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Kanada plant die Grenzöffnung für internationale Reisende per 7. September. Herbstferien, zum Beispiel am Lake Emerald, sind somit nicht mehr abwegig. Bild: Bruno Soares

Kanada und Katar öffnen – Mallorca und Mykonos verschärfen

Es wird weiter gelockert und verschärft. Hier sind die jüngsten Länder-Updates zu Kanada, Katar, England, Mallorca und Mykonos.

Es geht weiter mit neuen Reisebestimmungen und Massnahmen in Bezug auf das Coronavirus in wichtigen Reiseländer. Während einige Regierungen wie etwa die Kanadische erfreuliche Nachrichten zur Grenzöffnung für internationale Reisende verkünden, spitzt sich in anderen Regionen der Welt aufgrund steigender Fallzahlen die Lage wieder zu. Es werden Verschärfungen vorgenommen, um die Verbreitung des Virus zu stoppen. Wir haben die jüngsten Updates für Sie zusammengefasst:

Kanada öffnet für Geimpfte

Big News aus Nordamerika: Kanada öffnet seine Grenzen für geimpfte Touristen ab dem 7. September 2021. Bereits ab dem 9. August dürfen Menschen mit Wohnsitz in den USA einreisen, sofern sie mindestens zwei Wochen vor dem Grenzübertritt zum zweiten Mal gegen das Coronavirus geimpft sind. Zugelassene Impfstoffe sind Pfizer-BioNTech, Moderna, AstraZeneca and Johnson & Johnson. Das teilte die kanadische Gesundheitsbehörde mit. Darüber hinaus müssen die Reisenden bei der Einreise einen negativen Coronatest (PCR, nicht älter als 72 Stunden) vorweisen und auf einem Internetportal ihre Daten hinterlegen, von einer Quarantäne bei der Einreise soll hingegen abgesehen werden. Das Land war über ein Jahr lang für touristische Reisen geschlossen. Das ist also ein grosser Schritt, um die Industrie wieder zum Laufen zu bringen.

Katar macht die Grenzen auf

Gute Neuigkeiten gibt es auch aus dem arabischen Emirat Katar: Per sofort dürfen vollständig geimpfte internationale Touristen wieder in das Land einreisen. Der Impfstoff muss vom katarischen Gesundheitsministerium (MOPH) zugelassen sein. Eine Quarantäne ist somit nicht mehr erforderlich. Jedoch müssen alle Einreisenden - geimpft oder ungeimpft - einen PCR-Test vorweisen, der maximal 72 Stunden vor der Einreise absolviert wurde. Weiterhin wird Reisenden dringend empfohlen, sich vor der Buchung von Flügen über die Einreisebestimmungen des Landes zu informieren, aus dem sie reisen und in das sie von Katar aus zurückkehren werden.

Um Katar besuchen zu können, müssen sich internationale Besucher, Staatsbürger und Einwohner über die «Ehteraz»-Website registrieren und die erforderlichen Unterlagen wie Impfpass, einen gültigen PCR-Test und weitere persönliche Daten hochladen. Mindestens 12 Stunden vor dem geplanten Abflug nach Katar muss die Genehmigung über die Website (kostenlos) beantragt sein. Reisenden wird deshalb geraten, den Antrag einzureichen, sobald alle erforderlichen Unterlagen vorliegen, damit sie ihre Flüge wie geplant antreten können. Den Fluggesellschaften wird empfohlen, nur Passagiere an Bord zu lassen, die eine gültige Reisegenehmigung für Katar haben. Darüber hinaus muss die gleichnamige Smartphone-App heruntergeladen (Android, Apple) und aktiviert werden. Dafür ist eine inländische katarische SIM-Karte erforderlich. Diese kann entweder bei Ooredoo oder Vodafone bei der Ankunft am Hamad International Airport (HIA) erworben werden. Nach der Aktivierung können Besucher an öffentlichen Aktivitäten wie dem Besuch von Einkaufszentren, Restaurants, Museen oder der Nutzung von Taxis und öffentlichen Verkehrsmitteln teilnehmen.

