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Was halten Sie von den jüngsten Geschehnissen in der Tourismusbranche und Reisewelt? Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Bild: Adobe Stock

Feedbacks: «Ist eine Einzelperson ‹Brückenbauer› genug?»

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«Mutlos zum Aufbruch – vielleicht eine verpasste Chance»

Der Schweizer Reiseverband hat den ehemaligen TUI Suisse CEO Martin Wittwer zum Präsidentschaftskandidaten ausgerufen. Auf die Publikation ist folgendes Feedback bei uns eingegangen.

«Als SRV-Aussenstehender, jedoch als Brancheninsider erlaube ich mir, mit diesen Zeilen meine Meinung zur Wahl des SRV-Präsidiums für die Nachfolge von Max E. Katz zu äussern. Die Zukunft der Branche in corpore und nicht nur diejenige der SRV-Mitglieder liegt nun bei der Wahlbestätigung eines Einzelkandidaten auf dem Spiel. Dabei geht es auch primär, den Grundstein in Richtung Dachverband zu erschaffen. Nicht nur der SRV, sondern auch die Gesamtbranche steht mitten im grössten Umbruch ihrer Geschichte. Dies bedingt, dass sich der Verband radikal in Richtung Zukunft orientieren und dafür auch eine Denkpause einbauen sollte. Dass er Mut und Bereitschaft zeigt, landesflächendeckend mit jungen, frischen Energien, welchen noch eine langjährige Branchenzukunft bevorsteht, mit einflechtet.

Parallel zur Nachfolgesuche und im Sinne eines gemeinsamen und konstruktiven Aufbruchs, wurde diesbezüglich zu Beginn 2021 die Arbeitsgruppe ‹SRV2022› hervorgerufen, dies mit u.a. der durchaus herausfordernden Aufgabe, die Branche von einer Patchwork-Ebene in einen Dachverband zu leiten. Die Tätigkeit dieser Arbeitsgruppe wurde sehr rasch aufgenommen aber die gesetzten Ziele wurden ad hoc tempus noch nicht erreicht bzw. auf Eis gelegt. Meine Frage: Wäre es nicht der logische Weg, wenn der heutzutage noch nicht restrukturierte SRV auf Resultate einer ‹Vision Dachverband› zuwarten würde, bzw., schlimmstenfalls auf dessen Scheitern abwarten würde? Kann die Nachfolge von Max E. Katz nicht mittels einer Interim-Lösung gesichert werden?

Alle sind sich einig: Es ist gewiss keine leichte Aufgabe, passende Persönlichkeiten für diese Position zu finden. Zudem in der Gerüchteküche auch Kandidat*innen aus der Politik im Visier stehen bzw. standen und auch dies im SRV-Vorstand bestimmt zu Meinungsverschiedenheiten führte. Was bleiben als Alternativen, wenn in einer solchen Situation Wunschkandidat*innen fernbleiben?

Ich habe enormen Respekt und Achtung zum gefundenen Kandidaten Martin Wittwer. Dass er ‹die Voraussetzungen mitbringt, die strategischen Herausforderungen im Sinne der Branche anzupacken› ist unumstritten. Meine Äusserungen haben nichts, aber auch gar nichts mit ihm als Person zu tun. Die Frage steht lediglich darin, ob in der aktuellen Konstellation und Lage der Branche -in der ‹Vision 2022›- eine Einzelperson das Präsidium eines meines Erachtens notwendigen Dachverbandes übernehmen könnte und vor allem sollte. Ist eine Einzelperson ‹Brückenbauer› genug, dass aus anderen Sprachregionen kein Unmut entstehen könnte? Warum nimmt man sich kein ‹Time-Out› als Übergangslösung vor? Warum ist kein Co-Präsidium mit Wunschtraum jüngere Player Duo Frau/Mann? Gibt es keine Alternative zu einer ‹Wahl eines Einzelkandidaten›? Warum muss ein Top-Manager (bzw. ex-Top-Manager) das SRV-Präsidium übernehmen? Wahrscheinlich, weil sich niemand dafür eignet bzw. weil sich keine Kandidatin, kein Kandidat eine dieser Formeln wünschte und vielleicht a priori auch, weil der Mut zum Aufbruch fehlte. Die Tendenz, ein ‹déjà-vu› hervorzurufen ist erschreckend hoch und um diese Tendenz zu bannen, sollte sich der SRV die nötige Zeit nehmen. Er bedarf seinen Mitgliedern in Ras al Khaimah, die Möglichkeit zu bieten, mindestens und als Gegenvorschlag ein Interimspräsidium zu wählen.

In der jüngsten Geschichte unserer Branche wurden Lücken im SRV aufgedeckt – Lücken aus denen auf allen Seiten viel gelernt wurde. Die wohl grösste Lücke gegen aussen lag bei der Vernetzung zu anderen Branchen, Gewerkschaften, zu Bundesämtern und vor allem zur Politik, welche u.a. André Lüthi bislang und im Schnellverfahren grossartig meisterte. Gegen innen lag das Problem bei der Kommunikation, bei dem gegenseitigen Verständnis zwischen den grossen Branchenplayern und den kleinen Retailer. Kann eine Einzelperson mithilfe seines Vorstandes solche Herausforderungen meistern? Wurde abgesichert, dass der SRV -Vorstand nach dieser Wahl in derselben Konstellation bleiben wird? Werden die bestehenden kantonalen Verbände und Organisationen in die weiteren Prozesse miteinbezogen? Sollte dies nicht der Fall sein, dann werden innerhalb der Branche ‹die Röstigräben› nicht verschwinden, es könnte diese sogar vertiefen, egal ob Vertreter*innen der kleinen Retailer oder der Romandie im Vorstand arbeiten oder nicht. Es bestehen Unklarheiten und offene Fragen. Als Alternative ist eine Sprengkandidatur ein Witz. Konstruktiver und mutiger wäre, eine Abstimmung ‹für oder gegen eine Denkpause› oder ‹ein Interimspräsidium anstelle einer Wahl› an der GV2021 zu traktandieren.»

Koni Kölbl (Travel-Solutions GmbH), via Email

Unfairer Rundum-Schlag

Vor Kurzem ist bei uns das Feedback «Enttäuschung über die Reisebranche» (siehe weiter unten) eingegangen. Darauf traf bei uns nachfolgende Rückmeldung ein:

«Schlimmer geht’s fast nimmer... Die unqualifizierten Äusserungen von Frau Simone Baer-Flühmann sind auch mir sauer aufgestossen! Wovon spricht diese Dame konkret, bzw. was genau ist denn eigentlich vorgefallen, dass sie sich zu einem solchen, absolut unfairen Rundum-Schlag gegen die gesamte Reisebranche veranlasst fühlte? Darüber geben die allgemein gehaltenen Zeilen der Schreiberin leider keinerlei Aufschluss. Woher also mag wohl der offensichtlich ‹vom Leib geschriebene Frust› gegen die Reisebranche und gleichermassen gegen deren Reiseversicherer herkommen?»

