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Das beliebte Touristenziel Komodo mit den Waranen wird wohl doch nicht geschlossen - der Eintritt könnte aber bald um die 1000 Franken kosten. Bild: Max Letek

Grosse Verwirrung um Komodo-Schliessung

Anstelle einer kompletten temporären Schliessung der Insel Komodo kursieren nun Gespräche über Eintrittsgebühren von bis zu 1000 US-Dollar.

Die Komodo Insel ist Heimat von etwa 4000 Waranen, eine überdimensional grossen Eidechsenart und eine der wichtigsten Touristenattraktionen Indonesiens. Erst vor wenigen Monaten wurde beschlossen, dass die Insel ab dem 1. Januar 2020 für ein bis zwei Jahre geschlossen wird, um die Insel vor den Touristenströmen zu schützen.

Nun sassen die indonesischen Behörden erneut bei einem Treffen, bei dem es um die Verwaltung des Komodo-Nationalpars ging. An der Konferenz nahmen der Umwelt- und Forstminister Siti Nurbaya, der Tourismusminister Arief Yahya und der Gouverneur von East Nusa Tenggara, Viktor Laiskodat, teil und zusammen warfen sie Schliessungspläne für das kommende Jahr über Bord, weil nun doch keine Gefahr für den Rückgang der Komodowarana besteht.

Dafür wurde ein neuer Plan ins Leben gerufen: Künftig könnte ein «Jahresbeitrag» von 1000 US-Dollar (996 Franken) fällig sein, um das Naturparadies zu besuchen. Von diesem hohen Geldbetrag sollen Reisende abgeschreckt und auf andere Attraktionen umgeleitet werden, wie «Antara» berichtet. Weitere Ideen waren, für internationale Touristen ein Eintrittspreis von 500 US-Dollar (498 Franken) zu verlangen und das pro anlegendes Kreuzfahrtschiff eine Gebühr von 50'000 US-Dollar (49'800 Franken) fällig wird. Auch wird über Premium- und nicht-Premium-Jahresabonnements für Komodo diskutiert – wie viel diese kosten sollen, ist jedoch nicht bekannt.

Laut «BBC» rechtfertigte Viktor Laiskodat die überteuerten Preise wie folgt: «Nur Leute mit tiefen Taschen dürfen die Komodowarane sehen. Wer das Geld nicht hat, sollte den Park nicht besuchen, da er sich speziell an aussergewöhnliche Menschen richtet». Derzeit bezahlen die Einheimischen umgerechnet etwa 35 Rappen und die ausländischen Parkbesucher 10 Franken. Ob die neuen Gebühren tatsächlich eingeführt werden, steht noch in den Sternen. Laut mehreren Medienberichten haben lokale Incoming-Agenturen noch keinerlei Informationen betreffend den neuen Eintrittsgeldern erhalten und auch die Website des Umweltministeriums wurde noch nicht aktualisiert.

(NWI)