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«Für alle die sich fragen, wie schlimm die Buschfeuer sind», schreibt ein Twitter-User zu diesem Foto. Bild: Twitter / @FuzzyBeesKnees

In Australien wüten die Flammen

Australien leidet unter zahlreichen, ausser Kontrolle geratenen Buschfeuern im Osten des Landes. Mindestens drei Personen starben und weitere 30 wurden verletzt – Warnstufe für Sydney.

Derzeit gehen dramatische Bilder aus Australien um die Welt. Auf dem Kontinent wüten in den Staaten New South Wales und Queensland derzeit über hundert Buschfeuer, so dass für den Grossraum Sydney das erste Mal aller Zeiten die extremste Warnstufe ausgerufen wurde. Seit vergangenem Freitag verloren bereits drei Menschen ihr Leben in den Flammen, 30 Personen wurden verletzt und rund 140 Häuser sind komplett ausgebrannt. Sieben Menschen gelten als Vermisst.

Die Feuersaison in Australien hat gerade erst begonnen und schon ist die Situation ausser Kontrolle. Mit einer abgebrannten Fläche von rund 9700 Quadratkilometern ist schon jetzt beinahe mehr Land durch Buschfeuer zerstört worden, als wenn man die Schäden der vergangenen drei Jahre durch die Flammen zusammenzählt. Das ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die Dürre aussergewöhnlich lange anhielt in Kombination mit starken Winden und der tiefen Luftfeuchtigkeit. Eine Besserung ist wegen einer Verschlechterung der Wetterbedingungen nicht in Sicht. Über die Social Media Plattform Twitter rief die Feuerwehr eine katastrophale Brandgefahr aus.

Aufgrund der wütenden Flammen mussten in den betroffenen Regionen tausende Menschen ihre Häuser verlassen. Auch werden im Osten und im Bundesstaat Westaustralien Vorbereitungen getroffen, wie sich die Einwohner für die Extrembedingungen schützen können. In den vergangenen Tagen wurde vor allem die Stadt Taree heimgesucht und deren Bewohner traumatisiert. «Die Flammen waren sechs Meter hoch und wüteten mit 80 Stundenkilometern», sagte Bürgermeisterin Carol Sparks gegenüber dem Sender ABC. Aktuell sieht die Situation wie folgt aus:

Am Wochenende waren allein im Bundesstaat New South Wales über 1300 Feuerwehrleute mit 250 Löschfahrzeugen und über 20 Flugzeugen unterwegs. Die lokalen Radiosender geben laufend Anweisungen, wie sich Menschen vor den tödlichen Flammen schützen können. In mehreren Gebieten versperrten die Buschfeuer den Bewohnern die Fluchtrouten, weshalb eine Vielzahl um Hilfe bei der Feuerwehr rief. Diese konnte aber wegen der Grösse und der Geschwindigkeit nicht zu jedem Hilferuf vordringen.

(NWI)