Hans-Jörg Leuzinger, via Email

«Grund einer Annullierung ist für das Reisebüro grundsätzlich irrelevant»

Auf eine vor kurzem eingesandte Reaktion auf unsere Beiträge (siehe Feedback unterhalb «Enttäuschung über die Reisebranche») hat uns nachfolgende Stellungnahme erreicht:

«Im Folgenden möchte ich einige Sachverhalte richtigstellen. Des Weiteren möchte ich betonen, meine Meinung als Privatperson wiederzugeben und nicht namens meiner ehemaligen Arbeitgeberin, der Europäischen Reiseversicherung (ERV).

Es ist nicht fair, Frau Baer, die Reisebranche dermassen an den Pranger zu stellen, weil sie sich angeblich ‹von den Versicherungen einspannen› lasse. Das Reisebüro vermittelt Ihnen die Reiseversicherung und erhält dafür eine Provision. Die Vertragsparteien sind ausschliesslich Sie als versicherte Person und Prämienzahlerin und die Versicherungsgesellschaft als Trägerin des Risikos. Letztere würde also niemals – auch nicht ‹klandestin, quasi hinter Ihrem Rücken› via dem vermittelnden Reisebüro nach allfällig vorhandenen, vertraulichen Daten seiner Kunden Nachforschungen betreiben. Bei Annullierungsschadenfällen läuft das Prozedere in den allermeisten Fällen so, wonach das Reisebüro Ihnen die Stornokosten in Rechnung stellt. Dies mit der Bitte, sie mit den übrigen Belegen wie Arztzeugnis oder Unfallprotokoll etc. der Versicherung zur Rückerstattung einzureichen. Der eigentliche Grund einer Annullierung ist für das Reisebüro grundsätzlich irrelevant.

Wenn nun – wie im konkret umschriebenen Fall – das Arztzeugnis aussagt, dass Sie die Reise infolge einer Covid-19 – Erkrankung annullierten, wird die Versicherung Sie befragen, ob Sie geimpft sind (sofern diese Angabe nicht dem Arztzeugnis entnommen werden kann). Diese Informationen besitzen somit nur Sie als versicherte Person und die Versicherungsgesellschaft; das Reisebüro ist völlig aussen vor.

Gerne hoffe ich somit, dass ich Ihre ‹Enttäuschung über die Reisebranche› in eine ‹Hochachtung, wie die besagte Branche diese herausfordernde, schwierige Zeit bisher souverän gemeistert hat›, umwandeln konnte.»

Thomas Tanner (ehem. CEO der ERV), via Email

Enttäuschung über die Reisebranche

Kürzlich ist bei Travelnews dieses generelle Feedback eingegangen, welches sich auf diverse Berichte zu Annullationsversicherungen bezieht:

«Jahrelang habe ich in dieser bunten, wilden, lauten und sehr offenen Branche gearbeitet und es geliebt. Bis heute liegt sie mir am Herzen und ich bin dankbar was ich alles lernen durfte. Nun bin ich aber unglaublich enttäuscht von meiner alten Branche. Die Branche welche immer predigt, dass Tourismus nachhaltig sein soll, dass man nicht nur Ferien machen soll, sondern Reisen. Kulturen kennenlernen und Toleranz lernen und erleben. Diese offene Branche lässt sich mir nix dir nix von den Versicherungen und dem Bund im Impf Karusell einspannen und verlangt, dass Ungeimpfte CXL Spesen selbst bezahlen sollen.

Um die Branche zu unterstützen und meine Freizeit zu entlasten buche ich seit Jahren meine Ferien bei meiner Reisebüro-Perle. Sie weiss wieviel ich im Jahr für Ferien ausgebe, ob ich mit meinem Mann noch im selben Bett schlafe und welche Bettdecke wir dabei bevorzugen. Logisch weiss sie auch, ob ich geimpft bin oder nicht. Aber das sage ich ihr im Vertrauen, wie alles andere auch. Dieses Vertrauen geht ganz übel verloren, wenn sie meine vertraulichen Gesundheitsdaten an die Versicherung weiter gibt.

Oder anders erklärt, wenn sie jedes Jahr dem Sexgrüsel den Flug nach Pattaya bucht und dieser dann beim Sex mit Minderjährigen den Tripper holt und sich in der Schweiz behandeln lässt, soll sie das auch der Krankenkasse melden? Zahlt die Krankenkasse das dann auch nicht? Oder das lesbische Paar dass sich in Spanien schwängern lässt und hier wegen einer Fehlgeburt im Spital ist? Wie weit wollt ihr gehen mit vertraulichen Daten?

Man kann klagen, dass die letzten Jahre wieder unglaublich hart waren für die Reisebüros. Viel Aufwand mit Rückführungen, Umbuchungen, ständig wechselnden Bedingungen. Aber anstatt jeden willkommen zu heissen und auch Ungeimpften zu sagen: Hey im Reisebüro berate ich dich, wo du noch willkommen bist! - schmeisst man sich lieber an die Versicherungen. Macht sich unbeliebt und verliert bestimmt noch mehr Kunden. Weil Ebookers und Co. fragen mich bestimmt nicht nach meinem Impfstatus. Und nur zur Info, die Versicherungen sind schon stinkreich mit all den ungenutzten CXL Versicherungen. Denen tut das nicht weh, wenn sie vielleicht zehn weitere Fälle zahlen müssen. Aber ich glaube jedes Reisebüro leidet wenn ihm zehn Kunden weg fallen.»

Simone Baer - Flühmann, via Email

Es braucht mehr Druck auf US-Regierung

Aus Florida hat uns folgendes Feedback zum Artikel über die US-Einreisezahlen erreicht:

«Vielen Dank für den hervorragenden Überblick und die realistische Zusammenfassung der Einreisesituation.

Meine europäischen Kunden mit US-Immobilien stöhnen, Kauf-Interessenten sind teilweise abgesprungen (‹erst Trump, jetzt immer noch Covid?›), derweil haben Sie sicher Recht: erst eine Impfanerkennung und nachlassende inländische Reisetätigkeit werden genug Druck bei der Regierung für eine Änderung aufbauen.

Aber: Labor Day, dann Thanksgiving, dann Weihnachten stehen vor der Tür – und was machen die Amerikaner zu diesen Feiertagen? Genau!»

Tobias Kaiser, via Email

Wird eine neue Panik verbreitet?

Wie soll der CO2-Ausstoss bis 2050 in der Fliegerei neutralisiert werden? Dazu hat uns folgende Rückmeldung erreicht:

«Besten Dank für den ausführlichen Bericht zur CO2 Thematik im Zusammenhang mit der Fliegerei. Eine Reduktion des CO2 Ausstosses in der Fliegerei heisst also, von 1,5 % (CH) bzw. 2,7 % (weltweit) Anteil, durch irgendwelche, wirtschaftsfeindliche Massnahmen, 0, irgendein % zu erzwingen!

