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Einsamkeit, Stille, Glück: Der Winter gilt bei immer mehr Menschen als perfekte Reisezeit. Bild: Maria Vojtovicova

De Luxe Fünf Winter-Spots zum Wohlfühlen

Einfach relaxen, aktiv sein oder auch mal Honeymoon im Winter? An diesen Orten erzielt der Luxus-Aufenthalt garantiert das gewünschte Ergebnis.

Warum sind gänge Bilder von typischen Traumferien eigentlich immer solche von irgendwelchen Stränden mit Palmen? Viele - man ist geneigt zu sagen «immer mehr» - Menschen tanken Energie auch im Winter. Schneebedeckte Berggipfel und Täler, lauschige Blockhütten, das Treiben der Schneeflocken und die vielen künstlichen oder auch natürlichen Lichter in einem stillen Dunkel, genossen mit einem guten Glas, eingekuschelt in einem warmen Zimmer: So können Traumferien auch aussehen. Zumal es im Winter ebenso wie im Sommer unzählige Möglichkeiten gibt, welche Outdoor- und Sport-Fans ebenso begeistern wie jene, die liebe auf Wellness, Spa und Stille setzen. Inzwischen sind sogar Winter-Flitterwochen ein Trend!

Wo kann man in einem echten «Winterwunderland» herrlich und auch für gehobene Ansprüche ideal entspannen? Wir hätten hier ein paar Tipps, wo die kältesten Wochen des Jahres ideal genossen werden können.

Finnisch-Lappland

Auf solch einer Liste darf Finnisch-Lappland natürlich nicht fehlen. Die ruhige Weite und die praktisch in jeder klaren Nacht zwischen September und März auftretenden Nordlichter machen den Norden Finnlands seit Jahren zu einem beliebten Winterreiseziel sowohl für Paare als auch für Familien. Zu finden sind hier gleichermassen einfache wie luxuriöse Iglu-Unterkünfte unter freiem Himmel, die sich perfekt für die Beobachtung des nächtlichen Himmels eignen. Luxuriöse Hotels wie das Arctic TreeHouse Hotel in Rovaniemi (ein Teil der Santapark Arctic World) oder das Kakslauttanen Arctic Resort in Saariselkä bieten Panoramablicke auf die umgebenden schneebedeckten Wälder und auf die Nordlichter, und bieten doch viel Privatsphäre. Hier kommen Winteraktivitäten im Freien wie Rentier- oder Husky-Schlittenfahrten nicht zu kurz. Und in Rovaniemi können Sie dem Weihnachtsmann begegnen. Was will man mehr vom Winter?

Tiefverschneite Wälder, himmlische Ruhe und Nordlichter - das winterliche Lappland wärmt jedes Herz. Bild: AdobeStock

Kanadische Rockies

Seit 1984 sind die Nationalparks Banff, Jasper, Kootenay und Yoho in den kanadischen Rocky Mountains als Unesco-Weltnaturerbe deklariert und bilden ein riesigen, fast zusammenhängendes Gebiet mit Naturwundern erster Güte. Die ersten beiden genannten, etwas bekannteren Nationalparks liegen in der Provinz Alberta, die beiden anderen in der Provinz British Columbia.

Insbesondere Banff ist ein weltbekanntes Touristenziel, das sich im Winter in einen romantischen Märchenort verwandelt. Man kann mit der Banff Gondola fahren und bei der Auffahrt auf den Sulphur Mountain die atemberaubende Aussicht bewundern, in den heissen Quellen in Cave and Basin baden, in mehreren grossen Skigebieten der Region den berühmten Pulverschnee geniessen oder die eisbedeckten Seen Moraine Lake oder Lake Louise besuchen. Für höchsten Aufenthaltsgenuss sorgen in Banff selber etwa das Fairmont Banff Springs oder das Rimrock Resort, in Lake Louise locken das Fairmont Château Lake Louise oder das von Schweizern gegründete Post Hotel & Spa.

Etwas ruhiger und intimer geht es im rund 3,5 Autostunden entfernten Jasper zu und her. Die Fairmont Jasper Park Lodge ist bekannt als das luxuriöseste Hotel in der Umgebung und bietet einen atemberaubenden Blick auf den Beauvert Lake. Hier gibt es zahllose, auch im Winter gut begehbare Wanderwege, den malerischen Maligne Lake oder die Athabasca-Wasserfälle. Vor allem ist Jasper auch eine «Dark Sky Preserve», wo sich in klaren Winternächten unglaubliche Sternenhimmel beobachten lassen.

