Destinationen

In der Nähe von Wellington bebte am Mittwoch die Erde heftig. Bild: GeoNet

Schweres Erdbeben in Neuseeland

Das Zentrum des heutigen Erdbebens lag nahe der Hauptstadt Wellington in etwa 48 Kilometern Tiefe im Meer. Auf Twitter fordert GeoNet die Menschen dazu auf, für den Fall von Nachbeben vorsichtshalber in Deckung zu gehen.

Ein starkes Erdbeben hat heute Mittwoch (19.39 Uhr Ortszeit / 07.39 Schweizer Zeit) weite Teile Neuseelands erschüttert. Das Epizentrum des Bebens lag nach Angaben des Erdbebendienstes GeoNet in der Cook-Strasse zwischen der Nord- und der Südinsel, rund 85 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Wellington.

Die Erdstösse waren auf der gesamten Nordinsel und in der Region Marlborough spürbar. Das Beben erreichte Magnitude 6.0. Ausläufer reichten noch bis nach Christchurch und Auckland. Über mögliche Schäden liegen noch keine Meldungen vor.

Ursprung des Erdbebens ist die Subduktionszone, die sich östlich der Nordinsel befindet. Dort taucht die Pazifische Platte unter die Australische Platte ab. Im Erdmantel unterhalb Neuseelands zerbrechen die abgetauchten Schichten der Pazifischen Platte und lösen dabei immer wieder starke Erdbeben aus. Grössere Beben in diesen Tiefen sind aber bei Magnituden um 6 weitestgehend harmlos, zumal in Neuseeland ein Grossteil der Gebäude erdbebensicher ist.

Bei der Organisation GeoNet, die in Neuseeland Erdbeben, Vulkäne, Tsunamis und Erdrutsche überwacht, meldeten fast 70’000 Menschen, dass sie das Beben gespürt haben. Auf Twitter fordert GeoNet die Menschen dazu auf, für den Fall von Nachbeben vorsichtshalber in Deckung zu gehen.

Notstand wegen Tropensturm

Mit dem heutigen Erdbeben erlebt Neuseeland anhaltende Tage des Schreckens. Denn der Tropensturm «Gabrielle» hatte schon am Montag gewütet mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 Stundenkilometern, ebenfalls auf der Nordinsel Neuseelands.

Der Zyklon brachte heftige Regenfälle und bis zu elf Meter hohe Wellen mit sich. Auch am Dienstag gab es heftige Stürme. Am Mittwoch war nach Angaben der Behörden das Schlimmste zwar offenbar überstanden, «aber wir sind noch nicht ausser Gefahr». Wegen «Gabrielle» hatte Neuseelands Regierung am Dienstag den Nationalen Notstand ausgerufen.

(TN)