Ich werde den Eindruck nicht los, dass nach dem nicht stattgefundenen Waldsterben, eine neue Panik verbreitet werden soll. Bitte die Geschichte des Klimas und der Wetterkapriolen zurückverfolgen, zuerst vielleicht 500 Jahre, die Warmzeit (!!) und anschliessend mindestens 10'000 – 1'000'000 Jahre!

Kleiner Tipp, was heisst Grönland auf Deutsch? Ah ja, grünes Land, alles klar?»

Erich Weber, via Email

In Zukunft weniger fliegen ist Wunschdenken

Kürzlich haben wir uns mit dem CO2-neutralen Fliegen beschäftigt. Dazu hat uns folgende Rückmeldung erreicht:

«Schade, dass den politisch bedingten ‹Flug-Hassern› immer nur die ewiggleichen Parolen einfallen - Flugverbote und neue Steuern fordern, aber gegenüber anderen Konzepten rümpft man prinzipiell die Nase und redet sie schlecht. Darf ja gar nicht sein, dass das Fliegen plötzlich etwa noch ökologisch und die Aviatik gar zur Vorzeigebranche wird!!! Wäre ja schrecklich, wenn man den Lieblingsprügelknaben verlieren würde...

Das es ‹Bullshit› ist (wie sich Frau Sahdeva so galant ausdrückt), wegen einer nichtssagenden PowerPoint-Präsi um den halben Erdball zu fliegen, ist glaube ich jedem klar. Aber die ganzen Steuerchen und Abgäbelchen stören doch genau diese ‹Sünder› am wenigsten, stattdessen wird die Rettung des Weltklimas auf dem Rücken von Familien ausgetragen, die sich ihre eine Woche Mallorca alle zwei Jahre gerade so knapp zusammensparen können. Der vermögende Jet-Set hingegen bolzt nach wie vor steuerfrei (gemäss dem neuesten Vorschlag der EU zur Kerosinbesteuerung) im Privatjet in der Weltgeschichte herum. Ist das fair? Oder gar ökologisch?

Und weiter: dass man nun in Zeiten von Corona wieder vermehrt das Reisen vor der eigenen Haustür, im eigenen Land entdeckt, ist ja schön und gut, aber dass deshalb in Zukunft viiiieeeel weniger geflogen wird, ist auch nicht mehr als blosses Wunschdenken. Gerade hier in der kleinen Schweiz, wo man die meisten touristischen Angebote dank prima ÖV auch bequem übers Wochenende ‹abarbeiten› kann, wird sich viel schneller eine Sättigung einstellen als sich viele erträumen- Frei nach dem Motto ‹mir heis gseh›. Wir Schweizer haben erst gerade so richtig entdeckt, dass die Welt sehr viel grösser ist, als unser kleines Gärtchen und dass diese Welt zu bereisen etwas wunderschönes ist. Wer glaubt, dass sich dies rückgängig machen lässt, kann nur als hoffnungslos verblendet bezeichnet werden.»

Luca di Montanari, via Disqus

Neue Arbeitsmodelle müssen her

Zu unserem Beitrag über das Fehlen von Talenten in der Reisebranche ging dieses Feedback bei uns ein:

«Der Fachkräftemangel ist in allen Branchen so zu spüren, aber mit neuen Arbeitsmodellen, unterstützt von der passenden Technik kann man es langfristig schaffen ein motiviertes Stammpersonal aufzubauen. Ich drücke der Tourismusbranche die Daumen, dass dies unter den erschwerten Bedingungen des Restarts gut klappt.»

Peter Schmidmaier, via Linkedin

«Eventuell müsste man in den HRs einfach mal ein bisschen umdenken»

Aufgrund der gegenwärtigen Krise kommt es zu Kündigungen und freiwilligen Abwanderungen. Dies verursacht bei Reisebüros und Reiseveranstaltern etliche personelle Lücken. Folgende Rückmeldung ging diesbezüglich bei uns ein:

«Es gibt noch immer genügend erfahrene Leute in der Branche, die unter Umständen auch kurzfristig und temporär auf Mandatsbasis einspringen können. Das sind nicht die ‹jungen Talente› sondern halt ‹alte Hasen›. Das heisst aber nicht, dass diese gegenüber den neuesten Entwicklungen nicht aufgeschlossen sind. Eventuell müsste man in den HRs einfach mal ein bisschen umdenken.»

Hans-Peter Brasser, via Linkedin

Förderung der Teilzeitarbeit

Auf unseren Artikel über den derzeitigen Fachkräftemangel hat uns folgendes Feedback erreicht:

«Vielleicht auch das Thema Jobsharing mehr in Betracht ziehen, egal ob im Produktmanagement-Bereich, Spezialist in einer Resi oder an der Front im Reisebüro. Egal ob Mann oder Frau, ob Eltern oder Studium/Weiterbildung, während meinen 12 Jahren Reisebranche gab es sehr viele, die sich eine Teilzeitanstellung wünschten, dies aber nicht ermöglicht wurde.

Und dann ist es halt auch so, dass erfahrene, langjährige Mitarbeiter gingen oder gehen mussten, deren Stellen wurden intern besetzt (für die, die nachrücken eine tolle neue Herausforderung), kein Wunder kehren die Erfahrenen nicht zurück.»

Sonja Hitz-Frei, via Facebook

«Risikoländerliste kein ganzheitlicher Ansatz»

Auf den Travelnews-Kommentar, «Das BAG sollte weiterhin umsichtig agieren», gingen diese Kommentare ein:

«Es ist aber auch eine Tatsache, dass uns andere Länder wieder auf die Risikoliste setzen, wie gerade Hongkong, und dadurch das Reisen ebenfalls wieder erschwert oder verunmöglicht wird. Es muss also im Interesse der Reisebranche sein, gangbare Lösungen zu unterstützen, welche die Zahlen in der Schweiz unter Kontrolle bringen. Eine Risikoländerliste für die Schweiz ist dazu kein ganzheitlicher Ansatz.»
Daniel Steffen, CEO Checkport Switzerland

«Testpflicht kann man zumindest bei den Flugreisenden festlegen, andere Länder schreiben auch vor, dass man nur mit einem negativen PCR-Test einreisen darf. Dieser wird dann von den Airlines normalerweise beim Check-in geprüft und dann kann man wahrscheinlich relativ gut, die mit dem Auto einreisen, diese rauspicken mit viel Gepäck und schauen ob sie nun schon geimpft sind oder einen negativ Test haben. Grenzgänger sind einfach auszuschliessen, da diese ja einen speziellen Ausweis haben und somit die Testpflicht entfällt.»
Dan Erni

«Der Anbieter will die volle Kontrolle»

Auf den Beitrag Live-API oder Datenlieferung? – «Die Zukunft gehört hybriden Modellen» ging dieses Feedback ein:

«OTDS ist für Push-Lösungen sicher gut. In Zukunft wird es aber vermehrt dynamischer im Bereich Pricing und Personalisation. Zudem will der Anbieter die volle Kontrolle, was bei OTDS nicht möglich ist. Insofern haben APIs mehr Möglichkeiten. Das Problem ist aber, dass es bei APIs noch keine etablierten Standards gibt, oder eben mehrere - je nach Branche. Wir haben bei uns z.Bsp. den Flight-only NDC Standard dahingehend erweitert, dass man eben alle Produkte offerieren und buchen kann - also würde NDC auch bei Amazon gehen, nicht nur bei Airlines. Unsere Erweiterungen sind so eingebaut, dass wir rueckwärtskompatibel sind, also nur traditionelles IATA NDC machen kann, oder eben auch Full Product Retailing, inklusive Bundling von Produkten - alles über eine neutrale Schnittstelle.»
Roland Heller

«Wozu in ein Testcenter gehen oder irgendwo anstehen?»

In den Testcentern werden gerade zum Auftakt der langersehnten Sommerferien Testengpässe erwartet. Das muss nicht sein, findet einer unserer Leser und schreibt uns folgendes:

«Wozu in ein Testcenter gehen oder irgendwo anstehen? Wir von Crystal Travel arbeiten mit zwei Laboren in der Schweiz zusammen und können so den Kunden die PCR-Tests bequem nach Hause senden. Der Kunde kann den Test zu Hause machen und direkt ans Labor senden. Am nächsten Tag um ca. 15 Uhr ist das Testresultat sogar mit QR-Code beim Kunden.

Kein Zeitverlust, keine Warterei, alles ganz bequem. Kann übrigens ja auch für den Ausgang genutzt werden. Test am Donnerstag am Abend machen und das Resultat liegt am Freitag ca. 15 Uhr vor - und dann ab in den Ausgang.

Uns ist bekannt, dass es auch noch andere Reisebüros gibt, die einen ähnlichen Service anbieten. Warum also nicht mit einer positiven Nachricht auf die Reisebüros hinweisen?»

Bernhard Wyss von Crystal Travel, via Email

«Das Weiterdenken fehlt mir in der Branche»

Der Schweizer Reise-Verband hilft jenen Fachkräften, die nach dem Lehrabschluss noch keine Stelle gefunden haben, zu einem Job in der Reisebranche. Folgendes Feedback ist zu diesem Thema bei uns eingegangen:

«Was es aber auch brauchen würde, ist eine Liste der Lehrabgänger, welche jetzt Studieren möchten, in der Branche bleiben würden und auf der Suche nach Teilzeitjobs sind. Das Weiterdenken fehlt mir in der Branche. Man bildet aus, die Absolventen verlassen das Unternehmen und studieren. Damit würden die Fachkräfte nicht verschwinden. Wir könnten diese Mitarbeiter noch brauchen, für Notfallservice etc.»

Barbara Wohlfarth, via Disqus

Zoom & Co. sind kein Ersatz

Kürzlich veröffentlichte Travelnews die Ergebnisse einer Umfrage zur Entwicklung der Geschäftsreisen von Airplus International. Dazu ist folgendes Feedback bei uns eingegangen:

«Schön, zu sehen, dass sich meine persönliche Sicht der Dinge zu bewahrheiten scheint. Zoom & Co. sind kein, und werden auch nie, einen adäquaten Ersatz zum wirklich direkten Kontakt werden. Sind wir ehrlich: Videokonferenzen sind de facto glorifizierte Telefonate. 90 Prozent aller Zoom-Calls, die ich in den letzten 18 Monaten getätigt habe, ersetzten nicht Reisen und Besuche, sondern Telefonanrufe. Und wiederum gefühlt 100 Prozent endeten mit Floskeln à la ‹das nächste mal dann hoffentlich wieder in real mit Kafi & Gipfeli!›»

Luca di Montanari, via Disqus

Durch die Schweiz für 11 Franken am Tag

Schweiz Tourismus hat ein Sommer-AG lanciert. Damit können Schweizerinnen und Schweizer einen Monat lang die Schweiz im ÖV erfahren und das ab 11 Franken pro Tag (ab 330 Franken / Monat). Hierzu ist folgendes Feedback bei uns eingegangen:

«Ich finde es sehr gut, dass Sie für ein Sommer-GA Reklame machen. Wer aber bereits ÖV-Fahrer ist, weiss, dass es dieses Abo nicht bloss im Sommer, sondern das ganze Jahr gibt. Es kostet Fr. 10.— mehr. In Monaten, die 31 Tage haben, macht das auch bloss Fr. 11 im Tag, sonst halt 33 Rappen pro Tag mehr.»
Hansjakob Achermann per Email

Erzieherische Massnahme des BAG

Die BAG-Risikoländerliste, die bald Geschichte ist, hat unsere Leserinnen und Leser in den letzten Wochen stark beschäftigt.

«Weshalb Mexiko - nach Pause seit der Anpassung der Kriterien im Oktober - trotz massiv gesunkener Infektionszahlen
seit Mai wieder auf der Risikoländerliste ist, ist mir ein Rätsel. Ich hatte schon damals den Verdacht, dass es lediglich um erzieherische Massnahme geht, allenfalls auch wegen einzelnen pos. getesteten Rückkehrern. Leider habe ich trotz mehrfacher Nachfrage keine Antwort dazu erhalten, somit war/ist auch völlig unklar, nach welchen Kriterien Mexiko wieder von der Liste gestrichen würde. Zum Glück erübrigt sich das wohl eh demnächst.»
Claudia Dolfi via Disqus

CO2-Gesetz: Fehlende Vision für den Flugverkehr

Die Luftverkehrsabgabe, so wie sie im CO2-Gesetz vorgesehen ist, ist reine Umverteilung und schadet den einheimischen Airlines massiv, ohne nennenswerte Effekte auf den Klimawandel, schrieb Travelnews in einem Kommentar. Diese Sichtweise hat etliche Reaktionen ausgelöst.

