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In Jesolo türmten sich die Pedalos. Bild: Raffaele Dedin/Facebook

Windhose fegte über den Campingplatz

Die italienischen Badeorte Jesolo und Caorle an der Adriaküste erlebten eine schwarze Stunde. In den Touristenorten wurden mehrere Personen verletzt von umstürzenden Bäumen, 70'000 waren ohne Strom.

Die vergangenen Tage waren entlang der Adria sehr heiss. Nun kam es am Donnerstag zu heftigen Unwettern. Um etwa 14 Uhr traf eine Windhose auf die bei Camping-Touristen beliebten Orte Jesolo, Caorle und Portogruaro. Insbesondere der Campingplatz Union Lido in Cavallino wurde schwer getroffen.

Zelte sind davongeflogen, unzählige Bäume wurden entwurzelt. «Alle unter dem Esstisch, die Matratzen drüber. Das Zelt ist weg», schrieb ein Betroffener in einer Facebook-Gruppe. Ein anderer schreibt: zunächst habe es nur geringe Schauer gegeben, doch dann sei ein heftiges Gewitter über den Campingplatz gefegt, Zelte flogen durch die Gegend. Vorwarnungen hätte es nicht gegeben. Gegen 16 Uhr war der Spuk vorbei, der Schaden aber gross.

Nicht nur das Küstengebiet um Jesolo war betroffen, das Unwetter traf weitere Gebiete von Norditalien. Auf der Insel Albarella bei Venedig wird ein Mann vermisst. In Cavallino-Treporti wurde eine deutsche Touristin von einem umstürzenden Baum schwer verletzt. Insgesamt seien 50 Menschen hospitalisiert worden.

Nach jüngsten Medienberichten verloren drei Menschen ihr Leben. In der Region Friaul-Julisch Venetien an der Grenze zu Slowenien wurde ein 41-Jähriger beim Zelten von einem umstürzenden Baum erschlagen. Auf die gleiche Weise starb ein Mann in Marziai in den Dolomiten. Dort wurde ausserdem ein Spaziergänger von einem Blitz getroffen.

Im Nordosten des Landes brach vorübergehend das Stromnetz zusammen. Etwa 70'000 Menschen waren davon betroffen, unter ihnen etliche Zugreisende, deren Züge stundenlang festsassen.

(TN)