Gemütlich und gewaltig zugleich: Eine Strasse in Banff mit Blick auf den Mount Cascade im Hintergrund. Bild: AdobeStock

Zermatt

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nah liegt? Die Schweizer Alpen sind als Winterferienziel schliesslich kaum zu toppen. Und hier einen Ort herauszupicken, ist echt schwierig. Statt auf die Luxusklassiker St. Moritz oder Gstaad zu setzen, empfehlen wir an dieser Stelle aber den Walliser Skiort Zermatt, am Fusse des berühmtesten Schweizer Bergs, dem Matterhorn. Das autoverkehrsfreie Dorf verfügt über eine Vielzahl von Luxusunterkünften wie The Omnia, Mont Cervin Palace, Cervo Mountain Resort, Backstage Loft, Grand Hotel Zermatterhof oder zahllose Chalets, teils mit Service, zur Privatmiete. Hier gibt es tolle Skipisten - 360 Kilometer davon in vier verschiedenen Skigebieten - sowie die Möglichkeit, Schlittenfahrten zu unternehmen, Schneemobil zu fahren oder die vielen Boutiquen, Restaurants und Bars im Dorf oder auch in den Bergen darum zu geniessen. Vergessen Sie nicht, das Matterhorn-Museum zu besuchen und einen Helikopterrundflug zu unternehmen, um das Matterhorn aus nächster Nähe und sozusagen auf Augenhöhe zu sehen.

Majestätisch thront das Matterhorn über dem dämmrigen Walliser Winterferienort Zermatt. Bild: AdobeStock

Nagano, Japan

Warum sollte man Japan nur zur Kirschblütenzeit besuchen? Wintersportfans haben bestimmt schon von Nagano gehört, einer Stadt im Zentrum der japanischen Hauptinsel Honshu, in welcher 1998 die Olympischen Winterspiele durchgeführt wurden und wo alljährlich Skiweltcup-Rennen durchgeführt werden. Hakuba, etwas ausserhalb der Stadt in den japanischen Nordalpen gelegen, ist eines der besten Allround-Skigebiete des Landes. Nach einem Tag auf der Piste kann man die Muskeln mit einem Besuch in einem der «Onsen» (eine heisse Quelle bzw. ein Thermalbad) der Region lindern - empfehlenswert ist etwa das Shirahone Onsen, dessen milchiges, weisses Wasser reich an Magnesium und Kalzium ist. Anschliessend kann man sich mit einer Schüssel der in diesem Teil Japans berühmten Buchweizen-Soba-Nudeln stärken. Im Winter lassen sich die Tempel und Schreine der Stadt darüber hinaus besonders entspannt besuchen. Eine besondere Sehenswürdigkeit sind auch die lokalen Makakenäffchen, die sich im Winter gerne mal selber ein Onsen-Bad gönnen.

Bei der Luxusklientel beliebt ist etwa der Skiort Karuizawa, fast zwei Autostunden von Nagano entfernt und etwa auf halbem Weg nach Tokio. Für einen tollen Aufenthalt sorgen hier beispielsweise die Hotels The Prince Karuizawa oder Kyukaruizawa Kikyo (ein Curio-Hotel der Hilton Group). Ebenfalls top und stylish: Das Kamikochi Lemeiesta Hotel in Azumi, südwestlich von Nagano.

Putzige Makaken gönnen sich im Jigokudani-Park in der Präfektur Nagano ein Bad in heissen Quellen. Bild: AdobeStock

Bled, Slowenien

Zum Schluss nochmals ein relativ nahes Ziel: Bled in Slowenien ist vor allem für seinen See mit der malerischen Insel, auf dem eine Kirche thront, bekannt. Dieser zugegebenermassen ganzjährig schöne Alpensee verwandelt sich im Winter erst recht in ein märchenhaftes Winterwunderland. Der Blick auf die verschneiten Julischen Alpen, die Burg Bled und die Inselkirche ist eine echter «Postkartenmoment», oder heute würde man wohl sagen «Instagram-Moment».

Wenn Sie in der kleinen Stadt Bled wohnen - wo Sie sich unbedingt eine für die Region typische Crèmeschnitte gönnen sollten -, befinden Sie sich direkt am Ufer des Sees. Berühmt ist hier etwa das Grand Hotel Toplice. Mit einem Spaziergang oder einer Fahrt entlang des Seeufers erreichen Sie die erwähnte Burg von Bled, von wo aus man spektakuläre Aussichten geniesst. Um die Inselkirche Mariä Himmelfahrt zu besichtigen, nehmen Sie entweder ein Pletna-Boot oder, falls der See zugefroren ist, gehen Sie zu Fuss übers Eis. Auch Skifahren kann man in der Region, und zu den Boutiquen und Cafés der Trendstadt Ljubljana sind es mit dem Auto lediglich 40 Minuten.

Die verträumte Insel im Bleder See vor den Julischen Alpen. Bild: AdobeStock

(JCR)