«Lieber Jean-Claude Raemy. Schön, wie Du Argumente und Gegenargumente des neuen CO2-Gesetzes auflistest. Zuletzt entscheiden also die Stimmbürger*innen (oder die knapp 40% die wahrscheinlich abstimmen), wie wichtig uns der Klimaschutz ist oder eben nicht. Die bisherige Erfahrung hat mir gezeigt, dass es überall dort möglich ist, wo es für uns keine wesentliche Einschränkung bedeutet und freiwillig ist. Leider genügt das nicht, denn so erreichen wir die Klimaschutzziele leider nicht! - Zugegeben, die CO2 Abgaben beim Luftverkehr werden einigen etwas weh tun. Aber deswegen alles über Bord werfen ? Politik bedeutet auch, sich für die Allgmeinheit und grössere Ziele einzusetzen und nicht allein die Ticketabgaben in den Focus zu nehmen. Ich begrüsse die Stellungnahme des SRV ausdrücklich. Für mich ist klar: ich habe JA für dieses CO2 Gesetz gestimmt.»
Juerg Schwarz via Disqus

«Wer von Frankfurt via Zürich nach New York fliegt, hat diesen Flug wohl dem teureren Direktflug von Frankfurt nach New York vorgezogen, behaupte ich jetzt mal. Und dass der aus Frankfurt kein Schweizer ist, macht die Sache noch klarer – denn wenn er bezahlen müsste, aber nichts davon «rückvergütet» bekommt, wie es das CO2-Gesetz vorsieht, wäre er ja der Gearschte. Ich gebe auch meinem Vorredner recht: das CO2-Gesetz auf die Ticketabgabe zu reduzieren, führt nicht ins Ziel. Keiner hat gesagt, dass der Schutz des Klimas gratis zu haben ist.»
Raphaël Surber via Email

«Mir fehlt bei dem ganzen Thema einfach die Vision für den Flugverkehr. Man kann diese Lenkungsabgabe durchaus erheben – vorallem in günstigeren Ticketbereichen überproportional. Dann müssen diese Abgaben aber zu 100% in Innovationen für die Luftfahrt zurückfliessen, sprich Bio-Kerosin und Elektroflugzeug, Schleppen der Flugzeuge bis zur Startbahn etc. Airlines, die einen Beitrag zur CO2-Reduktion leisten, sollen entsprechend incentiviert werden. Mit der jetzigen Regel wird die Zitrone Luftverkehr einseitig und mit Nachbarstaaten unkoordiniert ausgepresst, der Luftverkehr dämonisiert. Viele Schweizer werden dann wohl ab Frankfurt, Stuttgar oder Malpensa fliegen... von mir wirds für diese unausgereifte Vorlage ein NEIN geben!»
Roland Zeller via Disqus

«Gratuliere zum guten Artikel!»
Mark Dennler, Kt. Zürich Volkswirtschaftsdirektion, Amt für Mobilität via Email

Wieviele halten sich ans Nachtesten?

Wer lediglich mit Selbstdeklaration oder Antigentest in die Schweiz einreist, muss sich nachtesten lassen oder riskiert eine Busse, lautet die Bestimmung. Doch das System ist löchrig, schrieb Travelnews. Hierzu gingen diese Reaktionen ein:

«Also falls dieses Regelungswirrwarr wirklich zutreffend sein sollte, dann ist dies wirklich nichts anderes als eine Diskriminierung von Flugreisenden. Bei der Einreise aus einem Gebiet mit besorgniserregenden Varianten mag dies ja noch sinnvoll sein. Alles andere ist aber aus epidemiologischer Sicht nicht gegeben. Dann müsste dies auch für Einreisen mit dem Zug oder dem Bus gelten.»
Sean Girard via Disqus

«Die Analyse stimmt nicht. Genesene brauchen bereits jetzt beim Boarding keinen PCR Test. Geimpfte ab Montag 31.5.2021 auch nicht mehr. Kenne Genesene die mit pos. PCR Test und Medical recovery certificate für Flüge in die Schweiz boarden konnten, manchmal musste man die Agenten auf die Bestimmungen hinweisen. Massgebend für die Airlines sind beim Check in die Angaben aus TIMATIC (iata). Deutschland handhabt es gleich. Genesene und Geimpften werden getesteten Personen gleichgestellt.»
Aaron S. via Disqus

[Hinweis: Die entsprechende fehlerhafte Stelle im Text wurde nun angepasst]

Gewinnkompensation macht gierig

Rund ums Mittelmeer ziehen die Mietwagenpreise deutlich an, thematisierte Travelnews Anfangs Woche in einem Beitrag. Einer unserer Leser hat uns daraufhin dieses Feedback geschrieben:

«Ich habe Ihren Artikel zu den steigenden Mietwagenpreisen gelesen. Dass die Preise anziehen, ist korrekt. Zutreffender wäre allerdings, von einer nie dagewesenen Gier nach Gewinnkompensation zu sprechen, welche der ‹ach so vermisste› Tourist zu berappen hat. Ich bin mir sicher, dass ich keine Ausnahme bin. In meinem konkreten Fall heisst dass:

Buchung eines Mittelklassewagens für 1 Woche vom 22.-29. Mai 2021 am Flughafen Palma de Mallorca:

  • Buchung am Samstag, 8.5.2021: 120 Euro
  • Buchung am Montag, 10.5.2021: 470 Euro
  • Buchung am Sonntag, 16.5.2021: 990 Euro

Hier von Preiserhöhungen von 300% zu sprechen, ist gelinde gesagt, massiv untertrieben! Die Reisebüros auf der Insel sprechen von ‹kriminell›, sind jedoch den Gegebenheiten ausgeliefert, da sich die Mietwagenfirmen scheinbar abgesprochen haben. Die Aussage, dass man den ach so vermissten Touristen um jeden Preis wieder zurück auf der Insel haben will, erscheint so in einem ganz anderen Licht. Und angesichts dieser zusätzlichen Ferienbudgetbelastung sind die Diskussionen über die teuren PCR-Tests (ab 149.-) ein Witz!

Meinen Urlaub werde ich trotzdem geniessen. Ich hoffe einfach, dass alle anderen Anbieter auf Mallorca nicht auch dem Geldgier-Virus verfallen sind. Ein Virus genügt!»

Dieter Koch, per Mail

PCR-Testkosten machen Familienferien unerschwinglich

Kürzlich informierte das Testcenter von Checkport/Ender, dass es die Preise für die Corona-Tests nach unten anpasst. Ein Leser hat daraufhin folgendermassen reagiert:

«Dieses Angebot gibt es von Viselio im Radisson Blu am Flughafen Zürich schon seit einer Weile und günstiger. Der PCR-Test aus einem EU-Labor kostet 119 Franken mit vorgängiger Online Registrierung (günstigstes Angebot in der Schweiz gemäss meiner Recherche). Test Resultate von Tests bis 21 Uhr erhält man per Email am Folgetag ca. um 10 Uhr. Wir haben diesen Test so gemacht für eine Reise nach Ibiza vom 9. Mai.

Den Preis von 150 Franken gab es schon vor Wochen. Also man kann nicht von günstiger sprechen. Aus meiner Sicht sind die Preise deutlich zu hoch. Bleiben sie so und die Anforderungen für PCR-Test ebenfalls, dann werden Ferien gerade für Familien rasch unerschwinglich und die Reisebranche wird sich nur sehr schwer erholen. Es stehen der Personentransport- und Reiseindustrie sehr schwierige Zeiten bevor, falls nicht ein effizienterer und pragmatischerer Umgang mit viralen und pandemischen Themen gefunden wird.»