Corona-Test für alle in Island

Ab kommendem Montag (26. Juli) müssen auch genesene und geimpfte Touristen bei der Einreise nach Island einen negativen Corona-Test vorlegen. Dies teilte die Regierung des Inselstaats am Montag mit. Gültig ist für Geimpfte/Genesene sowohl ein PCR- oder Schnelltest, der höchstens 72 Stunden alt ist. Ohne Impfung muss man weiterhin einen maximal 72 Stunden alten negativen PCR-Test vorlegen und nach Ankunft zwei weitere Tests machen, zwischen denen eine fünftägige Quarantänezeit liegt. Grund für die Verschärfung ist die Zunahme der Neuinfektionen mit dem Coronavirus.

Freedom-Day in England

Was haben die Briten gejubelt, als am gestrigen Tag (19. Juli) fast alle Massnahmen gegen das Coronavirus aufgehoben wurde - und das trotz steigender Infektionszahlen. Die Maskenpflicht wurde gekippt, Abstandsregeln gestrichen und fortan gibt es auch keine Kapazitätsbeschränkungen für Veranstaltungen mehr in England. Premierminister Boris Johnson pocht auf die Eigenverantwortung der Bürger. Experten warnen vor einem Kontrollverlust der Situation.

Aktuell können Reisende in England also das Freizeitangebot und Nachtleben ohne Einschränkungen nutzen. Ab Herbst plant die Regierung den Einsatz des Impfzertifikats beispielsweise für den Einlass in den Nachtclub. Aber Achtung: Grossbritannien steht derzeit auf der BAG-Liste der Länder mit besorgniserregenden Virusvarianten. Nicht-geimpfte und nicht-genesene Personen müssen sich vor der Rückreise einem PCR-Test (nicht älter als 72h) oder Antigen-Schnelltest (nicht älter als 48h) unterziehen und sich in eine zehntägige Quarantäne begeben, wenn sie mit dem Flugzeug zurückreisen.

Mallorca verschärft wieder

Die Infektionszahlen auf Mallorca steigen wieder stark an - zuletzt wurde die 7-Tage-Inzidenz am Montagabend auf den Balearen mit 310 angegeben. Nun plant die Regierung Verschärfungen. Zur Diskussion stehen etwa die Schliessung von Parks und Stränden zwischen 22 - 6 Uhr, um Trinkgelage zu verhindern. Wer sich der Regelung widersetzt, dem drohen in Zukunft Bussen in Höhe von 1000 Euro (1080 Franken). Verstösst ein Party-Teilnehmer gleichzeitig gegen seine Quarantäne, würde das Bussgelt verdoppelt. Wenn der Teilnehmer positiv auf Corona getestet wurde, werden sogar 5000 Euro fällig. Den Organisatoren illegaler Parties drohen Strafen von bis zu 100'000 Euro, berichtete die «Tagessschau». Ebenfalls zur Debatte steht, dass Restaurants um 1 statt 2 Uhr schliessen müssen und in Innenräumen nur noch vier Personen am Tisch sitzen dürfen, im Aussenbereich wird die Regelung auf acht Personen ausgeweitet. Von 1 Uhr bis 6 Uhr dürfen sich der Zeitung zufolge nur noch Personen treffen, die im selben Haushalt leben. Gemeinsam eingecheckte Hotel- oder Fincagäste sollen dabei als ein Haushalt gelten. Auf die Wiedereinführung der Maskenpflicht im Freien verzichtet die Regierung wohl - kann jedoch der Mindestabstand von 1,5 Metern zu einem Fremden nicht eingehalten werden, muss der Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Diese Massnahmen sind aber noch nicht definitiv beschlossen, die Justiz muss den Plänen noch zustimmen.

Lockdown auf Mykonos

Die Partyhochburg Mykonos in Griechenland versinkt im Chaos. Die Fallzahlen steigen wieder und die Delta-Variante breitet sich zunehmend aus. Seit Samstag (17. Juli) gilt deshalb zwischen 1 und 6 Uhr eine Ausgangssperre. Nachtclubs und Barbetriebe müssen schliessen. Darüber hinaus wird in Lokalmedien berichtet, dass Quarantänehotels überfüllt seien - wer keinen Platz ergattern kann, muss draussen übernachten. Wie es mit diesen Reisenden weitergeht ist derzeit unklar. Laut mehreren Berichten haben diese neuen Massnahmen und die Gesamtsituation schon zahlreiche Touristen abgeschreckt und es kam zu Stornierungen. Die Verschärfungen gelten vorerst für sieben Tage nach in Kraft treten.

(NWI)