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Die Houtman Abrolhos Islands bestehen aus 122 Korallenbänken und -inseln, die sich über mehr als 100 Kilometer im Indischen Ozean erstrecken. Bild: WA

Neuer Nationalpark in Westaustralien

400 Jahre nach ihrer Entdeckung erhalten die Houtman Abrolhos Islands den Nationalpark-Status. Die Inseln in Westaustralien warten mit einer einzigartigen Natur auf und sollen nun ein Reiseziel für Ökotourismus werden.

«Erg leuk!» schrie Frederik de Houtman im Jahr 1619, «sehr schön!», als er die Inselgruppe an der Westküste Australiens zu Gesicht bekam. 400 Jahre nach der Entdeckung des holländischen Seefahrershat nun die westaustralische Regierung die Houtman Abrolhos Islands zum Nationalpark ernannt. So sollen die Inseln, die international als «Hope Spot» gelten und deren Beliebtheit schon jetzt bei Naturfans, Tauchern und begeisterten Sportfischern zunimmt, als herausragendes Reiseziel für Ökotourismus positioniert und gleichzeitig die einzigartige Umwelt geschützt werden.

Die Abrolhos Islands, die etwa 60 Kilometer vor der Küste von Geraldton liegen, werden oft als die «Galapagos Inseln Australiens» bezeichnet. In ihrer biologischen Vielfalt sind sie einmalig: hier gibt es Australische Langusten, Noddi-Seeschwalben, Derby-Wallabys und die vom Aussterben bedrohten Australischen Seelöwen.

Wallabi, Easter und Pelsaert Group

Die Inselgruppe besteht aus 122 Korallenbänken und -inseln, die sich über mehr als 100 Kilometer im Indischen Ozean erstrecken und die man in drei Gruppen zusammenfassen kann: Wallabi Group, Easter Group und Pelsaert Group. 2017 bezeichnete die internationale Naturschutz-Organisation Mission Blue die Inseln als Westaustraliens ersten «Hope Spot», einen Ort also, der von globaler Bedeutung für die Gesundheit des Ozeans ist.

Die Vision der westaustralischen Regierung ist es, die Abrolhos Islands als Weltklasse-Reiseziel für Ökotourismus zu positionieren und dabei die einzigartige Umwelt zu schützen. Umweltminister Stephen Dawson erklärt: «Der Nationalpark-Status soll einerseits die Artenvielfalt, das Erbe und die einmalige Landschaft der Inseln schützen und es andererseits Besuchern ermöglichen, ihre unvergleichliche Schönheit zu erleben.»

(GWA)