Thomas Schwob, via Disqus

«Irgendwas läuft falsch»

Im Interview mit Travelnews sagt Lukas Keiser vom Bildungszentrum Luzern, dass eine Ausbildung im Tourismus riesige Chancen biete. Daraufhin traf diese Leserreaktion ein:

«Irgendwas läuft trotzdem falsch in der Ausbildung. Wir haben ein Praktikum im Touroperating bei HFT, IST, HES-SO, etc. ausgeschrieben. Klar ist eine feste Anstellung attraktiver, aber ein Praktikum ist doch ein gutes Sprungbrett und wäre sogar mit Kurzarbeit kompatibel. In zwei Wochen kam eine (!) Bewerbung...
Vielleicht sollte man an den Tourismusschulen mal lehren, dass es Initiative braucht, um eine Stelle zu finden, statt immer nur von Chancen zu reden und Zweckoptimismus zu verbreiten.»

Günther Lämmerer, Geschäftsleiter Eurotrek, via Disqus

«Nicht zu Ende gedacht»

Das von Schweiz Tourismus initiierte Werbevideo mit Roger Federer und Robert De Niro schlägt hohe Wellen. Doch nicht allen gefällts:

«Auf den ersten Blick ist das ja ein witziges Video. Aber der Clip transportiert auch eine zweite Nachricht: Die Schweiz und ihre Bewohner sind langweilig. Wer will schon in ein langweiliges Land reisen? Die Message des Clips sit nicht bis zu Ende gedacht.»

Jan via Disqus

«Wir wollen Reisen»

Die Auflistung von Ägypten auf der Risikoländer-Liste des BAG ist noch nicht vom Tisch. Kürzlich hat uns diesbezüglich folgendes Feedback von einer Leserin erreicht, welche vor Ort in den Ferien war:

«Ich und meine Familie waren vom 17. April – 30. April 2021 an der Soma Bay im Hotel Kempinski Abu Soma. In Hotel wurden sämtliche Sicherheitsmassnahmen zur Eindämmung von Covid-19 strikt eingehalten. Wir haben uns sogar vorgängig beim Hotel informiert und ein super erarbeitetes Konzept erhalten. Das Hotel durfte auch insgesamt höchstens 50% belegt werden.

  1. Mitarbeiter an der Rezeption wurden durch eine Plexiglas-Scheibe am Empfang geschützt und hatten immer eine Maske auf
  2. Mitarbeiter an der Beachbar, Strand etc haben Masken getragen. Die Badetücher wurden durch den Mitarbeiter in einem Plastik zur Liege getragen und nicht angefasst und die Liegen wurden vorgängig desinfiziert
  3. Desinfektions-Spender wurden überall aufgehängt
  4. Das Besteck inkl. Serviette waren eingepackt
  5. Im Speisesaal gab es genug Abstand, das heisst mind. 1,5 Meter pro Tisch und die Kellner und Köche hatten auch immer eine Maske auf
  6. Den PCR-Test für den Rückflug in die Schweiz konnten wir im Hotel beim Hausarzt machen. Der Abstrich wurde professionell entnommen und innert 24 Stunden wurde uns das Ergebnis (negativ) in unsere Hotelzimmer gelegt.
  7. Rückflug in die Schweiz mit Edelweiss verlief problemlos. Wenn ein Passagier die Maske nicht korrekt angezogen hatte, wurde er durch das Flugpersonal höflich darauf aufmerksam gemacht. Nach der Landung in Zürich wurde der Ausstieg in Gruppen durchgeführt.
  8. Ebenfalls haben wir während 5-Tagen einen Kitesurfkurs besucht. Der Kitelehrer hat immer eine Maske getragen.

Wir persönlich würden jederzeit sofort wieder in Ägypten Ferien machen und wir haben uns während dem ganzen Aufenthalt sehr sicher gefühlt. Anhand der täglich gemeldeten Coronafällen können wir den Entscheid seitens BAG überhaupt nicht nachvollziehen. Was uns ebenfalls aufgefallen ist, an der Soma Bay (Hotel/Kiteschule) waren fast ausschliesslich Schweizer Reisende, somit müssen wir stark davon ausgehen, dass aus den meisten anderen Länder keine Reise möglich ist.

Und noch etwas: Unsere Kinder (17 Jahre und 19 Jahre ) und der Freund (24 Jahre) unserer Tochter sind bereits am 24. April zurückgereist. Weder die Kinder, der Freund noch wir haben bis heute irgendwelche Krankheitssymptome und werden diese auch nicht bekommen.

Liebe Grüsse uns lasst euch nicht unterkriegen….wir wollen REISEN!»

Andrea & Rainer Schraner, per Email

Mexiko wird einfach vergessen

Bekanntlicherweise befindet sich Mexiko auch auf der jüngsten Risikoländerliste des BAG, welche am 3. Mai in Kraft tritt. Hierzu hat uns folgende Rückmeldung von einer Leserin erreicht:

«Nun kommt immer die Frage auf, ob reisen nach Ägypten sicher ist. Das kann ich leider nicht beurteilen. Daneben wird Mexiko einfach vergessen. Wir waren im Oktober und Dezember in Mexiko und sind dort auch auf eigene Faust rumgereist.

Sogar die Kleinsten tragen Masken, bei Eintritt in einen Laden wird Fieber gemessen und die Hände desinfiziert. Die Angestellten sind immer hinter Plexiglasscheiben und die Hotels je nach Stufe mit max. 60% belegt. Beim Rumreisen waren wir fast immer die einzigen Ausländer und Hotels waren kaum belegt. Auch beim Badeurlaub in der Nähe Tulum wurden immer ausserordentlich die Abstände eingehalten, alles desinfiziert etc. und es waren fast keine Leute dort. Es kam sogar vor, dass wir alleine im Meer oder Pool waren und die Anlage war riesig.

Wir verstehen nicht, wieso Mexico und auch Ägypten auf der Liste sind. Es sieht fast so aus, als wolle man uns vom Reisen abhalten. Diese Länder sind stark vom Tourismus abhängig und tun alles, damit ihre Gäste gesund bleiben. Wer Angst hat, soll zu Hause bleiben. In Mexiko habe ich mich jederzeit viel sicherer wie in der Schweiz gefühlt und das hört man ja auch von vielen Feriendestinationen.

Wir hatten beide Corona und sind geimpft. Unsere Behörden sind leider bisher nicht fähig, wie andere Länder es vormachen, bei der Rückreise in die Schweiz Unterschiede zu machen.»

Regula Degen, per Email

«Es ist halt doch eine politische Entscheidung»

Für einen weiteren Leser ist die Auflistung von Ägypten auf der neuen Risikoländerliste des BAG unverständlich, wie er uns in einem Feedback schreibt:

«Auch ich kann absolut nicht nachvollziehen, weswegen es gefährlich sein sollte, ans Rote Meer zu fliegen. Es ist halt doch eine politische Entscheidung; man will eigentlich nicht, dass die Leute verreisen und es damit ihnen gut geht. Im Prinzip ist es jenseits der Grenze in Deutschland sogar noch schlimmer: dort war Aegypten wie auch sehr viele andere Destinationen seit Mitte Juni 2020 auf der Liste und werden wohl noch lange Zeit dort bleiben.

