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An den Stränden Mallorcas werden sich ab Juli die ersten ausländischen Touristen wieder tummeln. Bild: Tourspain

Vamos a la Playa – ab Juli

Spanien gibt grünes Licht für den Tourismus ab dem 1. Juli. Und Deutschland will ab dem 15. Juni das Reisen in 31 Länder ermöglichen, darunter auch die Schweiz.

Ab Juli möchte Spanien die Grenzen wieder öffnen. «Wir reaktivieren den nationalen Tourismus und laden internationale Touristen ein, uns ab Juli zu besuchen», sagt Regierungspräsident Pedro Sanchez, «wir garantieren, dass Ihr Aufenthalt alle Sicherheitsbedingungen erfüllen wird».

Fest steht nun auch, dass Spanien die bisher erforderliche Quarantäne für Einreisende ab dem 1. Juli aufheben wird. Um die nötigen Vorkehrungen zu treffen, um den Schutz und die Sicherheit der Touristen, Angestellten und Einheimischen zu gewährleisten, hat das Tourismusministerium die Ausarbeitung von 21 Protokollen mit Vorbeugungs-, Sicherheits- und Hygienestandards veranlasst.

Nach dem von der Regierung präsentierten Deeskalationsplan sind die meisten Tourismusregionen wie zum Beispiel die Balearen, die Kanarischen Inseln und Andalusien nun in die zweite Phase eingetreten. Dies bedeutet, dass sie ihre Strände für Sonnenbaden, Schwimmen und Wassersport öffnen können. Die Regelung bezüglich Kapazitäten oder Nutzung der Strände, die kostenlos sein werden, sowie die Erstellung der Zeitpläne werden von den jeweiligen Gemeinden verordnet. Die Verordnungen werden, mit einer geschätzten Fläche von vier Quadratmetern pro Strandbesucher, die soziale Distanz respektieren und auch die nötigen Massnahmen bezüglich Beschilderung, Sauberkeit und Hygienevorschriften beinhalten.

Was den Aktiv- und Naturtourismus betrifft, so hat die Regierung beschlossen, dass diese Aktivitäten erlaubt sind und einzeln oder in Gruppen von maximal zwanzig Personen durchgeführt werden können. Naturparks können eröffnet werden, solange ihre maximale Kapazität 20 Prozent nicht überschreitet.

Deutschland ermöglicht Reisen ab 15. Juni

Deutschland will per 15. Juni die Reisewarnung für 31 europäische Länder aufheben – unter dem Vorbehalt, dass die weitere Entwicklung der Pandemie dies zulässt. Die Chancen stehen gut, dass auch der Schweizer Bundesrat an seiner morgigen Sitzung (27. Mai) nachzieht.

Der Plan der deutschen Regierung sieht vor, dass neben den 26 EU-Partnerländern auch Grossbritannien und die vier Schengenstaaten Island, Norwegen die Schweiz und Liechtenstein wieder bereist werden können. Dieser Schritt soll als Impuls für den grenzüberschreitenden Tourismus in Europa dienen und signalisieren «dass die Wiederbelebung des Tourismus wichtig ist sowohl für Reisende und die deutsche Reisewirtschaft als auch für die wirtschaftliche Stabilität in den jeweiligen Zielländern», wie es in einem Entwurf aus dem Auswärtigen Amt heisst. Noch ist die Öffnung nämlich nicht definitiv beschlossen – die Pläne gehen aus einem Entwurf für ein Eckpunktepapier mit dem Titel «Kriterien zur Ermöglichung des innereuropäischen Tourismus» hervor, der möglicherweise bereits am Mittwoch im deutschen Kabinett beschlossen werden soll und der Nachrichtenagentur «dpa» vorliegt.

Anstelle der Reisewarnung sollen in Zukunft individuelle Reisehinweise erarbeitet werden, die den Reisenden für das jeweilige Land die Risiken aufzeigen. Um die Touristen vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen, will die deutsche Regierung in der EU gemeinsame Kriterien erarbeiten. Dazu gehört beispielsweise die Obergrenze von 50 Neuinfektionen auf 100'000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage. In Deutschland führt eine Überschreitung dieser Grenze zu einer Wiedereinführung von bereits abgeschafften Anti-Corona-Massnahmen. Darüber hinaus sollen die einzelnen Länder Konzepte zu Hygiene- und Sicherheitsmassnahmen entwickeln, welche auch Pläne für den Fall einer Erkrankung der Feriengäste erhalten. Die Europäische Kommission wiederum soll ein Bewertungssystem entwickeln, um die getroffenen Schutzmassnahmen zu bewerten.

(GWA/NWI)