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Es wird Zeit für Estland – natürlich nordisch

Das kleine Land im Baltikum ist immer noch so etwas wie ein Geheimtipp, dabei hat es auf kleinem Raum so viel zu bieten! In Zürich hat nun Estland seine Vorzüge vor interessierten Agenten vorgestellt.

Unter dem Slogan «Es wird Zeit für Estland» lud Visit Estonia am gestrigen 10. Mai 2022 ausgewählte Partner der Schweizer Reisebranche ins Zürcher Zunfthaus zum Storchen ein. Evely Baum-Helmis, Marketing Manager DACH bei Visit Estonia, begrüsste zusammen mit Gere Gretz (Gretz Communications) rund 30 Gäste im noblen Ambiente.

Estland ist ein Kleinod im Baltikum, welches langsam auch in der Schweiz einen grösseren Bekanntheitsgrad erreicht. Ganze 1,3 Millionen Einwohner zählt der nördlichste der baltischen Staaten, der Mitglied der EU (und der NATO) ist und wo mit Euro bezahlt wird. Bis 2020 konnten die Besucherzahlen kontinuierlich gesteigert werden. Natürlich sollen auch künftig wieder Steigerugen erreicht werden, und dafür ist man am Ausgang der Covid-Krise nun auf bestem Weg.

Wie Evely Baum-Helmis ausführte, ist Estland eine der am weitesten digitalsierten Nationen weltweit – rund 99% aller staatlichen Dienstleistungen funktionieren online, Internet ist in Estland sogar ein soziales Grundrecht. Kein Wunder, entwickeln sich aktuell in der - übrigens sehr attraktiven - Hauptstadt Tallinn zahlreiche Start-Ups.

Sprachlich ist das Estnische stark mit dem Finnischen verwandt, doch Vorsicht: So gibt es Wörter, die zwar gleich lauten, jedoch eine völlig unterschiedliche Bedeutung haben. Laut Baum-Helmis bedeutet beispielsweise das estnische Wort für «Hochzeit» in Finnland «Problem» - natürlich sorgte diese Anmerkung für viel Gelächter...

Einfach zu erreichen

Estland ist nur einen Katzenspruing entfernt: Die Swiss fliegt fünf Mal wöchentlich nach Tallinn. Auch mit der Air Balic via Riga oder mit der Finnair via Helsinki ist Tallinn einfach zu erreichen. Auch auf dem Landweg geht es fix: Zahlreiche Fährverbindungen von Helsinki, Stockholm oder auch Travemünde in Deutschland bieten ein umfassendes Angebot.

Laut Baum-Helmis wurden viele Hotels in Estland während der vergangenen zwei Jahre restauriert, renoviert oder auch neu eröffnet. Von modernen Städtehotels bis hin zu Schlössern und Herrenhäusern ist für jeden Geschmack etwas dabei. Sicher einzigartig sind die Spiegelhäuser «ööd Hotels», welche das Naturerlebnis kunstvoll erweitern.

Stichwort Natur: Estland ist ein «Land der Natur». Kilometerlange einsame Sandstrände laden zum Baden in der Ostsee ein. So empfinde ein Este einen Strand schon als überfüllt, wenn 50 Personen anwesend sind, wie Evely Baum-Helmis verriet. Die sechs Nationalparks des Landes laden zu zahlreichen Abenteuern ein. Je nachdem, was man sehen möchte, erwarten die Gäste Vögel, Bären, Elche - allesamt kann man etwa mittels Kanutouren erleben. Das Nationaltier Estlands ist übrigens der Wolf, doch kann man in den Nationalparks eben auch Braunbären begegnen, und eine Begegnung mit einem der gut 12'000 Elche ist sogar sehr wahrscheinlich. Denn 22 Prozent der Fläche Estlands besteht aus Mooren, und insgesamt gibt es 2000 Kilometer Wanderwege – perfekt also für Aktivurlaub, sei es mit dem Fahrrad, beim Wandern oder bei Moorschuhwanderungen, bei denen Schneeschuhe einmal anders eingesetzt werden.

2222 Inseln gibt es in Estland – doch nur 19 sind davon bewohnt, zahlreiche laden jedoch für Besuche ein. Ebenfalls zum Unesco-Weltkulturerbe gehört die Insel Kihnu mit ihren rund 400 Einwohnern, auf der die Frauen noch immer täglich farbenfrohe Trachten tragen und die Traditionen und Brauchtümer bereits seit über 600 Jahren bewahrt wurden.

Die vielseitigen und amüsanten Ausführungen von Evely Baum-Helmis machten richtig Lust auf eine Reise ins kleine baltische Land. Bild: SD

Die Esten sind ein sehr musikalisches Volk: Die Gesangstradition wird in Estland gross geschrieben, es gibt mehr als 133'000 traditionelle Runo-Lieder, die auch bei Sing-und Tanzfestivals aufgeführt werden. Die Gesangstradition der Seto Leelo gehört sogar zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Natürlich ist aber auch Tallinn immer einen Besuch wert. Die Stadt alterniert zwischen moderner Architektur und mittelalterlichen Gässchen; hippe Szeneviertel in ehemaligen U-Boot-Werften wechseln sich mit der pittoresken Altstadt ab. Gelegen ist Tallinn direkt an der Ostsee. Auch wenn es jetzt erst einmal in die Sommermonate geht und somit auch in Estland die berühmten «weissen Nächte» beginnen, in denen es nie dunkel wird, so kann man sich doch schon den Weihnachtsmarkt in Tallinn vormerken, der mit seinen mittelalterlich anmutenden Ständen 2019 zum schönsten Weihnachtsmarkt Europas gekürt wurde.

Die Gelegenheit, Estland persönlich kennenzulernen, bekommt übrigens Martial Stäger von Kira Reisen, der beim Wettbewerb der glückliche Gewinner war. Flüge nach Tallin, mehrere Übernachtungen, Stadtführungen sowie Mietwagen und Fährtickets um auch die Insel Saaremaa zu erkunden warten auf ihn und eine Begleitperson.

Beim anschliessenden Get-together waren sich alle Teilnehmer einig – Estland ist definitiv ein Land, das eine Reise wert ist. Wer übrigens die gestrige Info-Gelegenheit verpasst hat, erhält am 14. September eine neue Chance: Dann gastiert Visit Estonia abermals für einen Event, dannzumal gemeinsam mit Visit Finland, in Zürich.

Martial Stäger (Kira Reisen, m.) darf sich auf eine Estland-Reise freuen, welche er als Wettbewerbssieger aus den Händen von Evely Baum-Helmis (l.) und Gere Gretz empfangen durfte. Bild: SD

(SD)