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Sandro Schwarz gefällt es auf Siargao so gut, dass er spontan noch eine Woche länger bleibt. Bild: SS

Im Einklang mit der Natur auf Siargao

Von Sandro Schwarz

«Da wäre ich jetzt gerne» heisst die Travelnews-Serie über traumhafte Orte, an die man sich in diesen Wochen des Reisestillstands sehr gerne zurückerinnert. Heute: Sandro Schwarz von TUI Suisse vermisst das unbeschwerte Inselleben auf den Philippinen.

Nach dem langen und mühseligen Prozedere am Flughafen Cebu kreisen wir nun über dem Nichts im Osten der Philippinen. Dann plötzlich erscheint unser Ziel: Siargao, eine komplett grünbewachsene Insel mit einer Landebahn. Wie es auf den kleinen Inselflughäfen noch üblich ist, können wir quer über das Flughafenareal laufen und werden beim Ausgang von mehreren Fahrern auf die typisch-philippinische Art äussert freundlich begrüsst. Wir fahren knapp eine Stunde durch dichten Dschungel, wo wir mehrere kleine Ortschaften passieren, wo uns die Kinder zuwinken und das Leben noch total unbeschwert ist.

Schlussendlich kommen wir in General Luna an, wo ein Hostel an das andere gereiht ist. Der positive Vibe überzeugt uns von Anfang an. Jeder grüsst sich auf der Strasse und bei unserem Hostel werden wir mit dem Surfergruss Shaka empfangen. Beim Gang durchs Hostel sowie auch auf den Strassen merken wir sofort, dass hier alle miteinander unterwegs sind und kein Gruppengefüge herrscht. Total unkompliziert. Siargao ist generell bekannt als Surferhotspot der Philippinen, wo normalerweise Tauchen und Schnorcheln hoch im Kurs ist. Die Locals sind auch alle mit Rasta Frisuren unterwegs und haben selbstverständlich ein Surfboard.

Am ersten Tag machen wir ein Islandhopping auf den traumhaften Inseln rundum Siargao. Speziell ist auch hier, dass die Reiseleiter auf jeder Insel den lokalen Rum auspacken und wir alle zusammen anstossen und mitten in der traumhaften Gegend Trinkspiele machen, da auch hier das unkomplizierte Zusammensein zelebriert wird. Dies wird uns von allen im Hostel bestätigt, wenn die Reiseleiter auf jeder Tour dafür sorgen, dass alle zusammen sind. Dies finde ich eine tolle Sache und speziell für Alleinreisende sehr angenehm.

Heimatgefühl

Die weiteren Tage mieten wir einen Roller und erkunden die gesamte Insel. Am bekanntesten Surferspot «Cloud 9» sind überall am Strand Bars verteilt, wo man sich überall eine Hängematte schnappen konnte. Eine Hängematte in der Natur gehört zu meinem Verständnis für Genuss. Nachdem man mitten durch den Dschungel gekurvt ist, kann man sich verschiedene Naturschönheiten begutachten. Jedoch gefiel mir am besten, wie die Locals im Einklang mit der Natur wohnten und überaus glücklich schienen. An einem abgelegenen Strand wurden wir dann auch wieder von Kindern belagert und in der Lokalsprache zugetextet. Dass wir uns nicht verstanden haben, störte niemand.

Kulinarisch wird man ebenfalls verwöhnt. Als Vegetarier hat man es zwar eher schwer, wenn man die lokalen Restaurants besuchen möchte, aber ansonsten wird man überall mit einem genialem Barbecue herzlich begrüsst.

Nachdem wir unseren Aufenthalt spontan auf eine Woche verlängert haben, fühlten wir uns so heimisch, dass es uns nicht gestört hat, als ein Taifun unsere Rückreise nach Cebu um einen Tag verschoben hat. Ich wäre jetzt definitiv gerne auf Siargao und würde das lebensfrohe Lächeln der Locals sehen und nochmals am unkomplizierten Leben teilhaben.