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Bad news für Kanada-Fans: Das Land ist nun auch noch auf der Risikoländerliste des BAG. Bild: Denise Jans

Kanada figuriert ab sofort auf der Risikoländerliste des BAG

Grund für die Notmassnahme ist die Ausbreitung der gefährlichen Virenvariante P1 im zweitgrössten Land der Welt. Kanada weist nach Brasilien aktuell die zweitmeisten Ansteckungen mit P1 weltweit auf.

Paukenschlag beim Bundesamt für Gesundheit (BAG) gestern Abend: Per 16. April um 18.00 Uhr - also praktisch per sofort - wurde Kanada der Liste der Risikoländer hinzugefügt, womit Einreisende aus Kanada nun einer Quarantänepflicht in der Schweiz unterliegen.

Das ist insofern aktuell keine Riesensache, weil Kanada ohnehin die Einreise von Schweizern noch untersagt und umgekehrt Kanadier hohe Restriktionen für eine Einreise in den EU-/Schengenraum haben. Dennoch: Warum wurde Kanada, eines der üblicherweise beliebtesten Fernreiseziele der Schweizer, so dringlich auf die Liste genommen? Die Vorlaufzeit betrug gerade mal eine halbe Stunde zwischen dem Tweet des BAG und dem Inkrafttreten der Quarantänepflicht.

Man wolle damit die brasilianische Mutation eindämmen, heisst es von Seiten des BAG. Also die als gefährlich eingestufte Covid-Variante P1, welche in der Schweiz noch nicht verbreitet sei. Deshalb werde alles unternommen, um die Ausbreitung so weit wie möglich zu verhindern. Es ist also nicht die Inzidenzzahl, die in diesem Fall entscheidend war, sondern die Virusvariante.

Kanada kämpft aktuell auch mit allen Mitteln gegen die weitere Ausbreitung von P1. Diese Virusvariante gilt als hochansteckend, potenziell tödlicher als herkömmliche Varianten und befällt auch Personen, welche bereits von einer Covid-Erkrankung genesen sind.

(JCR)