Ich selbst war noch im Herbst in Hurghada: das Hotel war nur zu ca. 10% voll. In der sehr grossen Hotelanlage konnte man sich sehr gut aus dem Weg gehen, ebenso an den Stränden. Das Personal trug rund um die Uhr Masken und auf Hygiene wurde sehr geachtet. Ich habe mich nicht eine einzige Sekunde unsicher gefühlt.

Vielleicht sollte man - sofern es der politische Wille erlaubt - zwischen den Urlaubsdestinationen (Sharm-el-sheik; Hurghada etc.) und dem restlichen Ägypten unterscheiden. In den allermeisten Fällen verbringt man als Pauschaltourist seinen Urlaub im Hotelresort und nicht unbedingt im Basar vom Kairo.»

Stefan Scheer, per Email

Wer erzählt denn bitte sowas?

Auf unsere Feedback-Sammlung ist folgende Rückmeldung eingetroffen:

«Ich lebe im beschaulichen El Gouna kann daher aus erster Hand die Wahrheit berichten. Es gibt keine Maskenpflicht, ausser im Supermarkt, niemand hält Abstand, in den überfüllten Restaurants muss man mit dem Sitznachbarn fast kuscheln, das Küchenpersonal trägt keine Masken und die Ägypter spielen auf ihren Partys ‹wilde Sau›. Wir, die hier lebenden Ausländer und die wenigen Ägypter, welche sich Infos aus dem Ausland einholen, freuen uns schon sehr (ironisch gemeint) auf die Zeit nach Ramadan und dem koptischen Osterfest. Die ohnehin überfüllten Krankenhäuser werden dann endgültig kollabieren. Wie kann man behaupten, sich hier sicherer als in der Schweiz zu fühlen? Das ist klassische Schönrederei.

Aber: Wir sind hier in guten Händen! Lieber Autor: Diese Aussage ist verantwortungslos und gefährlich!»

Silvia Dett, via Disqus

Strikte Einhaltung der Sicherheitsmassnahmen

Der Artikel über die Auflistung von Ägypten auf der BAG-Liste schlägt hohe Wellen. Ein weiteres Feedback hat uns diesbezüglich erreicht:

«Ich und meine Familie waren vom 1. - 17. April 2021 in Marsa Alam im Hotel Concorde Moreen Beach Ressort 14 Tage in den Ferien. In Hotel wurden sämtlich Sicherheitsmassnahmen zur Eindämmung von Covid-19 strikt eingehalten.

  1. Mitarbeiter an der Rezeption wurden durch eine Plexiglas-Scheibe am Empfang geschützt und hatten immer eine Maske auf
  2. Desinfektions-Spender wurden überall aufgehängt, dazu in vier verschiedenen Sprachen und Bildern beschrieben
  3. Im Speisesaal gab es genug Abstand, dass heisst mind. 1,5 Meter pro Tisch und die Kellner und Köche hatten auch immer eine Maske auf
  4. Den PCR-Test für den Rückflug in die Schweiz konnten wir im Hotel beim Hausarzt machen. Der Abstrich wurde professionell entnommen und innert 24 Stunden hatten wir das Ergebnis (negativ) auf unserem Handy. Nachweis dazu kann ich bei Bedarf gerne nachreichen
  5. Rückflug in die Schweiz mit Edelweiss verlief problemlos. Wenn ein Passagier die Maske nicht korrekt angezogen hatte, wurde er durch das Flugpersonal höflich darauf aufmerksam gemacht.. Nach der Landung in Zürich wurde der Ausstieg in Gruppen durchgeführt

Ich persönlich würde sofort wieder in Ägypten Ferien machen und wir haben uns während dem ganzen Aufenthalt sehr sicher gefühlt. Anhand der täglich gemeldeten Coronafällen (Quelle: JHU CSSE COVID-19 Data) kann ich nicht verstehen, wieso dieses Land auf der BAG-Liste gelandet ist.

Anhand dem Pflicht BAG-Einreisformular, welches jeder Passagier ausfüllen muss, ist es natürlich sehr einfach die Reisegewohnheiten jedes Schweizers zu scannen. Ich habe die Flugbegleitung für den Grund gefragt und es wurde mir erklärt, dies sei für das Contact Tracing.»

Roger Wahlen per Email

Deshalb kann man Ägypten bereisen

Ein weiteres Feedback bezieht sich auf den BAG-Entscheid, dass Ägypten auf der neuen Quarantäneliste ist:

«Wie Sie vielleicht wissen, bin ich Ägypter/Schweizer, der seit 48 Jahren in der europäischen Hotellerie- und Tourismusbranchen tätig ist. Zudem bin ich Gründer der Amin Travel GmbH, Zürich, die als Ägyptenspezialist der Schweiz seit 1984 bekannt ist. Aus diesen Gründen fühle ich mich verpflichtet, die CH Tourismus-Fachpresse, ihren Lesern, die Tourismusfachleute speziell und die Schweizer-Konsumente im Allgemeinen, bezüglich des BAG-Entscheides, Ägypten als Corona Risikoland zu nennen, über folgende Fakten zu informieren:

