Destinationen

DE_roman_kraft.jpg

Die Besuchsbereitschaft wäre da

Deutschland geniesst gemäss einer Studie einen hohen Bekanntheitsgrad sowie gute Sympathiewerte im europäischen Quellmarkt. Zudem zeigt sich: nachhaltige Ferien gewinnen an Beliebtheit.

Das Reiseland Deutschland kann als Marke von einem ausserordentlich hohen Bekanntheitsgrad in europäischen Quellmärkten profitieren. Zudem ist auch der Sympathiewert des Landes sehr hoch.

Bekanntheitsgrad und Sympathiewert sind die Grundlage für eine auch in Corona-Zeiten wachsende Besuchsbereitschaft in den nächsten zwölf Monaten. Mit einem Zeithorizont von drei Jahren nimmt das Interesse an Deutschlandreisen nochmals signifikant zu. Zu diesem Ergebnis kommt die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) nach Auswertung erster Analysen von Destination Brand 20. So liegt der Bekanntheitsgrad Deutschlands als Reiseziel in den untersuchten Ländern zwischen 80 und 93 Prozent, die Sympathiewerte zwischen 53 und 70 Prozent.

Petra Hedorfer, Vorsitzende des Vorstandes der DZT: «Die aktuellen Ergebnisse des Destination Brand 20 belegen die Stärke der Marke ‹Reiseland Deutschland› auch in Krisensituationen. Zugleich bestätigen sie die Ausrichtung unserer Recovery-Strategie: antizyklisches Marketing, intensiver Kundendialog und Imagekommunikation. Die von den Befragten geäusserte Besuchsbereitschaft – vor allem für die nächsten drei Jahre – zeigt unsere Perspektiven auf. Es kommt jetzt darauf an, aus der hohen Reisebereitschaft reale Reisebuchungen zu generieren.»

Österreicher und Schweizer wollen nachhaltige Ferien

Prof. Bernd Eisenstein, Direktor des Deutschen Instituts für Tourismusforschung (DITF) an der FH Westküste: «Wir können mit der Studie auf wissenschaftlicher Basis verschiedene Stufen der Wahrnehmung von Reisezielen bei den Verbrauchern messen – von der Bekanntheit über den Sympathiewert bis zur Besuchsbereitschaft. Hierdurch lassen sich letztendlich vergleichbare Markenwerte von Destinationen abbilden.» Darüber hinaus wird im Rahmen von Destination Brand das allgemeine Interesse an mehr als 30 Ferienaktivitäten in den Ländern ermittelt. In den drei Quellmärkten Österreich, Schweiz und Niederlande lassen sich zudem erste Tendenzen zu 2018 ablesen.

Ellen Böhling, Geschäftsführende Gesellschafterin von inspektour international: «Im Zeitvergleich zwischen Destination Brand 18 und 20 nehmen wir insbesondere in den Quellmärkten Österreich und Schweiz ein gestiegenes Interesse am Thema ‹Nachhaltige Ferien› wahr.»

(TN)