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Zog in den letzten Jahren viele Touristen an: der Krater von Darvaza in Turkmenistan. Bild: Adobe Stock

Das Tor zur Hölle schliesst

Der Darvaza-Krater in der Wüste von Turkmenistan brennt seit Jahrzehnten und ist eine beliebte Touristen-Attraktion. Jetzt soll das Feuer gelöscht werden. Zentralasien-Rundreisen gilt es bald umzurouten.

Tag 3 der 8-tägigen Turkmenistan-Rundreise von Knecht Reisen sieht einen Stopp in Darvaza vor. Denn hier in der Karakum-Wüste öffnet sich das «Tor zur Hölle». Der brennende Gaskrater von Darvaza bietet bei Einbruch der Dunkelheit einen gewaltigen und unheimlichen Eindruck.

Das «Tor zur Hölle» entstand 1971. Bei Bohrungen brach die Erddecke ein und ein 70 Meter breiter und 20 Meter tiefer Krater lag plötzlich frei, aus dem grosse Mengen Methangas ausströmten. Um zu verhindern, dass sich die gefährlichen Gase ausbreiten, wurde damals beschlossen, diese anzuzünden. Keine gute Idee. Statt nach wenigen Tagen auszugehen, entwickelte sich das Feuer zum Dauerbrenner. Alle Löschversuche blieben erfolglos. Im Jahr 2018 benannte dann Turkmenistans Staatschef Gurbanguly Berdimuhamedow das «Tor zur Hölle» um in «das Leuchten von Karakum».

Doch nun soll Schluss sein mit dem Spektakel, das jedes Jahr viele Touristen anlockt, viele davon übernachten in Zelten unweit des Kraters. Berdimuhamedow will jetzt dem Gaskrater den Schlund stopfen. In einer vom Staatsfernsehen übertragenen Rede wies der Präsident am Samstag die zuständigen Beamten an, einen Weg zu finden, um die Flammen im Darvaza-Krater zu löschen, berichtet «Turkmen.news». Denn der brennende Krater schade der Umwelt und der Gesundheit der in der Nähe lebenden Menschen, sagte Berdimuchamedow. Zudem verliere das Land wertvolle natürliche Ressourcen.

Rundreisen-Anbieter sollten sich schon mal mit einer neuen Turkmenistan-Route befassen. In Darvaza scheint es bald vorbei zu sein mit der höllischen Sehenswürdigkeit.

(TN)