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Ab Herbst setzt der Kuba-Run ein

Jetzt können Airlines ihre Anträge bei der US-Luftfahrtbehörde einreichen. Seit gestern steht das Verkehrsabkommen zwischen beiden Ländern.

Die Tinte ist trocken. Gestern besiegelten die ehemaligen Erzfeinde USA und Kuba in Havanna ein Verkehrsabkommen. Ab Oktober sollen bis zu 110 tägliche Flüge zwischen den beiden Ländern erfolgen. "Das ist ein historischer Tag für die Beziehungen zwischen Kuba und den Vereinigten Staaten", sagte US-Verkehrsminister Anthony Foxx. Adel Rodríguez, der kubanische Verkehrsminister bezeichnete die Aufnahme des regulären Flugverkehrs als eine "neue Etappe" und werde die beiden Länder näherrücken lassen.

Neben Havanna sind neun weitere Flughäfen auf Kuba vorgesehen, um aus den USA angeflogen zu werden: Camaguëy, Cayo Coco, Cayo Largo, Cienfuegos, Holguin, Manzanillo, Matanzas, Santa Clara oder Santiago de Cuba. Ab sofort können Fluggesellschaften ihre Anträge bei den Behörden in Washington deponieren. Laut Brandon Belford, Sprecher bei der US-Luftfahrbehörde, soll im Sommer feststehen, welche Airlines berücksichtigt werden. American, United, Delta, JetBlue, Southwest und Spirit haben bereits ihr Interesse bekundet.

Zwei Fragen bleiben: Wo werden die vielen Touristen schlafen? Und was passiert mit dem Passus, der eigentlich gar keine Touristenreisen erlaubt? Denn das Verbot in den USA für allgemeine touristische Reisen nach Kuba ist noch nicht aufgehoben. US-Reisende müssen mindestens eines von zwölf Kriterien erfüllen, um einen Flug zu buchen. Dazu gehört etwa eine kubanische Abstammung, die Teilnahme an einer Studienreise oder eine journalistische Tätigkeit. 

(TN)