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Zürich gilt immer noch weltweit als Top-Wohnort. Doch bei jüngeren Jahrgängen ist die Strahlkraft von Trend-Megastädten wie New York, London, Paris oder Abu Dhabi grösser. Bild: Annca

Zürich scheint kein Favorit der Millennials zu sein

New York führt in einer nach Generationen eingeteilten Beliebtheitsskala von Ipsos die Rangliste als «beste Stadt der Welt» an. Zürich gewinnt in einer Kategorie - bei den bereits in die Jahre gekommenen «Baby Boomers».

In den Studien von Mercer oder anderen Unternehmen, welche die Lebensqualität in Städten messen, figuriert Zürich immer weit oben - in letzter Zeit oft hinter Wien auf Rang 2. Nun hat aber das Marktforschungsunternehmen Ipsos in seiner Studie «Top Cities 2017» einen interessanten Aspekt eingebaut: Die Beliebtheit der Städte wurde nach dem Alter der Antwortenden eingeteilt, und zwar in die gängigen Kategorien der «Baby Boomer», «Generation X», «Millennials» und «Generation Z».

Befragt wurden über das Ipsos Online Panel insgesamt 18'557 Personen im Alter zwischen 16 und 64 Jahren in 26 Ländern (Argentinien, Australien, Belgien, Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Indien, Italien, Japan, Kanada, Mexiko, Neuseeland, Peru, Polen, Russland, Saudi-Arabien, Schweden, Serbien, Spanien, Südafrika, Südkorea, Türkei, Ungarn und USA. Es galt dabei, drei Fragen zu beantworten: In welcher Stadt man am liebsten leben würde, in welcher man am liebsten Geschäfte machen würde, und welche man am liebsten bereisten würde. Zur Auswahl standen dabei 60 Städte. Dabei gab es ein Gesamtresultat, und natürlich Ranglisten in den einzelnen Kategorien.

Dabei wird deutlich: Bei der Generation der Baby Boomer, also der zwischen 52 und 67 Jahre alten, schwingt Zürich obenaus. Danach fällt Zürich zurück und ist bei der Gen Z (21 Jahre und jünger) aus den Top 10 verschwunden. Sieger dort ist jedes Mal New York. Auch im Gesamtskore, nicht nach Generationen unterschieden, gewinnt New York, vor Abu Dhabi, London und Paris. Danach folgen, ex aequo, Zürich mit Sydney und Tokio. Das verdeutlicht, welche Strahlkraft New York als «Marke» weiterhin hat. Und dass auch Ziele in Golfstaaten als Arbeits- oder Ferienort beliebt sind, während Top-Ziele wie London oder Paris etwas an Beliebtheit einbüssen, was auch mit den dortigen Terrorattacken jüngerer Vergangenheit zu tun haben kann.

Anbei das generelle Ranking nach Generationen: 

New York ist auch Nummer 1 bei den besten Städten fürs Geschäft, auch hier gefolgt von Abu Dhabi, vor London, Hong Kong und Tokio. In Bezug auf die beliebtesten Städte zum Bereisen ist Paris auf dem obersten Treppchen, trotz Terrorangst, und dies vor Rom und New York. Aber, und das ist Balsam für die Schweizer Seele, bei der Kategorie «Best city to live in» rangiert Zürich auf dem obersten Treppchen, knapp vor Sydney. Abu Dhabi ist dort auf Rang 3.

Am anderen Ende der Skala stehen von den 60 Möglichkeiten Nairobi und Teheran zusammen auf dem letzten Platz, knapp hinter Karachi und Lagos.

Die gesamte Ipsos-Studie kann man unter diesem Link kostenlos herunterladen. 

(JCR)