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Starke Gebäudeschäden an der Geologie-Fakultät in Tirana: Herabgefallene Steine und andere Trümmerteile zerstörten dort Autos. Bild: Twitter / global365

Über 100 Verletzte nach Erdbeben in Albanien

Am Samstagnachmittag hat ein Erdbeben den Balkan erschüttert. Die albanische Hauptstadt Tirana erlitt erhebliche Schäden.

Kurz nach 16 Uhr bebte die Erde auf dem Balkan. Das Erdbeben der Stärke 5,8 versetzte insbesondere die Menschen in Albanien in Angst und Schrecken. Grosse Sachschäden mussten verzeichnet werden. Die Zahl der Verletzten stieg bis zum späten Samstagabend auf mindestens 108 an. Das berichtet das albanische Newsportal «shqiptarja.com». Die meisten von ihnen seien mit leichten Verletzungen davongekommen.

Nach dem ersten Erdbeben folgten zwei weitere Beben mit Stärken von 5,1 und 4,7. Laut dem Ministerium lag das Zentrum des ersten Bebens unweit vom Kap Rodon nördlich der Hafenstadt Durrës. Das Ministerium sprach vom schwersten Erdbeben in Albanien seit Jahrzehnten. In einer ersten Bilanz der Regierung hiess es in der Nacht zum Sonntag, dass mindestens 293 Häuser beschädigt worden seien. Zudem seien an 20 Wohngebäuden Risse registriert worden.

Ein heftiges Nachbeben kurz nach Mitternacht sorgte für neue Ängste unter den Menschen. Das nächtliche Nachbeben wurde mit einer Stärke von 4,8 gemessen. Über die Auswirkungen dieses Erdstosses lagen zunächst keine Angaben vor.

Nach Medienberichten lösten die Erdstösse Panik vor allem in Durrës und in der albanischen Hauptstadt Tirana aus. Menschen liefen erschrocken in grosser Zahl auf die Strasse. Die Beben waren auch in den Nachbarländern Montenegro und Nordmazedonien zu spüren.

Fotos zeigen starke Gebäudeschäden – etwa an der Geologie-Fakultät in Tirana. Herabgefallene Steine und andere Trümmerteile zerstörten dort Autos. An einem anderen Gebäude in Tirana war ein vertikaler Riss über mehrere Etagen zu erkennen. Tirana hat laut Auswärtigem Amt gut 600'000 Einwohner, ganz Albanien knapp drei Millionen. Jüngst verzeichnete Albanien einen deutlichen Anstieg der Touristenzahlen – auch aus der Schweiz.

(nau/TN)