze vor.

Vor dem anrückenden Wirbelsturm sind derzeit hunderttausende Einwohner in Florida auf der Flucht. Auf den beiden Highways entlang der Küsten des Bundesstaats bewegen sich die Autoschlangen Stossstange an Stossstange langsam nach Norden. Die Meteorologen erwarteten, dass Irma am Samstagabend mit Windgeschwindigkeiten von 240 Stundenkilometern auf die Südküste von Florida prallen wird.

Eine Million Kubaner in Sicherheit gebracht

Das Zentrum des Hurrikans wird Prognosen zufolge zuerst die Inselgruppe der Florida Keys auf Höhe von Marathon treffen. «Nirgends auf den Florida Keys wird es sicher sein», schrieb der Nationale Wetterdienst auf Twitter. «Irma» ist einer der stärksten Stürme, die jemals in der Region gemessen wurden.

In der Karibik kostete er nach ersten Schätzungen mehr als 20 Menschen das Leben.

Der Monster-Hurrikan Irma traf am späten Freitagabend in Kuba auf Land und prallte auf das Camaguey-Archipel, wie US-Meteorologen mitteilen. In Kuba waren zuvor nahezu eine Million Menschen in Sicherheit gebracht worden, ebenso rund 10'000 ausländische Touristen.

(TN)