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Die Schäden in Venedig sind enorm. Nun setzt sich das nationale Fremdenverkehrsamt aktiv für den Erhalt der Unesco-Welterbestadt ein. Bild: Paula Kaspar

ENIT startet Solidaritätskampagne für Venedig

Die berühmte Lagunenstadt wurde von den jüngsten Überschwemmungen hart getroffen. Nun kommt auch von touristischer Seite Hilfe.

Mitte November wurde die weltberühmte italienische Lagunenstadt Venedig, in ihrer Gesamtheit ein Unesco-Welterbe, von besonders schlimmen Hochwassern heimgesucht. Dabei kam es nicht nur an der Infrastruktur zu enormen Schäden, sondern auch zu Todesfällen.

Das hat die italienischen Tourismuspromotionsbüros ENIT (Ente Nazionale Italiana del Turismo) auf den Plan gerufen. Alle 28 weltweiten Niederlassungen, darunter auch jene in der Schweiz, haben ihre Aktivitäten zugunsten der Stadt verstärkt. Darunter fällt auch die aktive Promotion der Solidaritätskampagne «Venezia nel cuore» («Venedig im Herz»), welche die lokalen Behörden lanciert haben. Es wurde eine Bankverbindung eingerichtet, über welche Spenden für den Wiederaufbau und Unterhalt Venedigs einbezahlt werden können - dieser findet sich hier.

Der Tourismus in Venedig ist für die italienische (Tourismus-)Wirtschaft wichtig. In den letzten Jahren ist die Reise-Nachfrage für Venedig aus dem internationalen wie aus dem italienischen Markt stark gewachsen - so sehr, dass Venedig gar zu einem Aushängeschild für Overtourism wurde. Was die Zahlen nicht beeinträchtigt hat: Zwischen Januar und Juli 2019 stiegen die Besucherzahlen in Venedig gemessen am Vorjahr nochmals um 6,5 Prozent an; aus dem internationalen Quellmarkt allein gar um 13,5 Prozent. Die lokalen Einnahmen aus dem Tourismus stiegen im selben Zeitraum um 5,8 Prozent.

Der Generaldirektor der ENIT, Giorgio Palmucci, ist derweilen bemüht daran zu erinnern, dass es sicher ist, Venedig zu besuchen, und dass inzwischen wieder alle Sehenswürdigkeiten zugänglich sind.

(JCR)