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Die spanische Millionenstadt Barcelona verzeichnet derzeit fast keine Besucher. Bild: Arturo Martinez

Barcelona ist wie leergefegt

Gerade einmal 20 Prozent der Hotels haben in der Metropole geöffnet, während die Auslastung weniger als 30 Prozent beträgt. Dennoch schmiedet die Stadt Pläne zur Erhöhung der Kurtaxe ab Januar.

Eigentlich standen die Zeichen für eine langsame Erholung des Tourismus in Barcelona nach dem Lockdown im Juni gut. Rund 50 Prozent der Hotels hatten geöffnet und die Belegung im beliebten Städtereise-Ziel stieg stetig. Seitdem die Infektionszahlen aber wieder steigen und Spanien bei zahlreichen Ländern auf der Risikoliste steht, geht es mit dem Tourismus erneut bergab. Aktuell seien laut Xavier Marcé, Stadtrat für Tourismus und Kultur von Barcelona, nur noch zwischen 20 und 25 Prozent der Hotelbetriebe geöffnet, während die Belegungsraten ungenau seien aber nicht 30 Prozent erreichen, wie die spanische Zeitung «El Periodico» berichtet.

Wann und wie schnell sich der Tourismus in der Stadt erholen werde, prognostiziert Marcé nicht. Er geht aber davon aus, dass sich die Besucherzahlen aufgrund des touristischen Angebotes und des guten Images bereits ab Januar sichtbar erholen werden - sofern die Entwicklung der Pandemie dies zulässt.

Ab Januar 2021 wird die Kurtaxe in der Stadt um 0,75 Euro erhöht. Die Gebühr wird dann schrittweise bis in das Jahr 2024 auf 4 Euro steigen. Jedoch behält sich die Regierung vor, die Einführung dieser Gebühr auf den Juni 2021 zu verschieben. Laut Marcé sei der Betrag eher eine symbolische Zahl, welche dazu dienen soll, das politische Mandat für die Unterstützung des Tourismus zu aktivieren. Die Einnahmen sollen künftig wieder in den Sektor fliessen. Die Verwendung findet schliesslich «im Einvernehmen mit den beteiligten Akteuren» statt.

(NWI)