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Niklas (links) und Roland Zeller: Mit Etraveldocs bieten sie einen digitalisierten Service für die einfache Beschaffung von Visa. Bild: TN

Ein Visum auf Knopfdruck

Niklas und Roland Zeller haben die Firma Etraveldocs lanciert: Reisende und Reisebüros können mit dem neuen Online-Service das mühsame Ausfüllen von Formularen und Beschaffen von Visa erledigen lassen.

Wer schon einmal ein Visum für Russland oder China beantragt hat, weiss wie zeitintensiv die verschiedenen Prozeduren sind. Bei vielen Botschaften muss man vor Ort sein, sich in die Schlange stellen, einen administrativen Hürdenlauf bestehen.

Der langjährige Touristiker Roland Zeller, selber viel unterwegs, hat zusammen mit seinem Sohn Niklas eine Firma lanciert, die das Beantragen von Visa erleichtern soll. Etraveldocs nennt sich das Unternehmen, das Zellers 21-jähriger Sohn leitet. An der Luisenstrasse 5 im Berner Botschaften-Viertel hat Etraveldocs ein Büro, das über alle benötigten Sicherheitsauflagen wie etwa einen Tresor für Dokumente verfügt – und über kurze Weg zu vielen Botschaften.

«Es gibt bereits Agenturen, die sich um die Visa-Beschaffung kümmern» sagt Roland Zeller, der schon zahlreiche andere Start-ups gegründet hat (und bei travelnews.ch beteiligt ist), «doch uns hat erschreckt, wie wenig digital diese Agenturen arbeiten. Unser Ansatz ist ein anderer, wir wollen ein One-Stop-Shop sein: bei uns sind die Abäufe weitestgehend digitalisiert, vom Ausfüllen der Formulare über das Hochladen des Porträtbildes.» Einzig der Versand des Passes an Etraveldocs erfolge analog. Die Erledigung auf der Botschaft übernimmt Etraveldocs – in effizienter Weise: teils besteht direkter Zugang zu den Schaltern.

15 Länder bis Ende März

«Wir bieten den Service derzeit für acht Länder an, dazu gehören China, Indien, Russland, Vietnam, Nepal, Weissrussland, Tansania und Mongolei», erklärt Niklas Zeller, der bisher bei SR Technics gearbeitet hat. Bis Ende März soll der Service auf 15 Länder ausgeweitet werden.

«Alleine nach China, Russland und Indien reisen 350'000 Schweizer im Jahr» beziffert Roland Zeller das Marktpotenzial. Neben den Visagebühren, die je nach Land anfallen, verlangt Etraveldocs für den Service 75 Franken. Die Dienstleistung beschränkt sich nicht nur auf Schweizer, jüngst wurde einem Kolumbianer ein China-Visum beschafft.

Und wieso heisst die Firma Etraveldocs und nicht etwa Visa-Service Zeller? «Der Hintergedanke ist, dass Reisende bei uns ihre gesamten Passdaten abspeichern können und bei einer nächsten Visa-Beantragung alles mit einem Knopfdruck erledigen können», führt Zeller aus.

Im Gespräch sind Zeller & Zeller auch mit der Reisebranche – mit Touroperators und Reisebüros. «Für viele Reisebüros ist die Visa-Beschaffung ein notwendiges Übel. Über uns erhalten sie einen effizienten und hilfreichen Service, an dem sie auch etwas verdienen können.»

Weitere Infos: etraveldocs.com

(GWA)