Destinationen

Marsa al-Arab.JPG
Der segelförmige Burj al-Arab bekommt Gesellschaft: Die Entertainment-Insel (im Vordergrund) und eine residenzielle Insel (im Hintergrund) bilden das neue Projekt «Marsa al-Arab». Bild: WAM

Dubai lockt mit neuen Inseln

Nichts ist unmöglich in den Emiraten: Das Projekt «Marsa al-Arab» umfasst zwei neue aufgeschüttete Inseln und soll die Stellung Dubais als aussergewöhnliche Destination weiter stärken.

Vorgestern hat die Regierung in Dubai Pläne für ein neues, gigantisches Tourismusprojekt namens «Marsa al-Arab» enthüllt. Im Rahmen dieses 1,7 Milliarden Dollar schweren Ausbauprojekts werden zwei neue künstliche Inseln aufgeschüttet, auf jeder Seite des weltberühmten Hotels Burj al-Arab.

Insgesamt umfasst das Projekt eine Fläche von 371 Quadratkilometern; durch die beiden Inseln erhält Dubai rund 2,2 Kilometer zusätzliche Strände. Besitzerin ist die Dubai Holding, das Management der Inseln wird jedoch von der Jumeirah Group übernommen, welche bereits das Burj Al-Arab und das Madinat Jumeirah führt. CEO der Jumeirah Group ist bekanntlich der frühere Kuoni-Topmanager Stefan Leser.

Die Insel zur Linken des Burj al-Arab wird ausschliesslich mit einem Luxus-Boutiquehotel, 140 Privatvillen und 300 Apartments an direkter Strandlage bebaut, wodurch die Jumeirah Group dann 2400 zusätzliche Hotelzimmer im Portfolio hat. «Marsa» bedeutet auf Arabisch «Marina» - und so gehört zum Projekt natürlich auch eine private Marina.

Eine künstliche Insel als überdimensionierter Themenpark

Die andere Insel wird dagegen ausschliesslich Entertainment bieten. Vorgesehen ist dort ein riesiger Themenpark namens «Wild Wadi», der rekordträchtige Wasserrutschen und mehr bieten soll. «Wild Wadi» gibt es natürlich schon, nahe dem Burj al-Arab; der bestehende Park wird aber abgerissen und in doppelter Grösse und modernisiert auf der Insel neu aufgebaut. An dessen Stelle, an Land, kommen ein 20‘000 Quadratmeter grosses Shopping-Center, mitsamt Konferenz-Zentrum und einem Business-Hotel, sowie ein Turm mit 300 Privatwohnungen.

Weiter kommt auf der Entertainment-Insel ein «Marine Park» mit Aquarien und Shows hinzu, welcher in Kuppeln untergebracht ist. Welcher Art die aufgeführten Shows sind, ist noch nicht bekannt – im Video (siehe unten) sind allerdings Orcas zu sehen, was angesichts der Kontroverse um Orcas in den Seaworld-Parks vielleicht kein schlauer Move wäre... Weiter wird der berühmte kanadische Cirque du Soleil ein eigenes Theater mit 1700 Plätzen erhalten, wo eine speziell für Dubai produzierte Show aufgeführt wird. Und nicht zuletzt wird ein neuen Perlen-Museum mit spektakulärer Architektur erstellt, inklusive eigener Perlenfarm. Und auch hier gibt es eine Jacht-Marina, mitsamt Jachtclub und eigenem Restaurant.

Baubeginn ist bereits im Juni; die Eröffnung des «Marsa al-Arab» ist für 2020 vorgesehen. Die Details des Mega-Projekts sind im folgenden Video ersichtlich:

(JCR)