  • Tatsächlich kämpft Ägypten gegen die Corona Pandemie genauso wie andere Länder der Welt.
  • Seit Februar 2020, als die Corona Pandemie die Welt erobert hat, arbeiten in Ägypten das Tourismus-Ministerium, das Gesundheits- Ministerium, das Zivilluftfahrt-Ministerium und der Ägypten Tourismus- Verband zusammen, um die Pandemie zu bekämpfen und die ägyptische Bevölkerung sowie Ägypten-Besucher zu schützen und im Krankheitsfall zu behandeln.
  • Schon im März 2020, fast ein Jahr bevor die meisten europäischen Länder es getan haben, hatte Ägypten am Abend Ausgangssperren verordnet, Schulen geschlossen und alle Tourismus-Einrichtungen (Hotels, Museen, Besichtigungsstätten, Restaurants, Kaffees usw.) wurden gesperrt. Zudem hatte man ausserhalb der Ballungszentren ganze Spitäler vorgesehen, um die Corona Patienten weit weg von den grossen Städten zu behandeln.
  • Die Empfehlungen der WHO (Händewaschen, Distanzhalten, Maskentragen usw.) wurden durch die Medien bekanntgemacht. Noch heute werden Menschen, die ohne Maske unterwegs sind (zu Fuss, im PKWs, Bus, Zug, Taxi usw.) ermannt und bei Verweigerung bestraft.
  • Erst am 15. Mai 2020 durften die Hotels, die touristischen Einrichtungen, die Museen und die archäologischen Stätten ihre Tore wieder öffnen zuerst für die Einheimischen Gäste und nur zu 25% ihrer Kapazitäten. Am 1. Juni 2020 wurde erlaubt, 50% der Kapazitäten zur Verfügung zu stellen. Die Bedingung für die Wiedereröffnung war und ist bis heute der Erhalt vom sogenannten «Hygiene Safty Certificat» des Gesundheits und des Tourismus-Ministeriums. Dieses beinhaltet sehr strenge hygienische Auflagen, die von internationalen, spezialisierten Fachorganisationen zusammengesetzt und gutgeheissen wurden.
  • Ab 1. Juli 2020 durften die zertifizierten Hotels und touristischen Einrichtungen den ausländischen Touristen 50% ihrer Kapazitäten zuerst am Roten Meer, Süd Sinai und Marsa Matrouh zur Verfügung stellen. Danach wurde erlaubt Kairo, Luxor, Assuan usw. zu bereisen unter der Auflage, die strengen hygienischen Bedingungen einzuhalten und die erlaubte Quote von 50% nicht zu überschreiten. Dies gilt bis heute in allen ägyptischen touristischen Betrieben (nicht nur in Hotels)!
  • Ebenfalls wurden für den Flugverkehr vor dem Boarding, während dem Flug und nach der Ankunft in den ägyptischen Flughäfen strenge Auflagen vorgeschrieben.
  • Man kann die Städte am Roten Meer und im Süd Sinai praktisch als Corona frei nennen. Dort liegt die tägliche neue Infektionszahl beinahe bei null.

Was tut die ägyptische Regierung sonst für die Touristen, die in Ägypten Corona positiv getestet werden?

Der Patient wird in seinem gebuchten Hotel auf einer Hoteletage, die nicht mit anderen Hotelgästen belegt wird, sofort in Quarantäne isoliert. Das Gesundheits-Ministerium wird sofort informiert. Wenn der Fall nicht kritisch ist, bleibt der Gast unter medizinischer Behandlung im Hotel. Das Hotel übernimmt die gesamte Aufenthaltskosten inklusive Mahlzeiten und Getränke, solange der Patient dies benötigt. Begleiter des Patienten werden ebenfalls getestet und es gilt für sie die gleiche Behandlung wie für den Patienten.

Patienten in kritischem Zustand werden sofort ins Spital gebracht und gegen Corona behandelt. Der Spitalaufenthalt und die Behandlungskosten werden vom ägyptischen Gesundheits-Ministerium getragen. Begleiter, die nicht infiziert sind können auswählen zwischen kostenlosem Aufenthalt im Hotel so lange der Patient im Spital ist oder zurück nach Hause zu fliegen. Begleiter, die infiziert und im kritischen Zustand sind werden im Spital behandelt und für sie gilt die gleiche Behandlung wie für den Patienten selbst.

Als Beilage sende ich Ihnen eine Kopie des Dokuments «Regulation for the resumption of Tourism to Egypt» ausgegeben vom ägyptischem Tourismus-Ministeriums. Dieses enthält die obengenannten Informationen und noch viele mehr bezüglich der Behandlung der Corona Pandemie in Ägypten.

Warum kann man Ägypten bereisen?

Das Obengenannte beweist, dass die Gäste, die Ägypten bereisen, dort in guten Händen sind. Stand heute, Freitag, den 23.04.2021, sind in Ägypten offiziell 865 neue Corona Infektionen innert 24 Stunden gemeldet (bei 110 Millionen Einwohner). In der Schweiz sind es 2113 Fälle (bei 8.5 Millionen Einwohner). Falls, die ägyptischen Behörden die Infektionszahlen in Ägypten um 200% niedriger angeben als diese tatsächlich sind, wären diese verglichen mit einer Einwohnerzahl von 110 Millionen Menschen trotzdem noch sehr tief und akzeptabel.

Es ist den schweizerischen Tourismusfachleuten überlassen, ob sie Ägypten als Reiseland empfehlen oder nicht. Fast jedes Reisebüro im Lande hatte oder hat bis heute Kunden, die in Ägypten unterwegs waren oder noch sind. Die Berichte und deren Erfahrungen von Kunden, die in Ägypten waren oder jetzt noch sind, sind für jeden von uns sehr wertvoll.

Ich wünsche allen CH-Reisebüros gute Geschäfte und baldige Erholung von der Corona Pandemie.»

Ahmed Amin, Amin Travel GmbH, per Email

Maskenpflicht nicht eingehalten

Auf unseren Beitrag zu den Edelweiss-Sonderflügen nach Ägypten erreichte uns folgende Rückmeldung:

«Ich glaube auch, dass sich die Infizierten das Virus in der Edelweiss Maschine geholt haben. Leider wird das Maskentragen bei Edelweiss Flügen nicht genug konsequent durchgesetzt. Ich habe das letzten Sonntag auf dem Flug von Hurghada nach Zürich selber erlebt.»

Peter Steiner, via Disqus

Kein Schutzkonzept in Ägypten

Einer unserer Leser war kürzlich in Ägypten und ist wenig erstaunt, dass das Land auf der neuen Quarantäneliste des BAG ist:

«Wir befinden uns aktuell in Hurgada. Mit Verlaub ist hier nichts von einem Schutzkonzept zu sehen. Keine Distanz wird eingehalten. Die Animation gibt Vollgas. Schwitzen in grossen Gruppen beim Tanzen. Überfüllter Speisesaal, weil einer geschlossen ist! Mich verwundert es nicht, dass Ägypten auf dieser Liste landet. Der Test zum Rückflug wurde angenommen. Aber absolut nicht erkennbar, ob dann das Resultat auch von mir ist. In Bussen sind wir die einzigen, die Masken tragen. Okay, jeder kann sich selber schützen. Aber in Ägypten von einem Schutzkonzept zu sprechen, finde ich persönlich nach einer Woche massiv übertrieben!»

Beat Zurbuchen, via Disqus

Ägypten sicherer als Schweiz

Der Entscheid des Bundesamts für Gesundheit, Ägypten auf die Risikoländerliste zu setzen, sorgt nicht nur bei den Spezialisten für Kopfschütteln, sondern auch bei unseren Lesern, wie dieses Feedback zeigt:

«Wir waren bis letzten Sonntag im Mövenpick El Quseir. Wir haben uns während den gesamten 8 Tagen wohler und sicherer gefühlt als zuhause in der Schweiz. Das Personal ist sehr aufmerksam und wurde sehr gut auf diese spezielle Situation trainiert. Es wird täglich alles desinfiziert.
Die einzige Situation, wo wir uns nicht mehr wohl gefühlt haben, war auf dem Edelweiss Rückflug. In der Business Class hatten die Hälfte der 12 Passagiere die Maske während des Fluges praktisch nie auf der Nase. Die Flugbegleitung hat leider nicht reagiert.»

Peter Steiner, via Disqus


(TN)