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Touristen am Wandern oberhalb Ambri TI. Bild: Wikimedia

Nicht nur die Chinesen lieben die Schweiz

In diesem Jahr erhält China in Sachen Schweiz-Reisenden Unterstützung von einigen anderen asiatischen Ländern wie zum Beispiel vom Iran.

Dass China zu den wichtigsten Quellmärkten des Schweizer Tourismus gehört, ist kein Geheimnis. Nun erhält das Land aber Verstärkung von Südkorea, Iran, Indien und Taiwan, wie Switzerland Travel Center (STC) in einer Mitteilung schreibt. STC ist eine Tochtergesellschaft der hotelleresuisse, der SBB und Schweiz Tourismus und beschäftigt rund 100 Mitarbeitende in Zürich, London und Stuttgart.

Die Zunahme von asiatischen Individualreisenden, die ihre gesamte Ferienzeit in der Schweiz verbringen, sei spürbar. Durch die Lockerung von Sanktionen würden auch vermehrt Gäste aus dem Iran die Schweiz bereisen. Und die Briten lassen sich vom Brexit nicht abschrecken: Der Umsatz der STC-Tochter in London liege stark über den Erwartungen des Veranstalters. Die Briten, die Ferien in der Schweiz buchen, würden meist zu den gut verdienenden gehören, die sich deshalb weniger von Währungsschwankungen beeinflussen liessen.

Erstbesucher fokussieren sich auf die gängigen Sehenswürdigkeiten

Eine Trendwende zeichnet sich bei den Deutschen ab: Sie kommen wieder mehr in die Schweiz, aber sind noch nicht wieder auf dem Stand, der sich der Schweizer Touristiker erhofft.

Im grossen und ganzen ist der STC positiv eingestellt: Laut eigener Einschätzung gehe man von einem Wachstum von Schweiz Besuchern aus für dieses Jahr. Für das eigene Geschäft wird für das laufende Jahr ein Umsatzwachstum von 8-10% gegenüber Vorjahr erwartet. Dies nachdem man über die letzten 5 Jahre ein Gesamtwachstum von rund 50% verzeichnen konnte.

Die Wunschziele der Schweiz Reisenden sind übrigens sehr unterschiedlich: Erstbesucher fokussieren sich auf die bekannten Attraktionen. Davon profitieren Luzern, Interlaken und die Bergausflüge in deren Umgebung stark. «Wir Schweizer verhalten uns gleich - beim ersten Paris Besuch sind der Eiffelturm, die Champs-Elysées und der Arc de Triomphe ein fixer Teil des Programms» so Michael Maeder, Geschäftsführer von Switzerland Travel Centre. Erst bei weiteren Besuchen wird der Tourist entdeckungsfreudiger. So ist die Grand Tour of Switzerland mit Auto oder Zug diese Jahr sehr beliebt.

(LVE)