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In Angkor Wat müssen die Dickhäuter bald keine Touristen mehr durch die beliebte Tempelanlage transportieren. Bild: Loïc Fürhoff

Schluss mit Elefantenreiten in Angkor Wat

Innerhalb von drei Jahren starben zwei Elefanten aufgrund von Überarbeitung. Für die verbliebenen 14 Tiere naht Hilfe. Sie werden in ein Naturschutz- und Zuchtzentrum verlegt.

Angkor Wat ist die bekannteste Tempelanlage im asiatischen Land Kambodscha. Jährlich wird sie von rund 2,5 Millionen Touristen besucht. Das Gebiet kann während eines Elefantenrittes bequem erkundet werden, ganz zum Leid der Dickhäuter, die durch die vielen Besucher zusehends Überlastet sind. Das Elefantengruppen-Komitee von Angkor hat kürzlich beschlossen, dass die Zustände nicht mehr vertretbar sind und so werden die 14 verbliebenen Elefanten im Frühjahr 2020 in ein Naturschutz- und Zuchtzentrum versetzt werden.

Der Beschluss kommt aber nicht von ungefähr. Vor drei Jahren kollabierte ein Elefant, als er zwei Touristen durch die Tempelanlage trug. Die Tierarzt-Untersuchung ergab, dass das Tier durch Überhitzung und Erschöpfung starb. Zwei Jahre später starb ein weiterer Elefant durch Erschöpfung.

Die tragischen Ereignisse schlugen weltweite Wellen und 48 Stunden nach dem Tod des zweiten Elefanten wurden bereits 14‘000 Unterschriften für eine Petition gesammelt, die das Verbot der Elefantenritte verlangt. Wie Oan Kiry, Direktorin des Elefantengruppen-Komitees von Angkor gegenüber «Metro» erklärt, werden die Touristen die riesigen Tiere künftig trotzdem noch zu Gesicht bekommen im Naturschutzzentrum. Dort wird alles daran gesetzt, dass die Umgebung so natürlich wie möglich gestaltet wird.

(NWI)